Silber Fürstengroschen Balthasar von Thüringen (1381-1407 | Ritter im 100-jährigen Krieg)

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Zum deutschen OnlineshopEchter, handgehämmerter Silbergroschen des Ritters Balthasar von Thüringen – über 600 Jahre alte Originalprägung
Prägung endete 1406 mit dem Tod des Landgrafen – seltenes Zeitfenster, das Sammlerherzen höherschlagen lässt
Historischer Sachwert in Silber: Geschichte, Seltenheit und solider Krisenschutz in einem Stück vereint
Echtes Mittelalter-Original: Handgehämmerter Silbergroschen des Ritters Balthasar von Thüringen, geprägt ab 1393 – keine Nachprägung, sondern über 600 Jahre alte Geschichte zum Anfassen
Streng begrenztes Zeitfenster: Die Prägung endete 1406 mit Balthasars Tod auf der Wartburg – ein seltener Typ der meißnisch-sächsischen Groschenzeit mit enormer Sammlerfaszination
Sachwert mit Erzählkraft: Silber als jahrtausendealtes Münzmetall verbindet hier Numismatik mit echtem Krisen- und Inflationsschutz – nach einem Jahr Haltefrist steuerfrei veräußerbar
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Silber Fürstengroschen Balthasar von Thüringen – Handgeld eines Ritters aus dem Hundertjährigen Krieg
Ein kleines, unregelmäßig gehämmertes Rund aus Silber, kaum größer als ein Zwei-Euro-Stück – und doch ein Zeitzeuge aus dem Spätmittelalter. Der Fürstengroschen des Landgrafen Balthasar von Thüringen wurde ab 1393 geschlagen, in der Landesmünzstätte Freiberg und in der eigens dafür errichteten Münzstätte Sangerhausen. Sie erhalten keine moderne Nachprägung und keine Medaille, sondern ein echtes Zahlungsmittel aus dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, das über sechs Jahrhunderte überdauert hat.
Der Münzherr: ein Wettiner, der 1369 zum Ritter geschlagen wurde
Balthasar von Wettin, geboren 1336 in Weißenfels, war kein Fürst am Schreibpult. Er zog an der Seite des englischen Königs Eduard III. in den Hundertjährigen Krieg und wurde 1369 zum Ritter geschlagen. Nach der Chemnitzer Teilung von 1382 erhielt er die Landgrafschaft Thüringen, zuvor war er Markgraf von Meißen gewesen. 1391 ließ er die Münzstätte Sangerhausen errichten – ihre Groschen waren die ersten, die außerhalb der Landesmünzstätte Freiberg entstanden, gespeist vom Silber des Harzer Bergbaus. Als Balthasar 1406 auf der Wartburg starb, endete die Prägung der Fürstengroschen, und die Sangerhäuser Münze wurde geschlossen. Genau das macht diesen Typ der meißnisch-sächsischen Groschenzeit für Sammler so reizvoll: ein klar begrenztes Zeitfenster, gebunden an das Leben eines einzigen Mannes.
Münzbild und Legende: Lilienkreuz, Meißner Löwe und das geheimnisvolle „b“
- Vorderseite: Lilienkreuz im Vierpass; in den äußeren Winkeln stehen die Buchstaben des Wortes CRVX (Kreuz) – ihre Anordnung war ein stiller Code für Münzbeamte und Geldwechsler, nicht für das Volk.
- Umschrift: BALTh(A) • DI • GRACIA • TVRING • LANG, also „Balthasar, von Gottes Gnaden Landgraf von Thüringen“.
- Rückseite: der steigende Meißner Löwe nach links, davor das Zeichen „b“ – das Kennzeichen des Fürstengroschens, 1393 im Münzabkommen mit Markgraf Friedrich dem Streitbaren festgelegt.
- Münzstätten-Kürzel: BALTh weist nach Freiberg, BALThA nach Sangerhausen.
- Katalogreferenz: erfasst im Standardwerk von Gerhard Krug, „Die meissnisch-sächsischen Groschen 1338 bis 1500“ (Berlin 1974).
Technische Daten auf einen Blick
- Edelmetall: Silber, gehämmerte Prägung nach mittelalterlicher Technik
- Nennwert: Groschen (Fürstengroschen), bei Einführung als „halbfeiner Groschen“ bezeichnet
- Rohgewicht: 2,85 g
- Durchmesser: 27 mm
- Land: Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation
- Prägejahr, Münzstätte, Feinheit und Erhaltungsgrad: divers
Der Feingehalt schwankt aus historischen Gründen erheblich: Zur Stützung der Landeswährung galt der Fürstengroschen zunächst rund 23 Stück auf einen rheinischen Gulden – ab 1396 wurde mit deutlich verringertem Silberanteil geprägt, wobei die Schrötlinge in Weinstein gesotten und so an der Oberfläche silbrig weiß gemacht wurden. Diese Kaschier-Technik ist heute selbst ein Stück Wirtschaftsgeschichte zum Anfassen.
Zur Erhaltung: Diese Stücke sind Umlaufware – und sie sehen auch so aus
Dunklere Patina, individuelle Zentrierung, kleine Kerben, Abnutzungen, stellenweise schwächer ausgeprägte Legendenpartien: Das sind keine Mängel, sondern Biografie. Jede Spur stammt aus Händen, die vor Jahrhunderten Waren, Fracht oder Schulden damit beglichen haben. Da Prägejahr, Münzstätte und Rückseitenvariante divers ausfallen können, weicht das gelieferte Exemplar von der Abbildung ab.
Bitte verstehen Sie das Foto im Shop ausdrücklich als Beispielbild: Optik, Gewicht im Detail und Erhaltung variieren aus historischen Gründen von Stück zu Stück. Sie erwerben ein Original.
Sammlerstück mit Substanz – warum Silber überzeugt
Silber ist seit Jahrtausenden Geld- und Münzmetall, Symbol für Reichtum und Prestige, und es ist bis heute Tauschmittel für kleinere Transaktionen. Anders als ungedecktes Papiergeld, das allein auf Vertrauen ruht, besitzt es einen inneren Wert: Industrie, Elektronik, Solar- und Medizintechnik fragen es beständig nach, während das förderbare Angebot begrenzt bleibt. Wer historische Silbermünzen sammelt, verbindet Numismatik mit realem Sachwert – dieser Groschen ist damit zugleich Geschichtsstück und Baustein für Inflationsschutz und Krisenschutz.
Im Vergleich zu späteren Wettiner Typen wie dem Schildgroschen oder dem Helmgroschen, die ab 1405 mit höherem Silbergehalt auftraten, ist der Fürstengroschen der ältere, historisch aufgeladenere Vertreter – dafür oft schlichter im Münzbild und im Silberanteil geringer. Gegenüber modernen Anlagemünzen aus Feinsilber punktet er nicht mit dem Feingewicht, sondern mit Seltenheit, Provenienz und Erzählkraft. Ein Hinweis für Sammler und Anleger: Gewinne aus dem Verkauf von Silber sind in Deutschland grundsätzlich steuerfrei, sofern die Haltefrist von mindestens einem Jahr eingehalten wird. Edelmetall überdauert Generationen, ist langlebig, jederzeit liquide und lässt sich in der Familie weitergeben – zusammen mit einer Geschichte, die auf der Wartburg endet und in Ihrer Sammlung weitergeht. Der Versand erfolgt als Werteversand.
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