Bronze Groß Follis Kaiser Galerius (293-305 n. Chr. | Zeitalter der Tetrarchie)

Wichtiger Hinweis: Aufgrund zollrechtlicher Bestimmungen können wir dieses Produkt derzeit nur an Lieferadressen innerhalb der EU versenden.
Sie haben die Möglichkeit, das Produkt in unserem deutschen Onlineshop zu bestellen. Dabei kann Ihre Rechnungsadresse in der Schweiz sein, die Lieferadresse muss sich jedoch in einem EU-Land wie z.B. Deutschland befinden.
Zum deutschen OnlineshopOriginale Bronzemünze des Kaisers Galerius – echtes Umlaufgeld aus der Zeit der Tetrarchie
Ca. 27 mm groß, mit gewachsener Patina – jedes Exemplar ein historisches Unikat
Perfekter Einstieg in die antike Numismatik und ein Sachwert mit Geschichte
Über 1.700 Jahre Geschichte: Originales Zahlungsmittel aus der Tetrarchie – echtes Umlaufgeld des Kaisers Galerius, kein modernes Serienprodukt von der Stange
Sammlerstück mit Charakter: Ca. 27 mm Durchmesser, kräftiges Kaiserporträt und gewachsene Patina – jedes Exemplar ein Unikat mit eigener Münzstätte und Variante
Sachwert gegen Geldentwertung: Das Römische Reich verging, seine Münzen blieben – ein historisches Mahnmal für alle, die auf physische Werte setzen
Persönliche Beratung
Lassen Sie sich jetzt von einem unserer Edelmetall-Experten kostenfrei beraten - wir freuen uns auf Ihren Anruf!
Bronze Groß Follis Kaiser Galerius – Originalmünze aus dem Zeitalter der Tetrarchie
Ein Stück Weltgeschichte, das in die Handfläche passt. Der Groß Follis des Kaisers Galerius stammt aus jener außergewöhnlichen Epoche, in der das Römische Reich von vier Herrschern zugleich regiert wurde. Geprägt im Umfeld der großen Münzreform Diokletians, war diese Bronzemünze echtes Zahlungsmittel – kein modernes Sammlerprodukt von der Stange, sondern Geld, das über Marktplätze, Kasernenhöfe und Handelsstraßen der Spätantike wanderte. Rund 27 Millimeter Durchmesser, ein Rohgewicht von etwa 10 Gramm, dazu eine gewachsene, dunkle Patina: Antike zum Anfassen.
Galerius – vom Hirtensohn zum Kaiser des Ostens
Gaius Galerius Valerius Maximianus war einer der prägenden Männer der Spätantike. Am 1. März 293 erhob ihn Diokletian zum Caesar; 305 stieg er zum Augustus des Ostens auf und regierte bis zu seinem Tod im Mai 311. Seine Herkunft war bescheiden – der Beiname „Armentarius“, Hirte, begleitete ihn zeitlebens. Sein Hof lag in Thessaloniki, wo der Galeriusbogen bis heute von seinen Triumphen erzählt. Militärisch machte er vor allem gegen die Sasaniden von sich reden: 298 schlug er den Perserkönig Narseh bei Satala. Am Ende seines Lebens beendete er mit dem Toleranzedikt von Nikomedia die Christenverfolgungen im Osten des Imperiums.
Was war die Tetrarchie?
Diokletian verteilte die Last des Riesenreichs auf vier Schultern: zwei ranghöhere Augusti und zwei nachgeordnete Caesares. Diokletian und Galerius im Osten, Maximian und Constantius Chlorus im Westen. Jeder Herrscher verfügte über eigenes Heer, eigene Verwaltung und eigene Münzstätten – und dennoch blieb das Imperium formal eine Einheit. Münzen wie dieser Follis waren dabei beides zugleich: Wirtschaftsgut und Staatspropaganda.
Der Follis – die römische Antwort auf die Geldentwertung
Um 294 führte Diokletian den Follis (Plural: Folles) ein, um Münzverschlechterung und galoppierender Inflation der Reichskrise entgegenzuwirken. Er wurde zur wichtigsten neuen Kupfermünze des Reiches. Numismatiker gehen davon aus, dass das Nominal ursprünglich schlicht Nummus hieß; der Begriff Follis – lateinisch für „Geldbeutel“ – setzte sich erst deutlich später durch. Ausgebracht wurde die Münze zu 1/32 eines römischen Pfundes, also rund 10 Gramm, aus Bronze mit einem hauchdünnen Überzug aus Silber. Bei Einführung lag der Wert bei 12,5 Rechnungsdenaren; mit der Währungsreform vom 1. September 301 wurde er auf 25 aufgewertet. Ein Lehrstück darüber, wie schnell staatliches Geld an Kaufkraft verlieren kann.
Motiv: Der Genius des römischen Volkes
Die Vorderseite zeigt das kraftvolle Kaiserporträt mit Lorbeerkranz im Profil nach rechts, umlaufend die lateinische Titulatur – je nach Prägephase als Caesar oder als Augustus. Die Rückseite trägt die klassische Tetrarchen-Legende GENIO POPVLI ROMANI, „dem Genius des römischen Volkes“. Dargestellt ist der Genius als stehende männliche Gestalt nach links, mit Modius auf dem Kopf, der Opferschale (Patera) in der Rechten und dem Füllhorn im linken Arm. Im Abschnitt sitzt das Münzstättenzeichen. Trier, Rom, Siscia, Heraclea, Nikomedia, Antiochia, Thessaloniki oder Alexandria – die Auswahl möglicher Prägeorte ist groß, und genau darin liegt für viele Sammler der besondere Reiz.
Die Eckdaten auf einen Blick
- Nennwert: Follis
- Material: Bronze (antike Legierung, ursprünglich mit Silbersud)
- Durchmesser: ca. 27 mm
- Rohgewicht: 10 g
- Prägejahr, Münzstätte und Rückseitenvariante: divers
- Ursprungs- und Herkunftsland: Römisches Reich
- Zustand: Umlaufware (gebraucht), Erhaltungsgrad divers
- Serie: Geschichte
- Anlagetyp: Münze | Anlagezweck: Sammlerprodukt
Erhaltung: Gebrauchsspuren als Charakterzug
Die Stücke sind gelaufenes Zahlungsmittel und tragen entsprechende Spuren: dunklere Patina, individuelle Zentrierung, Kerben, Abnutzungen und teils schwächere Legendenpartien. Genau das macht den Reiz aus. Da Prägejahr, Münzstätte und Rückseitenvariante divers sein können, unterscheidet sich das gelieferte Exemplar von der Abbildung – Sie erhalten ein Original, kein Serienprodukt. Bitte haben Sie daher Verständnis, dass die Abbildung im Shop ein Beispiel darstellt und von dem gelieferten Artikel aufgrund historischer Umstände hinsichtlich Optik und Erhaltung individuell abweichen kann.
Jede Kerbe, jede abgegriffene Stelle erzählt von Händen, die vor mehr als 1.700 Jahren damit Brot, Wein oder Soldrationen bezahlt haben.
Für Sammler und Anleger
Antike Münzen sind ein eigener Kosmos – und dieser Follis ist ein hervorragender Einstieg. Wer bislang moderne Prägungen sammelt, betritt hier die Numismatik der Spätantike zu einem Nominal, das im Vergleich zum goldenen Aureus oder zum silbernen Argenteus wesentlich zugänglicher ist. Fortgeschrittene reizt die Variantenvielfalt: jede Münzstätte, jede Offizin, jede Legendenform ein eigenes Kapitel. Und wer mag, stellt die vier Tetrarchen nebeneinander und macht aus einzelnen Münzen eine kleine Erzählung über Macht, Ordnung und Zerfall.
Edelmetalle begleiten die Menschheit seit Jahrtausenden. Gold ist die älteste Währung der Welt und hat jede Papierwährung überdauert – ein Gedanke, der beim Blick auf diesen Follis besonders greifbar wird: Das Römische Reich ist untergegangen, seine Münzen sind geblieben. Wer physische Werte als Inflationsschutz und als Krisenschutz aufbaut, hält mit einem solchen Stück zugleich ein historisches Mahnmal gegen Geldentwertung in der Hand.
Vergleich: Follis, Antoninian und Denar
- Follis (ab 294): großes Modul, kräftiges Relief, klare tetrarchische Bildsprache – optisch das eindrucksvollste Bronzenominal der Spätantike. Nachteil: Der Silbersud ist an gelaufenen Stücken meist nur noch in Resten erhalten.
- Antoninian (3. Jahrhundert): kleiner und leichter, häufig mit Strahlenkrone. Günstig im Einstieg, aber weniger imposant in der Wirkung.
- Denar: das klassische Silbernominal der frühen und hohen Kaiserzeit, deutlich kleiner im Durchmesser, dafür mit höherem Edelmetallbezug.
Der Groß Follis punktet vor allem mit Größe und Porträtwirkung. Ein historisches Original, das sich in Kapsel, Sammlerrahmen oder Vitrine wunderbar präsentieren lässt – und beim nächsten Besuch garantiert Gesprächsstoff liefert.
Produktdarstellung kann vom Endprodukt abweichen.






