Marxist verteidigt AfD-Politiker Höcke als aufrichtigen Demokrat
Es gibt Gespräche, die sprengen Rahmen. Die zertrümmern Erwartungen. Die lassen sich nicht in die üblichen Schubladen pressen, mit denen der politisch-mediale Komplex so gerne arbeitet. Das Gespräch zwischen Dominik Kettner und dem 75-jährigen Komponisten, Autor und Ex-Bundestagsabgeordneten Dr. Diether Dehm ist genau ein solches. Ein bekennender Marxist sitzt einem Edelmetallhändler gegenüber – und plötzlich wird klar: In den entscheidenden Fragen unserer Zeit liegen die vermeintlichen Gegenpole näher beieinander, als das Establishment es jemals zugeben würde.
Dehm, der einst Hits für Klaus Lage schrieb, 17 Jahre im Bundestag saß und heute parteilos Friedenskongresse organisiert, bricht in diesem Gespräch gleich mehrere Tabus auf einmal. Seine Aussagen über Björn Höcke, über den Ukraine-Krieg, über die Manipulation der Medien durch Geheimdienste und über die Zukunft des Geldsystems sind von einer Schärfe und Offenheit, die man im deutschen Diskurs kaum noch findet.
Ein Marxist verteidigt einen AfD-Politiker – und die Welt dreht sich weiter
Die wohl brisanteste Passage des Gesprächs betrifft Dehms Einschätzung von Björn Höcke. Der Mann, der sich selbst als marxistischen Pragmatiker bezeichnet, sagt klipp und klar:
„Björn Höcke, davon konnte ich mich im Laufe der Jahre überzeugen – ich war ursprünglich anderer Meinung – ist kein Faschist. Björn Höcke ist ein, finde ich, aufrichtiger Demokrat."
Diese Worte wiegen schwer. Nicht weil sie von einem politischen Verbündeten kämen – das Gegenteil ist der Fall. Dehm und Höcke trennen Welten in wirtschaftspolitischen Fragen. Dehm befürwortet die Verstaatlichung von Banken und bestimmten Konzernen, Höcke steht dem diametral entgegen. Aber genau das macht die Aussage so bedeutsam: Hier urteilt jemand, der keinen politischen Vorteil daraus zieht.
Dehm definiert den Faschismus-Begriff dabei bewusst eng. Faschisten seien Menschen, die den Holocaust relativieren, die das Verbot von Gewerkschaften und demokratischen Parteien befürworten oder den Überfall auf die Sowjetunion rechtfertigen. Wer diese Kriterien nicht erfülle, sei gesprächsfähig. Eine Position, die in Zeiten inflationärer Nazi-Vergleiche geradezu revolutionär wirkt.
Die Friedensfrage als neue politische Trennlinie
Was Dehm antreibt, ist nicht Parteipolitik. Es ist die Friedensfrage. Und hier wird es richtig unbequem für das politische Establishment in Berlin. Denn Dehm geht weiter als die meisten Friedensaktivisten:
„Ich bin im Moment sogar noch einen Schritt weiter. Ich bin für den Sieg der russischen Armee. Das war ich nicht immer. Ich war am Anfang auch gegen den Einmarsch, aber jetzt ist der schnellste Weg, dieses Gemetzel zu beenden, dass eine Seite gewinnt."
Man muss diese Position nicht teilen. Aber man sollte sie zur Kenntnis nehmen – und verstehen, warum ein ehemaliger SPD- und Linken-Abgeordneter zu diesem Schluss kommt. Dehm argumentiert historisch: Die deutschen Eliten hätten seit jeher ökonomische Interessen hinter menschenrechtlichen Fassaden versteckt, wenn es um Russland ging.
Von der Deutschen Bank bis Rheinmetall: Krieg als Geschäftsmodell
Besonders eindrücklich ist Dehms historischer Verweis auf Hermann Josef Abs, den späteren Chef der Deutschen Bank. Dieser hielt 1941 – wohlgemerkt als Nicht-NSDAP-Mitglied – einen Vortrag vor Reichswirtschaftsführern mit dem Titel „Saldo Clearing", in dem er darlegte, wie ein siegreicher Feldzug gegen Moskau die Schulden zweier Weltkriege begleichen könne.
Die Parallelen zur Gegenwart sind frappierend. Dehm zieht eine direkte Linie zu den heutigen Rüstungsaktien:
- Als Willy Brandt seine Ostpolitik verkündete, brach die Rheinmetall-Aktie ein
- Als Donald Trump seinen 28-Punkte-Friedensplan vorstellte, sank die Rheinmetall-Aktie um 14%
- Jeder Friedensimpuls schadet dem Geschäftsmodell der Rüstungsindustrie – und damit den dahinterstehenden Investoren
- Das Wort „Kriegstüchtigkeit" von Ex-Verteidigungsminister Pistorius stammt laut Dehm ursprünglich von Joseph Goebbels
Wer profitiert also vom Krieg? Und warum will die aktuelle Politik offenbar keinen Frieden? Diese Fragen stellt Dehm mit einer Direktheit, die in den Mainstream-Medien undenkbar wäre. Die Wiedereinführung der Wehrpflicht, die eskalierende Aufrüstungsrhetorik, das 100-Milliarden-„Sondervermögen" für die Bundeswehr – all das fügt sich für ihn zu einem Bild zusammen, das wenig mit Verteidigung und viel mit Profitinteressen zu tun hat.
Gold als natürlicher Begrenzer der Kriegsmaschinerie
Besonders aufschlussreich wird das Gespräch, als es um Gold und das Geldsystem geht. Hier finden der Marxist und der Edelmetallhändler eine bemerkenswerte gemeinsame Basis. Dehm bringt es auf den Punkt:
„Wo Leute mit Gelddrucken sich über die Kriegsrunden retten können, war Gold immer ein natürlicher Begrenzer dieser Bestrebung."
Diese Erkenntnis ist fundamental. Ein goldgedecktes Geldsystem macht es Regierungen unmöglich, Kriege einfach über die Notenpresse zu finanzieren. Die Geldmenge ist begrenzt – genau wie das physische Gold auf diesem Planeten. Dehm formuliert es poetisch: Die Einschläge aus fremden Sternen, die einst Gold auf die Erde brachten, werden nicht wiederkommen. Was da ist, ist da. Und genau diese natürliche Begrenzung macht Gold zum Gegenpol einer entfesselten Fiat-Geld-Politik.
Die BRICS-Staaten und die goldgedeckte Zukunft
Dehm spricht im Gespräch auch über die BRICS-Staaten und deren Bestrebungen, eine eigene Währung zu schaffen. Tatsächlich wurde kurz vor dem Gespräch der Prototyp der sogenannten „BRICS Unit" vorgestellt – eine Währung mit 40% Golddeckung und einem Währungskorb der fünf großen BRICS-Nationen. Wie wir bereits in unserem Artikel über Simbabwes goldgedeckte Währung berichtet haben, zeigt sich weltweit ein klarer Trend zurück zur Golddeckung.
Dehms Einschätzung zur Goldpreisentwicklung ist dabei bemerkenswert klar:
- Gold wird seiner Überzeugung nach weiter steigen
- Seitwärtsbewegungen bieten Einstiegsmöglichkeiten
- Die BRICS-Goldkäufe werden den Preis zusätzlich treiben
- Alles, was begrenzt ist, hat einen dauerhaften, in sich ruhenden Wert
Wer sich für den Einstieg in physisches Gold interessiert, findet mit dem Gold Starter-Set einen niedrigschwelligen Zugang. Für Anleger, die bereits überzeugt sind und größere Positionen aufbauen möchten, bieten sich Pakete wie das Gold Krisenschutzpaket S oder das Gold Krisenschutzpaket M an.
Der geheimdienstlich-mediale Komplex: Wie Meinungen gemacht werden
Einer der brisantesten Teile des Gesprächs betrifft Dehms Analyse der deutschen Medienlandschaft. Er spricht vom „geheimdienstlich-medialen Komplex" und stützt sich dabei auf die Arbeiten von Erich Schmidt-Eenboom, Andreas von Bülow und Peter Ferdinand Koch – allesamt keine Verschwörungstheoretiker, sondern ehemalige Insider des Systems.
Das Muster, das Dehm beschreibt, funktioniert so:
- Der BND hört Telefonate ab – bei Handys ohne richterlichen Beschluss möglich
- Die Ergebnisse werden ausgewählten Redakteuren bei Spiegel, Zeit oder taz angeboten
- Im Gegenzug werden bestimmte Artikel platziert – gegen missliebige Politiker, Aktivisten oder Bewegungen
- Die betroffenen Medien behalten ihre „linke" Außenwirkung, transportieren aber innen die gewünschten Narrative
Dehm nennt dies die „Prostata-Methode": Von innen aushöhlen, während außen die Nerven – sprich: der linke Anschein – erhalten bleiben. Das Meisterwerk dieser Strategie sei es gewesen, Marion Gräfin Dönhoff, die legendäre Chefredakteurin der Zeit, zur informellen Mitarbeiterin des BND zu machen.
Warum Westkünstler schweigen
Aufschlussreich ist auch Dehms Erklärung, warum sich westdeutsche Künstler kaum für den Frieden engagieren, während ostdeutsche Künstler deutlich beständiger sind. Es geht, so Dehm, um puren Opportunismus:
„Wenn da jetzt eine Kampagne liefe gegen den Künstler XY, dann wäre plötzlich zwei Drittel seines Publikums weg. Die Leute würden das nicht tun, weil sie parteipolitisch irgendwo anders engagiert sind, sondern weil sie sagen: Oh, dieser Künstler wird zur heißen Kartoffel."
Das Publikum westdeutscher Künstler sei „in Geiselhaft der Medien" – wer taz, Zeit und Spiegel liest, wendet sich ab, sobald der Lieblingskünstler in diesen Medien negativ dargestellt wird. Ostdeutsche hingegen hätten Russen persönlich kennengelernt und ließen sich nicht so leicht von medialen Feindbildern beeinflussen.
Bargeld, Kontoschließungen und die Lüsternheit des Staates
Ein weiteres Thema, das beide Gesprächspartner umtreibt, ist der zunehmende Zugriff des Staates auf die finanzielle Freiheit der Bürger. Dehm berichtet von einer ganzen Welle an Kontoschließungen:
- Flavio von Witzleben – Journalist, dem das Bankkonto gekündigt wurde
- Die Deutsche Kommunistische Partei – Konto gesperrt
- Siawasch, Paul Brandenburg und viele weitere kritische Stimmen
Es werde ein Klima erzeugt, so Dehm, in dem „jeder kleine Sparkassendirektor glaubt, er ist der Sheriff der besseren Meinung". Die Konsequenz: Wer unbequeme Positionen vertritt, riskiert den Ausschluss vom Bankensystem. Auch die zunehmende Dollar-Schwäche und die damit verbundenen geopolitischen Verschiebungen machen deutlich, wie fragil das aktuelle Finanzsystem ist.
Dehm warnt zudem vor historischen Parallelen: Zweimal in der deutschen Geschichte wurden Bürger gezwungen, ihr Gold zu einem Zwangspreis an den Staat zu verkaufen. Und auch heute arbeite man bereits an Instrumenten, die selbst vergrabenes Gold aufspüren sollen. Ein beunruhigender Gedanke – und ein weiteres Argument dafür, sich jetzt mit dem Thema Vermögensschutz auseinanderzusetzen.
Wer physisches Gold als Krisenvorsorge in Betracht zieht, sollte sich die bewährten Anlagemünzen ansehen: Ob Maple Leaf, Wiener Philharmoniker oder Känguru – diese Münzen sind weltweit anerkannt und jederzeit handelbar. Auch der American Eagle und die Britannia gehören zu den klassischen Anlagemünzen, die in keinem Portfolio fehlen sollten.
Deutschland in der Sackgasse: Bürokratie, Verfall und fehlender Mut
Dehms Analyse des Zustands Deutschlands ist schonungslos. Er beschreibt ein Land, das seine eigenen Stärken systematisch zerstört:
- Eine Bahn, die auf einer „Briefmarke" von 90 Millionen Einwohnern nicht funktioniert
- Eine Telekommunikation, die im internationalen Vergleich zurückfällt
- Ein Mittelstand, der unter Bürokratie erstickt
- Hunderte Milliarden, die in die Ukraine fließen, statt in die eigene Infrastruktur
- Ein Verbieterstaat, der Innovation und Eigenverantwortung systematisch unterdrückt
Besonders bitter: Deutschland hat als dicht besiedeltes Land eigentlich ideale Voraussetzungen für effiziente Infrastruktur. Während Amerikaner für jedes Meeting ins Flugzeug steigen müssen, könnte Deutschland mit funktionierender Bahn und Glasfaser einen enormen Wettbewerbsvorteil haben. Stattdessen werden Handwerker und kleine Unternehmer mit Formularen zugeschüttet, bis sie ihren eigentlichen Job nicht mehr ausüben können.
Die Lösung: Dialog statt Brandmauern
Dehms Lösungsansatz ist so simpel wie radikal: Reden. Miteinander reden. Über alle politischen Gräben hinweg. Wenn die BRICS-Staaten es schaffen, dass die Kommunistische Partei Chinas mit dem iranischen Regime zusammenarbeitet, dann müsse es auch möglich sein, dass BSW und AfD miteinander über Frieden und Wirtschaft sprechen.
Er fordert eine neue Verhandlung der großen Fragen:
- Wie kann eine Wirtschaft aussehen, die den Mittelstand stärkt?
- Wie kann ein starker Staat die Grenzen schützen, ohne in Bürokratismus zu verfallen?
- Wie kann Deutschland aus den Fehlern von Kapitalismus und Sozialismus lernen?
- Wie kann eine Friedensbewegung entstehen, die 200.000 Menschen auf die Straße bringt?
Dehms Vision: Eine Friedenskundgebung, auf der Tino Chrupalla und Oskar Lafontaine gemeinsam für Frieden mit Russland werben. Utopisch? Vielleicht. Aber nicht utopischer als die Vorstellung, dass ein Marxist und ein Edelmetallhändler ein konstruktives Gespräch führen – und genau das ist passiert.
Was dieses Gespräch für Anleger bedeutet
Jenseits der politischen Dimension enthält dieses Gespräch eine klare Botschaft für jeden, der sein Vermögen schützen will. Die Analyse beider Gesprächspartner zeigt:
- Das Fiat-Geldsystem wird zunehmend zur Kriegsfinanzierung missbraucht
- Die BRICS-Staaten bereiten aktiv eine goldgedeckte Alternative vor
- Der Staat greift immer aggressiver auf die finanzielle Freiheit der Bürger zu
- Bargeld und physisches Gold bleiben die letzten Bastionen finanzieller Souveränität
- Die geopolitischen Spannungen werden den Goldpreis langfristig weiter treiben
Wie auch die Entwicklungen rund um Pekings goldene Waschmaschine zeigen, spielt Gold in der neuen geopolitischen Ordnung eine zentrale Rolle. Wer sich jetzt positioniert – sei es mit Goldbarren für größere Investments oder mit Goldmünzen für die flexible Krisenvorsorge – handelt vorausschauend.
Für Sammler und strategische Anleger bieten auch exotischere Münzen wie der China Panda oder die Lunar-Serie interessante Möglichkeiten, das Portfolio zu diversifizieren. Und wer den maximalen Schutz sucht, findet im Gold Krisenschutzpaket XXL eine umfassende Lösung.
Fazit: Wenn Gegensätze sich treffen, entsteht Erkenntnis
Dieses Gespräch ist ein Lehrstück. Nicht weil man allen Positionen Dehms zustimmen muss – das muss man nicht, und Dominik Kettner tut es auch nicht in allen Punkten. Sondern weil es zeigt, dass der offene Dialog die einzige Waffe gegen die zunehmende Spaltung der Gesellschaft ist.
Ein Marxist, der Gold als Wertanlage empfiehlt. Ein Linker, der die AfD gegen den Faschismus-Vorwurf verteidigt. Ein ehemaliger Bundestagsabgeordneter, der die Medien als geheimdienstlich unterwandert beschreibt. Das sind keine Widersprüche – das ist die Realität, wenn man bereit ist, hinter die Kulissen zu schauen.
Die Botschaft für jeden Einzelnen ist klar: Eigenverantwortung übernehmen. Sich nicht auf den Staat verlassen, der seine Bürger zunehmend gängelt statt schützt. Das eigene Vermögen in Werte anlegen, die keine Regierung per Knopfdruck entwerten kann. Und den Mut haben, mit Menschen zu sprechen, die anders denken – denn nur so entstehen die Lösungen, die Deutschland so dringend braucht.
Dehm selbst bringt es am Ende des Gesprächs auf den Punkt: „Bedingungslos den Fakten glauben und sich nicht Fakten zurechtlegen." Ein Satz, der sowohl für die politische Debatte als auch für die persönliche Finanzplanung gilt. Die Fakten sprechen für Gold. Sie sprachen schon immer dafür – seit Tausenden von Jahren.




