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Gold Solidus Kaiser Heraklius (610-664 n. Chr. | Oströmisches Reich)

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  • checkmark greenOriginaler Gold Solidus des Kaisers Heraclius – echtes Zahlungsmittel aus dem 7. Jahrhundert
  • checkmark greenRund 4,41 g Feingold, handgeprägtes Unikat mit 23 bis 23,5 Karat und Echtheitszertifikat
  • checkmark greenSachwert mit Geschichte: Inflations- und Krisenschutz zum Vererben, versichert geliefert
Artikel-Nr: 2260655
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BeschreibungTechnische Daten

Solidus des Kaisers Heraclius – 1.400 Jahre Weltgeschichte in einer Hand

  • Motiv: Der Avers zeigt das eindrucksvolle Doppelporträt: Kaiser Heraclius mit langem Vollbart, an seiner Seite der jüngere Mitregent Heraclius Constantinus (Konstantin III.), beide gekrönt, zwischen den Häuptern ein Kreuz. Der Revers trägt das Stufenkreuz auf drei Stufen, die Siegesformel VICTORIA AVGU und darunter das berühmte Kürzel CONOB. Von Hand geschlagen – jedes Exemplar zeigt eigene Prägecharakteristik, leichte Dezentrierungen und individuelle Schrötlingsformen.

  • Material und Feinheit: Gold in spätantiker Höchstqualität. Solidi dieser Epoche wurden über Jahrhunderte konstant mit rund 955 bis 980 Tausendsteln ausgebracht, also etwa 23 bis 23,5 Karat. Rohgewicht 4,5 g, Feingewicht ca. 4,41 g – die Feinheit variiert je nach Prägung.

  • Hersteller: Diverse kaiserliche Münzstätten des Oströmischen Reiches. Das größte Prägevolumen entfiel auf Konstantinopel; daneben arbeiteten Offizinen etwa in Alexandria, Karthago und Ravenna.

  • Weitere Daten: Durchmesser 20 mm, Nennwert Solidus, Prägejahre divers, Ursprungsland Oströmisches Reich (Byzanz).

  • Erhaltung: Umlaufware, bankenüblich – geliefert mit Echtheitszertifikat.

Diese Münze war Geld, als Europa noch aus Trümmern und Aufbrüchen bestand. Sie wanderte durch Hände von Kaufleuten, Soldaten und Steuereintreibern, überstand Reiche, Belagerungen und Dynastien – und liegt heute in Ihrer Hand. Genau darin liegt der Reiz: Ein Gold Solidus aus Byzanz ist kein modernes Sammlerprodukt, sondern originales Zahlungsmittel aus dem 7. Jahrhundert.

Der Solidus: die härteste Währung der Spätantike

Eingeführt wurde der Solidus im Jahr 309 von Konstantin dem Großen, zunächst in Trier, als Ersatz für den entwerteten Aureus. Sein Gewicht entsprach 1/72 des römischen Pfunds, also rund 4,5 Gramm; der Durchmesser lag bei etwa 20 mm. Was folgte, ist in der Geldgeschichte beispiellos: Über tausend Jahre blieb dieses Nominal – später als Histamenon und Hyperpyron – im Umlauf. Historiker nennen den Solidus nicht ohne Grund den „Euro des Mittelalters“.

  • CONOB: keine reine Münzstättenangabe, sondern eine Qualitätsgarantie – „der rechte Standard von Konstantinopel“, wobei OB für obryzon, also durch Feuerprobe gereinigtes Gold, steht.

  • Wortgeschichte: Von dieser Münze leiten sich Sold, Söldner und Soldat ab. Wer im byzantinischen Heer diente, wurde in Solidi bezahlt.

  • Kaufkraft: Der Jahressold eines römischen Soldaten lag im 5. und 6. Jahrhundert bei rund vier bis fünf Solidi – ein einzelnes Goldstück besaß enormen Gegenwert.

  • Wertverhältnis: Ein Solidus entsprach 24 Siliquae, den Silbermünzen der Spätantike – die Basis unseres heutigen Karat-Begriffs.

  • Erhaltung: Die Stücke sind gelaufenes Zahlungsmittel und tragen entsprechende Spuren: dunklere Patina, individuelle Zentrierung, Kerben, Abnutzungen und teils schwächere Legendenpartien. Genau das macht den Reiz aus. Da Prägejahr, Münzstätte und Rückseitenvariante divers sind, unterscheidet sich das gelieferte Exemplar von der Abbildung – Sie erhalten ein Original, kein Serienprodukt. Bitte haben Sie daher Verständnis, dass die Abbildung im Shop ein Beispiel darstellt und von dem gelieferten Artikel aufgrund historischer Umstände hinsichtlich Optik und Erhaltung individuell abweichen kann.

Kaiser Heraclius – der letzte Herrscher der Antike

Flavius Heraclius, griechisch Herakleios, regierte von 610 bis 641 n. Chr. Er übernahm ein Byzantinisches Reich am Abgrund: Perser im Osten, Awaren und Slawen im Norden, leere Kassen in Konstantinopel. Heraclius reformierte Verwaltung und Heer, führte einen zermürbenden Perserkrieg zum Sieg und brachte die Reliquie des Wahren Kreuzes nach Jerusalem zurück. Unter ihm wurde Griechisch zur Reichssprache – Historiker sehen in ihm zugleich den letzten Kaiser der Spätantike und den ersten Herrscher des mittelbyzantinischen Reiches. Das Doppelporträt mit seinem Sohn Heraclius Constantine auf dem Avers ist politische Kommunikation in Reinform: dynastische Kontinuität, gemünzt in Gold.

Silber im Schatten des Goldes

Interessant für Kenner: Ausgerechnet unter Heraclius erlebte auch das weiße Metall eine Renaissance. Um 615 ließ er das silberne Hexagramm prägen, das die Anrufung Deus adiuta Romanis trug – „Gott, hilf den Römern“. Silber diente über Jahrtausende als Münzmetall, als Tauschmittel im kleinen Alltagsgeschäft und als Symbol für Reichtum. Es besitzt einen inneren Wert, wird industriell in Elektronik, Solar- und Medizintechnik stark nachgefragt und ist bei begrenztem Angebot langlebig, liquide und weltweit handelbar. Beide Metalle ergänzen sich im Depot hervorragend – gerade als Absicherung gegen Währungsinstabilität. Steuerlich gilt für physische Edelmetalle im Privatvermögen: Nach einer Haltefrist von mindestens einem Jahr sind Veräußerungsgewinne grundsätzlich steuerfrei (keine Steuerberatung).

Für Sammler und Anleger: Substanz mit Geschichte

Antike Prägungen sprechen zwei Sammlerherzen an. Numismatiker schätzen Motivvarianten, Offizin-Buchstaben und Stilunterschiede zwischen Konstantinopel und den Provinzmünzstätten. Wer dagegen auf Substanz setzt, erhält knapp 4,41 Gramm Feingold in einer Form, die es kein zweites Mal geben wird – denn die Prägestempel dieser Epoche sind seit über einem Jahrtausend verloren. Im Vergleich zu modernen Goldmünzen wie Krügerrand oder Maple Leaf liegt der Aufpreis höher, weil hier historische Seltenheit hinzukommt; dafür ist der Bestand endgültig begrenzt und wächst nie wieder nach. Anlagemünzen der Gegenwart punkten mit engen Spreads, der Solidus mit Aura und numismatischer Tiefe. Viele Käufer kombinieren beides.

Gold ist die älteste Währung der Menschheit – es hat jede Papierwährung überlebt, die je gegen es antrat. Der Solidus ist der lebende Beweis: Sein Metall ist heute noch genau das wert, was Metall wert ist.

Als Inflationsschutz und als greifbarer Krisenschutz hat physisches Edelmetall seine Rolle über Jahrhunderte behauptet. Ein Solidus vereint diesen Werterhalt mit einem Stück Kulturgeschichte, das sich vererben lässt – von Generation zu Generation, ganz ohne Gegenparteirisiko.

Lieferung und Zustand

  • Original antike Umlaufware: Umlaufspuren, Kratzer und Randunregelmäßigkeiten sind typisch und Teil der Authentizität.

  • Motiv, Prägejahr, Münzstätte und exakte Feinheit variieren – Sie erhalten ein Exemplar aus dem Typenkreis des Kaisers Heraclius.

  • Inklusive Echtheitszertifikat, Versand als versicherter Werteversand.

Produktdarstellung kann vom Endprodukt abweichen.

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