Immo Tommy: Von Vodafone-Verkäufer zum Immobilien-Influencer
Es gibt Geschichten, die klingen zu gut, um wahr zu sein – und doch sind sie real. Die Geschichte von Tommy Primoratz, besser bekannt als Immo Tommy, ist eine solche. Vom Vodafone-Verkäufer mit 2.000 Euro Nettogehalt zum einflussreichsten Immobilien-Influencer Europas. Vom Sohn einer kroatischen Gastarbeiterin, der in einem Umfeld aufwuchs, in dem niemand über Vermögensaufbau sprach, zum Mann, der heute Privatbankiers dazu bringt, ihn zum Kaffee einzuladen. Doch hinter dem Erfolg stecken auch Morddrohungen, mediale Hetzkampagnen und die unbequeme Wahrheit, dass in Deutschland Meinungsfreiheit ihre Grenzen hat – zumindest wenn man eine gewisse Reichweite erreicht.
Vom Nichts zum Betongold: Eine Initialzündung namens „Rich Dad Poor Dad"
Wer Tommy Primoratz heute auf der Straße trifft, erkennt ihn sofort. Selfie-Anfragen im Minutentakt, keine 50 Meter ohne Ansprache. Doch vor weniger als einem Jahrzehnt war er ein völlig unbekannter Angestellter – ohne finanziellen Background, ohne Netzwerk, ohne jegliche Bildung in Sachen Vermögensaufbau.
Die Wende kam durch ein Buch: Rich Dad Poor Dad von Robert Kiyosaki. Ein Werk, das auch Kettner-Edelmetalle-Gründer Dominik Kettner als prägend beschreibt. Tommy verschlang es in zwei Tagen – er, der sich selbst als „Nicht-Leser" bezeichnet. Was ihn packte, war die schonungslose Gegenüberstellung zweier Lebensentwürfe: der des armen und der des reichen Vaters.
„Ich habe mich selber in dem Buch gefunden – bei Poor Dad, auf der Seite. Und dann habe ich gesehen, was macht der Rich Dad, welche Empfehlungen gibt's. Da ist mir das erste Mal bewusst geworden: Du kannst Immobilien kaufen, die du selber gar nicht bewohnst. Funktioniert das wirklich?"
Es funktionierte. 2017 kaufte Tommy seine erste Wohnung als Kapitalanlage – eine Ein-Zimmer-Wohnung mit Tiefgaragenstellplatz für 79.000 Euro. Finanziert zu 100 Prozent, die Kaufnebenkosten aus eigener Tasche. Wenige Monate später folgte die zweite, dann die dritte, dann die vierte. Sein Umfeld hielt ihn für verrückt.
Der Irrglaube der Gesellschaft: „Immobilien sind nur für Reiche"
Einer der hartnäckigsten Mythen in Deutschland lautet: Man brauche ein Vermögen, um in Immobilien zu investieren. Tommy widerlegt das mit seiner eigenen Biografie. Mit zweieinhalb bis drei Netto im Monat, einer sauberen Bonität und dem richtigen Objekt sei der Einstieg auch heute noch möglich – selbst bei einem Zinsniveau von rund 4 Prozent.
Die Banken seien zwar kritischer geworden, besonders bei Bestandsimmobilien. Energieeffizienz, Sanierungspläne, Nachhaltigkeit – all das werde heute genau unter die Lupe genommen. Doch die Grundaussage bleibt:
- Eine 100-Prozent-Finanzierung ist bei guter Bonität und passendem Objekt weiterhin möglich
- Selbst eine 107-Prozent-Finanzierung (inklusive Kaufnebenkosten) wird von Banken vergeben
- Der Einstieg beginnt nicht bei Millionenbeträgen, sondern bei überschaubaren Summen
- Professionelle Mietverwaltungen nehmen dem Eigentümer den operativen Aufwand ab
Natürlich: Der Einstieg in Gold ist deutlich niedrigschwelliger. Während man bei Immobilien schnell im sechsstelligen Bereich landet, beginnt der Einstieg in physische Edelmetalle bereits bei wenigen Euro. Wer etwa mit einem Gold Starter-Set beginnt, hat einen greifbaren Sachwert in der Hand – ohne Notar, ohne Bank, ohne Mietverwaltung.
Mut, Vision, Disziplin – die drei Währungen, die kein Geld kosten
Was Tommy von den meisten unterscheidet, ist nicht sein Startkapital. Es ist seine Mentalität. Drei Eigenschaften nennt er als entscheidend für seinen Erfolg:
- Mut – den ersten Schritt zu wagen, obwohl das gesamte Umfeld abrät
- Vision – ein klares Bild davon, wohin die Reise gehen soll
- Disziplin – das Durchhalten, wenn die ersten 50 Videos nur 200 Aufrufe generieren
„Ich war kein besonderer Mensch im Sinne von: Habe ich jetzt irgendeinen finanziellen Background gehabt? Was ich hatte, war Mut, eine Vision und Disziplin. Und das kostet alles übrigens kein Geld."
Diese Erkenntnis ist universell anwendbar – ob beim Aufbau eines Immobilienportfolios, beim Start eines Online-Business oder beim systematischen Vermögensaufbau mit Goldmünzen. Der entscheidende Unterschied zwischen denen, die es schaffen, und denen, die es nicht tun, liegt selten im Startkapital. Er liegt in der Bereitschaft, anzufangen – und durchzuhalten.
Vom TikTok-Tanz zum Millionen-Deal: Wie Social Media alles veränderte
Die Corona-Pandemie war für viele die größte Krise ihres Lebens. Für Tommy wurde sie zur größten Chance. Sein siebenjähriger Sohn brachte ihn auf TikTok – zunächst für Tanz- und Singvideos. Doch Tommy erkannte schnell das Potenzial der Plattform.
Sein erstes Immobilien-Video war denkbar simpel: Er türmte fünf Bücher auf einem kleinen Tisch auf, legte sein Handy darauf und brauchte 40 Versuche für 30 Sekunden Content. Das Ergebnis? 180.000 Aufrufe über Nacht und 5.000 neue Follower.
Die Hook war genial in ihrer Einfachheit: „Wenn du erfahren möchtest, wie ich es geschafft habe, mit 2.000 Euro Netto-Gehalt nicht eine, nicht zwei, nicht drei, sondern vier Immobilien zu kaufen – dann bleib dran." Keine Hochglanzproduktion. Kein Studio. Kein Anzug. Nur ein normaler Typ in seinem Wohnzimmer, der eine Geschichte erzählt, die sich jeder vorstellen konnte.
Authentizität schlägt Perfektion
Was folgte, war ein Paradigmenwechsel in der Immobilienbranche. Wo früher Engel & Völkers-Schaufenster und Maklerbüros mit Krawattenträgern den Ton angaben, verkaufte nun ein Mann in Jogginghose Immobilien über 30-Sekunden-Videos. Zahlreiche Agenturen rieten ihm zur Professionalisierung. Seine Antwort:
„Hey, du bist der Meinung, ich muss mich professionalisieren. Was ist, wenn ich dir sage, dass ich vielleicht deswegen so erfolgreich bin, weil ich es eben genauso mache – und zwar nicht wie alle anderen Mitbewerber da draußen?"
Diese Lektion gilt auch für den Edelmetallmarkt. Dominik Kettner begann seine YouTube-Karriere am Esstisch, nachdem seine Frau ihm sagte, er solle „das mal anderen Leuten erzählen". Heute erreicht der Kanal von Kettner Edelmetalle über 500.000 Abonnenten. Der Anfang war alles andere als perfekt – aber er war authentisch.
Der Sturm: Mediale Attacken, Morddrohungen und die Grenzen der Meinungsfreiheit
Mit wachsender Reichweite wuchsen auch die Angriffsflächen. Was Tommy in den vergangenen 15 Monaten erlebte, liest sich wie ein Thriller – nur dass es sein reales Leben war.
Ein konkurrierender Immobilien-Influencer aus Hamburg, getrieben von Neid über Tommys überlegene Reichweite, initiierte gemeinsam mit Pressevertretern eine koordinierte Kampagne. Das Muster: Man suchte sich gezielt unzufriedene Kunden, ignorierte die zahlreichen zufriedenen, und bastelte daraus eine Story über angeblich betrügerische Geschäfte.
Die Realität sieht anders aus: Ein Immobilienkauf in Deutschland ist kein Spontangeschäft. Es gibt:
- Ausführliche Beratungsgespräche
- Bankprüfungen und Bonitätschecks
- Notartermine mit Beurkundungspflicht
- Gesetzliche Widerrufsfristen
- Grundbucheintragungen
Niemand „drückt auf einen Knopf" und kauft eine Immobilie. Doch die mediale Darstellung suggerierte genau das. Tommy befand sich im Familienurlaub in Kroatien, als die Welt über ihm zusammenbrach. WhatsApp, Anrufe, E-Mails – alles explodierte gleichzeitig. Er versuchte, seine Familie zu schützen, während er selbst Morddrohungen erhielt.
„Ich weiß, wo deine Kinder zur Schule gehen" – solche Nachrichten erreichten ihn. Sein erstes öffentliches Statement entstand im Kofferraum seines Autos, damit die Familie nichts mitbekam. Es war emotional, roh, ungefiltert.
Die unbequeme Wahrheit über Meinungsfreiheit in Deutschland
Was Tommy besonders zu schaffen machte: Er hatte sich zuvor kritisch zu gesellschaftspolitischen Themen geäußert. Themen, die – wie er es formuliert – „systemkritisch" waren. Themen, die vielen Menschen aus der Seele sprachen, aber in bestimmten Kreisen nicht gern gehört wurden.
Die Parallelen zu anderen öffentlichen Personen sind frappierend. Wer eine gewisse Reichweite erreicht und sich kritisch zu Regierung, Geldpolitik oder gesellschaftlichen Entwicklungen äußert, gerät schnell ins Fadenkreuz. Das gilt für Immobilien-Influencer ebenso wie für Edelmetall-Experten, die seit Jahren vor den Folgen der ausufernden Staatsverschuldung und der Geldentwertung durch Zentralbanken warnen.
Nicht umsonst kaufen Zentralbanken weltweit in einem historisch beispiellosen Tempo Gold. Chinas Zentralbank stockt ihre Reserven seit 16 Monaten ununterbrochen auf – ein Signal, das man nicht ignorieren sollte. Und auch Washington sichert sich zunehmend Zugriff auf Goldreserven in Südamerika.
Betongold vs. echtes Gold: Warum beides seinen Platz hat
Tommy nennt Immobilien „Betongold" – und der Vergleich ist nicht zufällig gewählt. Beide Anlageklassen teilen eine fundamentale Eigenschaft: Sie sind reale Sachwerte, die nicht beliebig vermehrbar sind. Doch es gibt entscheidende Unterschiede.
- Einstiegshürde: Immobilien erfordern sechsstellige Summen; Goldbarren gibt es bereits ab wenigen Gramm
- Liquidität: Eine Immobilie zu verkaufen dauert Wochen bis Monate; Gold ist jederzeit handelbar
- Verwaltungsaufwand: Immobilien brauchen Mietverwaltung, Instandhaltung, Versicherungen; Gold liegt im Tresor
- Gegenparteirisiko: Bei Immobilien gibt es Mietnomaden, Leerstand, politische Regulierung; physisches Gold hat kein Gegenparteirisiko
- Portabilität: Eine Immobilie kann man nicht mitnehmen; Gold schon
- Steuerliche Behandlung: Gold ist nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei veräußerbar
Tommy selbst erzählt offen von seiner Erfahrung mit einer Mietnomadin – einer Wohnung, die er bewusst „mit Problem" kaufte, weil sie weit unter Wert angeboten wurde. Die Rechnung ging auf, aber er räumt ein: „Das würde ich keinem Anfänger empfehlen."
Wer solche Risiken scheut, aber dennoch in Sachwerte investieren möchte, findet in physischem Gold eine elegante Alternative. Ob Wiener Philharmoniker, Maple Leaf oder Känguru – die Auswahl an international anerkannten Anlagemünzen ist groß. Und anders als bei Immobilien braucht man weder Notar noch Bank noch Mietverwaltung.
Die Kraft des Anfangens: Warum der erste Schritt der wichtigste ist
Eines der eindrücklichsten Motive im Gespräch zwischen Tommy und Dominik Kettner ist die Parallele ihrer Gründungsgeschichten. Beide starteten aus dem Nichts. Beide hatten kein Netzwerk, keine Mentoren, kein Startkapital. Beide machten einfach – und optimierten auf dem Weg.
„Fang lieber schlecht an, als gar nicht loszulegen. Nicht in diesem ‚Wir brauchen erst 100 Prozent', sondern starte da, wo du bist, und optimier lieber auf dem Weg."
Kettner Edelmetalle wurde 2012 gegründet – im Keller, mit Paketen, die Dominik Kettner selbst packte. Heute gehört das Unternehmen zu den führenden Edelmetallhändlern Europas. Tommy startete mit einem Handy auf einem Bücherstapel. Heute berät sein Team Kunden vom Arbeiter mit 2.500 Euro Netto bis zum CFO einer Bank.
Für Anleger, die ihren ersten Schritt in Richtung Sachwerte machen möchten, bietet sich ein Gold Starterpaket S als unkomplizierter Einstieg an. Wer bereits weiter ist und größere Summen absichern möchte, findet im Gold Krisenschutzpaket M oder dem Gold Krisenschutzpaket XXL umfassende Lösungen.
Der Immobilienmarkt 2026: Chancen im Bestand
Tommy sieht aktuell besondere Chancen im Bestandsmarkt. Deutschland verfehlt sein politisches Ziel von 250.000 neuen Wohnungen pro Jahr regelmäßig und mit Bravour. Doch Neubau ist nicht die einzige Lösung.
Die Möglichkeiten im Bestand sind vielfältig:
- Dachgeschossausbauten: Ungenutzter Raum, der in Wohnungen umgewandelt werden kann
- Erbengemeinschaften: Streitigkeiten unter Erben führen oft zu Verkäufen weit unter Marktwert
- Sanierungsobjekte: Renovierungsbedürftige Immobilien mit enormem Wertsteigerungspotenzial
- Möblierte Vermietung: Besonders in Metropolen wie München mit Quadratmeterpreisen von 7.000 bis 10.000 Euro lukrativ
Gleichzeitig warnt Tommy vor blauäugigem Vorgehen. Seine eigene Anfangsphase beschreibt er rückblickend als „mehr Glück als Verstand". Die Angst vor großen Zahlen sei real – und berechtigt, wenn man ohne Wissen agiert. Professionelle Begleitung, ob durch einen erfahrenen Makler oder eine solide Mietverwaltung, sei unverzichtbar.
Diversifikation als Schlüssel
Was Tommy implizit bestätigt: Kein einzelnes Asset ist die Lösung für alles. Immobilien haben ihre Stärken – Cashflow, Hebelwirkung durch Fremdfinanzierung, Inflationsschutz durch Mietanpassungen. Aber sie haben auch Schwächen: Illiquidität, Verwaltungsaufwand, politisches Risiko durch Mietpreisbremsen und Sanierungspflichten.
Physisches Gold ergänzt diese Schwächen perfekt. Es ist liquide, portabel, steuerlich begünstigt und – vielleicht am wichtigsten – es trägt kein Gegenparteirisiko. Kein Mieter kann ausfallen, keine Regierung kann eine „Goldpreisbremse" einführen, kein Wasserschaden kann den Wert mindern. Münzen wie der American Eagle, die Britannia oder der China Panda sind weltweit anerkannt und jederzeit handelbar.
Wer beobachtet, wie aggressiv Zentralbanken weltweit Gold kaufen, versteht: Die Großen dieser Welt setzen auf das älteste Wertaufbewahrungsmittel der Menschheitsgeschichte. Und sie tun es nicht ohne Grund.
„Lieber sterbe ich, als meinen Mund zu halten"
Der Titel dieses Gesprächs ist kein leeres Pathos. Tommy Primoratz hat erlebt, was es bedeutet, in Deutschland eine unbequeme Meinung zu vertreten. Morddrohungen gegen ihn und seine Familie. Mediale Kampagnen, die seine Existenz bedrohten. Den Verlust von Geschäftspartnern und Mitarbeitern.
Und trotzdem steht er hier. Reduziert auf einen harten Kern von fünf Mitarbeitern – Menschen, die „durch den größten Sturm mitgegangen sind und nicht von seiner Seite gewichen sind". Sein Geschäft läuft weiter. Sein Content erreicht Millionen. Seine Kunden – vom Polizisten über den Steuerfahnder bis zum Richter – kaufen weiterhin Immobilien über sein Netzwerk.
Was bleibt, ist eine Erkenntnis, die weit über den Immobilienmarkt hinausgeht: Eigenverantwortung und finanzielle Unabhängigkeit sind die beste Versicherung gegen die Unwägbarkeiten des Lebens. Ob man diese Unabhängigkeit durch Betongold, durch physisches Gold oder durch beides erreicht – der erste Schritt ist immer derselbe: anfangen.
Und genau das ist vielleicht die wichtigste Botschaft dieses Gesprächs. Nicht die Frage, ob Immobilien oder Edelmetalle die bessere Anlage sind. Sondern die Frage, ob man den Mut hat, überhaupt etwas zu tun. Tommy hatte diesen Mut. Mit 2.000 Euro Netto, ohne Wissen, ohne Netzwerk. Und er hat damit nicht nur sein eigenes Leben verändert, sondern auch das seiner Kinder – genau wie er es sich vorgenommen hatte.
Für alle, die ihren eigenen ersten Schritt in Richtung Sachwerte machen möchten, sei es mit einer Lunar-Goldmünze, einem Krisenschutzpaket S oder dem Entschluss, sich endlich mit dem Thema Vermögensschutz zu beschäftigen: Fangen Sie an. Lieber schlecht als gar nicht. Denn das 51. Video könnte das sein, das alles verändert.
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