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Kettner NOW 03.03.2026 (19:55)
Kettner NOW (Live-Sendung) 03.03.2026: Iran-Krieg, Ölpreis-Schock & Gold
Die Welt steht in Flammen – und Deutschland steht daneben. Was sich in den ersten Märztagen 2026 abspielt, ist eine Eskalation auf mehreren Ebenen gleichzeitig: geopolitisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich. Die koordinierten Luftangriffe der USA und Israels auf den Iran, die offenbare Tötung von Ayatollah Chamenei, 30.000 gestrandete Deutsche im Krisengebiet, explodierende Ölpreise und eine Bundesregierung, die zwischen Hilflosigkeit und Belehrung schwankt. Inmitten dieses Chaos gibt es einen Gewinner, der so alt ist wie die Zivilisation selbst: Gold.
Nahostkrieg: Die Eskalation, die niemand aufhalten kann
Am vergangenen Samstag haben die USA und Israel koordinierte Luftangriffe auf den Iran geflogen. Die Nachricht, dass dabei offenbar auch Ayatollah Chamenei getötet wurde, hat die geopolitische Lage auf einen Schlag verändert. Was folgte, war keine diplomatische Deeskalation, sondern das genaue Gegenteil: geschlossene Lufträume, gestoppte Flüge, blockierte Häfen und eine Region am Rande eines Flächenbrands.
In Deutschland hat die Bundespolizei an Bahnhöfen und Flughäfen die Sicherheitsstufe hochgefahren. Der Verfassungsschutz spricht von einer „hohen abstrakten Gefährdung". Doch wie abstrakt ist eine Gefahr wirklich, wenn CDU-Sicherheitspolitiker Roderich Kiesewetter gleichzeitig warnt, dass in Deutschland noch viele Schläfer der iranischen Revolutionsgarden vermutet werden?
„Sowohl im digitalen Raum als auch auf der Straße wird man diese Eskalation spüren." – Jochen Kopelke, Chef der Polizeigewerkschaft
Diplomatische Einrichtungen, Synagogen, Schulen, militärische Standorte – all das steht auf der Liste möglicher Ziele. Dass jüdische Gemeinden in Deutschland einmal mehr um ihre Sicherheit bangen müssen, ist ein Armutszeugnis für einen Staat, der sich gerne als Bollwerk der Demokratie inszeniert.
30.000 Deutsche sitzen fest – und ein leerer Jumbojet fliegt heim
Rund 30.000 deutsche Urlauber sitzen derzeit im Krisengebiet fest. Geschlossene Lufträume, gestoppte Flüge, Kreuzfahrtschiffe, die in Häfen blockiert werden. Der Reisekonzern TUI hat eine Rückholaktion gestartet, doch TUI-Chef Sebastian Ebel gibt ehrlich zu: Seriös vorhersagen könne man den Zeitrahmen nicht.
Und dann kam die Geschichte, die fassungslos macht. Die Lufthansa hat einen ihrer riesigen Airbus A380 von Dubai nach München geflogen. Dieses Flugzeug fasst über 500 Passagiere. An Bord waren: null. Kein einziger Mensch.
Die Begründung? Es fehlte Kabinenpersonal. Piloten waren da – schließlich musste ja jemand den Flieger nach Hause steuern. Aber Flugbegleiter? Nicht verfügbar. Während Tausende Deutsche verzweifelt an Flughäfen ausharren, donnert ein leerer Riesenflieger über ihre Köpfe hinweg.
Andere Länder haben längst gehandelt:
- USA – Evakuierungsflüge organisiert
- Großbritannien – Rückholaktionen eingeleitet
- Polen – Staatliche Evakuierung gestartet
- Ungarn – Bürger aktiv ausgeflogen
- Deutschland – debattiert
Und Außenminister Wadephul? Der belehrte die Gestrandeten erstmal, es sei ja „nicht ganz unbekannt gewesen", dass eine Reise in den Nahen Osten gefährlich werden könnte. Man fragt sich unwillkürlich: Hätte der Minister denselben Ton angeschlagen, wenn seine eigene Familie in Dubai festsäße?
Ölpreis-Schock: Die Straße von Hormus als Achillesferse der Weltwirtschaft
Die geopolitische Krise trifft Deutschland nicht nur sicherheitspolitisch, sondern direkt an der Zapfsäule. Die Straße von Hormus – jene Meerenge, durch die ein Fünftel des weltweiten Öltransports fließt – droht blockiert zu werden. Über 100 Tanker wurden bereits gestoppt. Der Ölpreis ist am Montag um bis zu 13 Prozent gestiegen.
Die Prognosen sind alarmierend:
- Super E10 könnte auf 2,60 Euro pro Liter klettern
- Diesel droht auf bis zu 2,50 Euro pro Liter zu steigen
- Heizölkunden müssen sich auf drastische Nachzahlungen einstellen
- Die Inflation könnte sich laut CDU-Generalsekretär Linnemann Richtung 4 Prozent verdoppeln
„Wenn der Ölpreis im Sommer auf 100 Dollar steigt, könnte sich die Inflation verdoppeln Richtung 4 Prozent – und die Politik kann dagegen wenig tun." – Carsten Linnemann, CDU-Generalsekretär
Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Der Generalsekretär der Regierungspartei gibt offen zu, dass man machtlos ist. Jahrelang hat man Kernkraftwerke abgeschaltet, sich von fossilen Importen abhängig gemacht, die Energiewende ideologisch statt pragmatisch betrieben. Und jetzt? Jetzt stehen wir da – verwundbar, abhängig und ohne Plan B.
Die Energieabhängigkeit als strategisches Versagen
Was wir gerade erleben, ist kein Naturereignis. Es ist das Ergebnis jahrzehntelanger politischer Fehlentscheidungen. Ein Land, das seine eigene Energieversorgung systematisch demontiert hat, steht in einer geopolitischen Krise nackt da. Die Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten aus instabilen Regionen war immer ein Risiko. Jetzt wird dieses Risiko Realität.
Für Anleger bedeutet das: Inflation ist kein abstraktes Konzept, sondern eine reale Bedrohung für die Kaufkraft. Wer sein Vermögen in Papierwerten hält, die von Zentralbanken beliebig vermehrt werden können, setzt auf ein System, das in Krisenzeiten regelmäßig versagt. Goldmünzen und Goldbarren hingegen kennen keine Druckerpresse.
Steuereinnahmen im freien Fall: Die deutsche Wirtschaft blutet
Während die geopolitische Krise die Schlagzeilen dominiert, liefern die Steuereinnahmen ein Bild, das mindestens ebenso beunruhigend ist. Die Körperschaftsteuer – also die Steuer auf Unternehmensgewinne – ist im Januar um 79,1 Prozent eingebrochen. Nur noch 181 Millionen Euro kamen rein.
Was bedeutet das im Klartext? Die deutschen Unternehmen machen kaum noch Gewinne – oder schreiben sogar Verluste. Seit 2018 schrumpft die deutsche Industrie fast ohne Unterbrechung. Die Gründe sind bekannt:
- Zu hohe Energiekosten – Deutschland hat die höchsten Industriestrompreise Europas
- Erdrückende Bürokratie – jede Investition wird zum Verwaltungsmarathon
- Überregulierung – Auflagen, die Unternehmen in die Flucht treiben
- Fachkräftemangel – bei gleichzeitig hoher Zuwanderung in die Sozialsysteme
Und die Antwort der Regierung? 500 Milliarden Euro Sondervermögen – also Schulden. Obwohl Kanzler Merz im Wahlkampf versprochen hatte, keine neuen Schulden zu machen. Während andere Länder Steuern senken und Bürokratie abbauen, verharrt Deutschland in der Krise. Die Zeche zahlen am Ende die Bürger – durch höhere Preise, weniger Kaufkraft und eine schleichende Enteignung durch Inflation.
Wer sich vor dieser Entwicklung schützen möchte, findet in physischen Edelmetallen einen bewährten Anker. Ein Gold Starter-Set kann der erste Schritt sein, um das eigene Vermögen krisenfest aufzustellen.
Deutschlands digitale Verwundbarkeit: Ein Stromausfall legt halbes Bundesland lahm
Als wäre die geopolitische Lage nicht bedrohlich genug, offenbarte ein Vorfall in Nordrhein-Westfalen die erschreckende digitale Verwundbarkeit Deutschlands. Ein einziger Stromausfall bei dem IT-Dienstleister Regio IT hat am Dienstag das halbe Bundesland lahmgelegt.
Die Folgen waren verheerend:
- Bürgerämter von Aachen bis Soest – stillgelegt
- Zulassungsstellen – dicht
- Führerscheinstellen – offline
- Standesämter – geschlossen
- Ein ganzer Arbeitstag – einfach weg
Thüringens Verfassungsschutzchef Kramer rechnet im Kontext der Nahostkrise mit gezielten Cyberangriffen auf deutsche Infrastruktur – Energieversorger, Wasserwerke, Krankenhäuser. Und jetzt stellen Sie sich vor: Was in NRW ein simpler Stromausfall war, könnte morgen ein koordinierter Angriff sein. Wo sind die Notfallpläne? Wo die Ersatzsysteme?
Estland und Dänemark machen vor, wie digitale Verwaltung funktioniert. Deutschland scheitert schon an der Grundversorgung. In einer solchen Lage wird einmal mehr deutlich, warum physische Werte – Werte, die man anfassen kann, die keinen Strom brauchen und keinen Server – so wichtig sind.
Gold und Silber: Die Krisenwährung liefert ab
Inmitten all dieser Verwerfungen gibt es einen klaren Gewinner. Gold steht aktuell bei 3.440 Euro die Feinunze. Ja, in den letzten 24 Stunden gab es eine kleine Korrektur. Aber der Blick auf den Jahresvergleich spricht Bände: Plus 62 Prozent in 12 Monaten.
In Dollar nähert sich Gold dem Allzeithoch von 3.500 Dollar. Die US-Investmentbank JP Morgan hat ihr Kursziel sogar auf 6.300 Dollar angehoben – eine Zahl, die vor wenigen Jahren noch als absurd gegolten hätte.
Und Silber? 70 Euro die Feinunze. Plus 133 Prozent auf Jahressicht. Das ist eine Verdopplung – und mehr. Wer vor einem Jahr in Edelmetalle investiert hat, kann heute sehr zufrieden sein.
Gold macht genau das, was es in Krisenzeiten immer tut: Es steigt. Seit Jahrtausenden ist es der sichere Hafen, wenn Papierwährungen versagen und Regierungen die Kontrolle verlieren.
Warum die Rally noch lange nicht vorbei sein dürfte
Die Treiber für den Goldpreis sind nicht kurzfristiger Natur. Sie sind strukturell:
- Geopolitische Eskalation – Der Nahostkonflikt ist weit von einer Lösung entfernt
- Inflation – Steigende Energiepreise treiben die Teuerung erneut an
- Staatsverschuldung – 500 Milliarden neue Schulden allein in Deutschland
- Zentralbank-Käufe – Russland und andere Staaten setzen massiv auf Gold
- Vertrauensverlust – Das Vertrauen in Papierwährungen und politische Institutionen erodiert
Wer jetzt über einen Einstieg nachdenkt, findet bei klassischen Anlagemünzen wie dem Maple Leaf, dem Wiener Philharmoniker oder dem Känguru bewährte und weltweit anerkannte Produkte. Für größere Investments bieten sich Krisenschutzpakete an, die eine sinnvolle Stückelung verschiedener Münzgrößen enthalten.
Demokratie unter Druck: Markt abgesagt wegen AfD-Stand
Abseits der großen Krisen gibt es Entwicklungen, die zeigen, wie es um den Zustand unserer Demokratie bestellt ist. Im baden-württembergischen Mulfingen hat ein Ortsvorsteher kurzerhand den gesamten Monatsmarkt abgesagt. Der Grund: Die AfD hatte einen Infostand angemeldet.
Weil man einer zugelassenen Partei auf öffentlichem Grund keinen Stand verbieten kann, hat man einfach die ganze Veranstaltung gestrichen. Die Begründung: Der Markt sei „keine Plattform für die Ziele der AfD". Dass auch die Grünen einen Stand angemeldet hatten? Geschenkt. Dass Marktbeschicker um ihren Umsatz gebracht werden? Egal.
Egal wie man zur AfD steht – wenn ein Amtsträger einen Markt absagt, nur weil ihm eine zugelassene Partei nicht passt, dann haben wir ein demokratisches Problem. Und das geht uns alle an. Ähnliche Tendenzen zeigen sich auch bei anderen Themen, wie etwa der Diskussion um Deutschlandfahnen als Ordnungswidrigkeit.
Baumhäuser gegen die Wohnungskrise – Satire oder Realität?
Zum Schluss noch etwas, das wie ein Witz klingt, aber keiner ist. In Freiburg bewirbt sich eine Kandidatin ums Amt der Oberbürgermeisterin. Ihr Konzept gegen die Wohnungskrise? Baumhäuser. Im Stadtwald. Mit Gemeinschaftsduschen und Gemeinschaftstoiletten. Wie ein Campingplatz – nur in den Bäumen.
Deutschland war mal das Land der Ingenieure, der Dichter und Denker, der Weltmarktführer. Heute diskutieren wir Baumhäuser als Wohnkonzept. Mehr muss man dazu eigentlich nicht sagen. Es ist symptomatisch für ein Land, das den Bezug zur Realität verloren hat.
Was Anleger jetzt wissen müssen
Die aktuelle Lage verdichtet sich zu einem Bild, das für Edelmetalle so bullisch ist wie selten zuvor. Geopolitische Eskalation, steigende Energiepreise, galoppierende Staatsverschuldung, brechende Steuereinnahmen und eine Regierung, die offen zugibt, machtlos zu sein – das sind die Zutaten für eine Fortsetzung der Gold- und Silber-Rally.
Die wichtigsten Eckdaten im Überblick:
- Gold: 3.440 € / Feinunze – +62 % auf Jahressicht
- Silber: 70 € / Feinunze – +133 % auf Jahressicht
- JP Morgan Kursziel Gold: 6.300 USD
- Ölpreis: +13 % an einem Tag
- Körperschaftsteuer: -79,1 % im Januar
- Drohende Inflation: bis zu 4 %
Ob American Eagle, Britannia, China Panda oder Lunar-Serie – die Auswahl an erstklassigen Anlagemünzen ist groß. Für Einsteiger bietet sich das Gold Starterpaket S an, während erfahrene Anleger mit dem Gold Krisenschutzpaket XXL eine umfassende Absicherung aufbauen können.
Eines steht fest: In einer Welt, in der Regierungen ihre Machtlosigkeit eingestehen, Lufträume geschlossen werden und ein einziger Stromausfall halbe Bundesländer lahmlegt, ist physisches Gold kein Luxus – es ist Selbstverteidigung. Die älteste Währung der Menschheitsgeschichte hat alle Krisen, alle Kriege und alle gescheiterten Papierwährungen überlebt. Und sie wird auch diese überleben.
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Kettner NOW 03.03.2026 (19:55)
