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Kettner Edelmetalle

Silber Antoninian Kaiser Valerian I. (253-260 n. Chr. | Der Kaiser in persischer Gefangenschaft)

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  • checkmark greenOriginaler Antoninian Valerians I. – der Kaiser, der als Einziger in Feindeshand fiel
  • checkmark greenCa. 3,47 g antikes Silber, handgeprägt vor über 1.700 Jahren – jedes Stück ein Unikat
  • checkmark greenEchter Sachwert mit Sammlerreiz – 100 % versichert und anonym geliefert
Artikel-Nr: 2260701
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BeschreibungTechnische Daten

Silber Antoninian Valerian I. – als der Kaiser von Rom zum Gefangenen wurde

Kaum eine antike Münze erzählt eine dramatischere Geschichte als der Antoninian des Publius Licinius Valerianus. Sie erhalten hier ein originales, im Römischen Reich umgelaufenes Zahlungsmittel aus Silber – geprägt zwischen 253 und 260 n. Chr., in einer Epoche, in der das Imperium an allen Fronten wankte. Rund 3,47 g Rohgewicht, 21–23 mm Durchmesser, von Hand mit Stempel und Hammer geschlagen. Und ein Porträt, das den einzigen römischen Kaiser zeigt, der jemals lebend in die Hand eines auswärtigen Feindes fiel.

Der Antoninian: Leitmünze einer erschütterten Weltmacht

Eingeführt wurde der Antoninianus um 214/215 n. Chr. unter Caracalla. Dessen eigentlicher Name – Marcus Aurelius Antoninus – gab der Münze ihre heute übliche Bezeichnung; der antike Name ist nicht überliefert. Nominell galt das Stück zwei Denare, nach dem Silberfeingehalt entsprach es von Anfang an jedoch nur etwa anderthalb. Erkennungszeichen ist die Strahlenkrone auf dem Haupt des Kaisers, das antike Signal für ein Doppelstück.

Im 3. Jahrhundert stieg der Antoninian zur meistgeprägten Münze der römischen Kaiserzeit auf – und wurde zugleich zum Spiegel einer galoppierenden Inflation. Der Silberanteil der Reichsprägung sank zwischen 194 und 260 n. Chr. von knapp 50 Prozent auf unter zehn Prozent. Gegen 258 schwand der Silbergehalt in den Prägungen Valerians und seines Sohnes Gallienus besonders deutlich; viele Stücke zeigen einen sichtbar hohen Kupferanteil. Genau deshalb ist die Feinheit hier divers und nicht auf eine einzelne Zahl festzuschreiben. Ein numismatischer Fingerabdruck der Krise – kein Mangel, sondern Teil der Erzählung.

Die Eckdaten auf einen Blick

  • Nennwert: Antoninian
  • Edelmetall: Silber, Feinheit divers (antike Legierung)
  • Rohgewicht: ca. 3,47 g
  • Durchmesser: 21–23 mm
  • Prägeherr: Valerian I. (253–260 n. Chr.)
  • Land / Ursprungsland: Römisches Reich
  • Prägejahr & Prägestätte: divers – überliefert sind u. a. Rom, Antiochia am Orontes und Samosata
  • Zustand: Umlaufware, Erhaltungsgrad divers
  • Serie: Geschichte
  • Versand: als Werteversand

Vorderseite und Rückseite: Propaganda in Silber

Die Vorderseite zeigt die drapierte und gepanzerte Büste Valerians nach rechts, bekrönt von der Strahlenkrone. Die Umschrift lautet in der klassischen Form IMP C P LIC VALERIANVS P F AVG – Imperator Caesar Publius Licinius Valerianus Pius Felix Augustus, „der Fromme, der Glückliche". Ein Titel, der Frömmigkeit und Fortuna beschwor, während das Reich an seinen Rändern brannte.

Auf der Rückseite begegnet uns häufig der Typ PIETAS AVGG: Valerian und sein Mitkaiser Gallienus stehen sich gegenüber und opfern gemeinsam an einem Altar. Die verdoppelte Endung „AVGG" steht für zwei Augusti – die Botschaft an Heer und Provinzen war eindeutig: Das Kaiserhaus ist einig, die Götter stehen zu Rom. Andere Reverse derselben Regierungszeit zeigen Sol mit der Umschrift ORIENS AVGG, Apollo an der Lyra, die Annona oder die Fides Militum. Welche Variante in Ihre Münzsammlung wandert, ist Teil des Reizes.

Edessa 260 – das Ereignis, das die antike Welt erschütterte

Valerian kam 253 durch die Legionen an die Macht, erhob Gallienus zum gleichberechtigten Mitkaiser und teilte die Aufgaben regional auf: der Sohn nahm den Westen, der Vater den Osten. Dort war mit dem Sassanidenreich unter Großkönig Schapur I. ein Gegner erwachsen, der Roms Anspruch auf Weltherrschaft offen bestritt. Die syrische Metropole Antiochia war bereits geplündert worden. Im Frühsommer 260 zog Valerian mit einem angeblich 70.000 Mann starken Heer in die Ebene zwischen Carrhae und der Stadt Edessa in Nordmesopotamien. Die persischen Panzerreiter zerschlugen das römische Aufgebot – und der Kaiser selbst geriet in Gefangenschaft.

Es blieb der einzige Fall in der Geschichte Roms, dass ein amtierender Kaiser lebend in die Hand eines auswärtigen Feindes fiel. Schapur ließ den Triumph in Stein schlagen: Auf dem Felsrelief von Naqsch-e Rostam bei Persepolis kniet der Purpurträger vor dem König der Könige.

Valerian starb in persischer Gefangenschaft, Gallienus übernahm die Alleinherrschaft. Wer heute einen solchen Antoninian in der Hand hält, hält Geld aus genau diesen Jahren – ausgegeben, um Vertrauen zu erzeugen, das die Ereignisse längst überholt hatten. Zeitgeschichte zum Anfassen, und das für einen Bruchteil dessen, was ein vergleichbarer Aureus in Gold verlangt.

Erhaltung: gelaufenes Geld mit Charakter

Die Stücke sind gelaufenes Zahlungsmittel und tragen entsprechende Spuren: dunklere Patina, individuelle Zentrierung, Kerben, Abnutzungen und teils schwächere Legendenpartien. Genau das macht den Reiz aus. Da Prägejahr, Münzstätte und Rückseitenvariante divers sein können, unterscheidet sich das gelieferte Exemplar von der Abbildung – Sie erhalten ein Original, kein Serienprodukt. Bitte haben Sie daher Verständnis, dass die Abbildung im Shop ein Beispiel darstellt und von dem gelieferten Artikel aufgrund historischer Umstände hinsichtlich Optik und Erhaltung individuell abweichen kann.

Warum antike Silbermünzen in keiner Sammlung fehlen sollten

Silber ist seit Jahrtausenden Münzmetall, Handelsmedium und Wertaufbewahrungsmittel – der Antoninian ist ein besonders sprechendes Zeugnis dafür. Wer in Silbermünzen denkt, schätzt am weißen Metall zudem seine handfesten Eigenschaften:

  • Sachwert statt Versprechen: Anders als Fiat-Geld, das vom Vertrauen in Institutionen lebt, besitzt Silber einen inneren Wert aus seinen physischen Eigenschaften.
  • Industrielle Nachfrage: Elektronik, Solar- und Medizintechnik benötigen Silber – bei begrenzter Verfügbarkeit und begrenztem Angebot.
  • Teilbarkeit und Liquidität: Silber lässt sich in kleinen Einheiten tauschen und wird weltweit als Rohstoff gehandelt.
  • Langlebigkeit: Ein rund 1.700 Jahre alter Antoninian führt eindrucksvoll vor Augen, wie dauerhaft dieses Metall ist.
  • Bekannter Inflationsschutz: In Zeiten schwindender Kaufkraft rücken Edelmetalle traditionell in den Fokus.
  • Substanz für den Krisenschutz: Physische Ware, die man besitzt – nicht bloß verbucht.

Steuerlich gilt für physisches Silber in Deutschland: Gewinne aus dem Verkauf sind grundsätzlich steuerfrei, sofern die Haltefrist von mindestens einem Jahr eingehalten wird. Und wie beim Gold – der ältesten Währung der Menschheit, die alle anderen überlebt hat – steht auch beim Silber der Gedanke des Werterhalts über Generationen im Vordergrund.

Antoninian, Denar oder moderne Anlagemünze?

Ein Vergleich lohnt sich. Der ältere Denar, etwa eines Septimius Severus, ist feiner im Silber und meist schärfer ausgeprägt, kostet in guter Erhaltung jedoch deutlich mehr. Der spätere Follis aus der Zeit Diokletians – jener Münzreform, die den Antoninian am Ende des 3. Jahrhunderts ablöste – ist größer, aber nur noch versilbert. Und moderne Anlageprägungen liefern mit 999er Feinsilber die klare Gewichtskalkulation, die einem antiken Stück naturgemäß fehlt.

Der Antoninian Valerians spielt in einer eigenen Liga: echter Silbergehalt, ein historischer Moment von Weltrang und eine Seltenheit, die keine Prägeanstalt nachliefern kann. Ein idealer Einstieg in die Numismatik der Soldatenkaiser – und ein Sammlerstück, dessen Geschichte sich beim Erzählen nie erschöpft.

Produktdarstellung kann vom Endprodukt abweichen.

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