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Antoninian Kaiser Philippus II. (244-249 n. Chr. | Zehnjähriger Augustus)

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  • Antikes Original: von Hand geschlagen
  • Kurze Herrschaft: nur von 247 bis 249
  • Strahlenkrone: Symbol des Doppeldenars
Artikel-Nr: 2270000
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BeschreibungTechnische Daten
Antoninian Philippus II. · Vorderseite

Original der Antike · Reichskrise und Soldatenkaiser

Antoninian Philippus II.Rund 1.800 Jahre alt.

Den Antoninian führte Caracalla im Jahr 215 ein. Die Strahlenkrone des Kaisers kennzeichnet ihn als doppelten Wert.

Herrscher
Philippus II.247 bis 249 n. Chr.
Durchmesser
ca. 21 mm
Gewicht
ca. 4,2 g

Den Antoninian führte Caracalla im Jahr 215 ein. Die Strahlenkrone des Kaisers kennzeichnet ihn als doppelten Wert.

Herrscher
Philippus II.247 bis 249 n. Chr.
Durchmesser
ca. 21 mm
Gewicht
ca. 4,2 g
Antoninian Philippus II. · Vorderseite
Antoninian Philippus II. · Rückseite

Reichskrise und Soldatenkaiser · 235 bis 284 n. Chr.

Silber, das zu Bronze wurde.

In fünfzig Jahren beanspruchten mindestens 26 Männer den Kaisertitel. Gleichzeitig verfiel das Geld: Der Antoninian begann als Silbermünze, wohl im Wert von zwei Denaren, und endete als Bronzestück mit einem dünnen Silberhauch darüber. Wer eine Münze dieser Jahrzehnte in der Hand hält, hält eine Inflation in der Hand.

Die Abbildung zeigt ein Beispiel. Das gelieferte Stück kann im Detail abweichen.

Im selben Maßstab

Denar, Antoninian, Follis und Solidus im selben Maßstab

Drei Größen heißen hier Follis: rund 27 mm in der Tetrarchie, 20 mm unter Konstantin und seinen Söhnen, 28 mm unter Justinian.

Tremissis Justinian I.TremissisJustinian I. 16 mm
Denar Septimius SeverusDenarSeptimius Severus ca. 18 mm
Follis Konstantin I.FollisKonstantin I. 20 mm
Solidus HerakliusSolidusHeraklius 20 mm
Antoninian Philippus II.AntoninianPhilippus II. ca. 21 mmdiese Seite
Umriss einer 1-Euro-Münze1 Eurozum Vergleich 23,25 mm
Großfollis DiocletianFollisDiocletian 27 mm
Follis Justinian I.FollisJustinian I. 28 mm

Einordnung

31 Originale aus rund 1.100 Jahren

Jedes Stück steht bei den Jahren seines Herrschers oder seines Typs. Hervorgehoben ist die Epoche dieses Stücks; wählen Sie eine andere, um ihre Originale zu sehen.

Reichskrise und Soldatenkaiser 235 bis 284 n. Chr. · 8 Originale

  • Antoninian Philippus I. Arabs · VorderseiteAntoninian Philippus I. Arabs244 bis 249 n. Chr.
  • Antoninian Philippus II. · VorderseiteAntoninian Philippus II.247 bis 249 n. Chr.diese Seite
  • Antoninian Valerian I. · VorderseiteAntoninian Valerian I.253 bis 260 n. Chr.
  • Antoninian Valerian II. · VorderseiteAntoninian Valerian II.256 bis 258 n. Chr.
  • Antoninian Gallienus · VorderseiteAntoninian Gallienus260 bis 268 n. Chr.
  • Antoninian Claudius II. Gothicus · VorderseiteAntoninian Claudius II. Gothicus268 bis 270 n. Chr.
  • Antoninian Aurelian · VorderseiteAntoninian Aurelian270 bis 275 n. Chr.
  • Antoninian Probus · VorderseiteAntoninian Probus276 bis 282 n. Chr.
Antoninian Philippus II. · Vorderseite

Aufbewahren

Das Wichtigste zuerst: nicht putzen.

Die dunkle Schicht auf Bronze und das matte Grau auf Silber heißen Patina. Sie ist über Jahrhunderte gewachsen und schützt die Oberfläche. Wer sie wegpoliert, nimmt dem Stück diesen Schutz.

  1. Nur am Rand anfassenHautfett kann sich dauerhaft in die Oberfläche ätzen. Nehmen Sie das Stück zwischen Daumen und Zeigefinger am Rand, über einer weichen Unterlage.
  2. Einzeln und trocken lagernLagern Sie jedes Stück einzeln an einem trockenen Ort, in einer Kapsel oder einem säurefreien Etui. PVC-Hüllen gehören nicht dazu, sie greifen die Oberfläche an.
  3. Kein Mittel, kein PutztuchKein Essig, kein Silberputztuch, kein Ultraschall. Laut dem Bank of Canada Museum hinterlässt fast jeder Putzversuch ohne Restaurator Schäden, meist durch Abrieb.
Antoninian Philippus II. · Vorderseite

Vor rund 1.800 Jahren geprägt.

Philippus II. und seine Welt sind lange vergangen. Das Stück ist geblieben, mit den Spuren seines Umlaufs.

Antoninian Kaiser Philippus II. – als Zehnjähriger zum Augustus erhoben

  • Prägequalität: bewusst keine moderne Polierte Platte – jedes Stück wurde vor rund 1.800 Jahren von Hand mit Hammer und Stempel geschlagen

  • Edelmetall: Silber bzw. silberhaltige Legierung (Billon), Feinheit diverse

  • Format: Rohgewicht 4,2 g, Durchmesser ca. 21 mm – handlich, tragbar, teilbar

  • Nominal: Antoninian, der berühmte Doppeldenar der römischen Kaiserzeit

  • Prägeherr: Philippus II., Sohn des Philippus Arabs, Augustus von 247 bis 249 n. Chr.

  • Herkunft: Römisches Reich – antikes Original, kein Serienprodukt und keine Replik

  • Erhaltung: gelaufene Umlaufware mit gewachsener Patina, Erhaltungsgrade divers

  • Abwicklung: Festpreisartikel, Zustellung als versicherter Werteversand

Manche Münzen sind schön. Diese hier ist ein Zeitzeuge. Wer einen Antoninian des Philippus II. in die Hand nimmt, hält ein Stück Silber, das durch römische Hände ging – über Marktstände, Soldkassen und Legionslager, lange bevor es irgendein Land gab, das heute Europa heißt. Genau diese Verbindung von Edelmetall und Geschichte macht das Stück zu einem der reizvollsten Einstiege in die antike Numismatik.

Der zehnjährige Mitkaiser: Wer war Philippus II.?

Marcus Iulius Severus Philippus, in der Forschung meist Philippus II. genannt, war der Sohn des Kaisers Philippus Arabs und der Otacilia Severa. Er war sieben Jahre alt, als sein Vater 244 den Thron bestieg, wurde noch im selben Jahr zum Caesar erhoben und 247 als Zehnjähriger zum Augustus – zum nominell gleichrangigen Mitherrscher. Anlass war die Rückkehr des Vaters nach Rom nach erfolgreichen Kämpfen gegen Germanen und Karpen; im Glanz dieses Erfolges erhob er den Sohn zum Augustus. Die gemeinsame Herrschaft der beiden Philippi fiel in ein Ausnahmejahr: 248 feierte Rom sein tausendjähriges Bestehen mit gewaltigen Spielen.

Das Ende kam abrupt. In der Entscheidungsschlacht bei Verona im Herbst 249 fiel Philippus Arabs; sein zwölfjähriger Sohn war in Rom geblieben, wurde gefangengenommen und im Lager der Prätorianer getötet. Der Versuch, eine neue Dynastie zu begründen, endete damit nach nur zwei Jahren – und macht die Münzen dieses jungen Augustus zu Dokumenten einer sehr kurzen Epoche.

Avers und Revers – was das abgebildete Beispielstück zeigt

  • Vorderseite: drapierte, gepanzerte Büste nach rechts mit Strahlenkrone, Umschrift IMP PHILIPPVS AVG. Auf den Antoninianen trägt Philippus die Strahlenkrone, weil sie hier das Nominal bezeichnet.

  • Rückseite: LIBERALITAS AVGG III – Vater und Sohn sitzen gemeinsam auf kurulischen Stühlen, ein Verweis auf die dritte Geldspende an das römische Volk. Das doppelte G steht dabei für zwei Augusti.

Antoninian: der Doppeldenar des 3. Jahrhunderts

Kaiser Caracalla führte 215 n. Chr. einen neuen Münztyp ein, der zwei Denare galt, dessen Gewicht aber nur dem von 1,5 Denaren entsprach. Der Name Antoninian ist eine neuzeitliche Bildung, abgeleitet vom offiziellen Kaisernamen Antoninus. Nach Gordian III. löste dieses Nominal den Denar allmählich als leitende Silbermünze ab – unter den Philippi war der Antoninian also die Alltagswährung des Reiches schlechthin. Erst nach etwa 253 n. Chr. sank der Silbergehalt dramatisch, ein Tiefstand wurde zwischen dem Beginn der Alleinherrschaft des Gallienus 260 und der Regierung des Aurelianus erreicht. Die Prägungen des Philippus II. stammen also noch aus einer Phase, in der das Nominal deutlich silberhaltig war.

Erhaltung: gelebte Geschichte statt Hochglanz

Die Stücke sind gelaufenes Zahlungsmittel und tragen entsprechende Spuren: dunklere Patina, individuelle Zentrierung, Kerben, Abnutzungen und teils schwächere Legendenpartien. Genau das macht den Reiz aus. Da Prägejahr, Münzstätte und Rückseitenvariante divers sein können, unterscheidet sich das gelieferte Exemplar von der Abbildung – Sie erhalten ein Original, kein Serienprodukt. Bitte haben Sie daher Verständnis, dass die Abbildung im Shop ein Beispiel darstellt und von dem gelieferten Artikel aufgrund historischer Umstände hinsichtlich Optik und Erhaltung individuell abweichen kann.

Eine antike Münze bewertet man nicht wie eine moderne Ausgabe in PP. Ihr Wert liegt in Authentizität, Zeittiefe und Seltenheit – nicht in spiegelnden Feldern.

Silber als Substanz: Sammlerfreude trifft Edelmetall

Silber ist seit Jahrtausenden Geldmetall, Handelsmedium und Symbol für Wohlstand. Dieser Antoninian führt das eindrucksvoll vor Augen: Der Nennwert von damals ist längst Geschichte, das Metall darin blieb. Wer heute Silbermünzen erwirbt, setzt auf einen Sachwert mit intrinsischem Gehalt – anders als bei Fiat-Geld, das allein auf Vertrauen in Institutionen beruht. Zugleich ist Silber ein industrieller Werkstoff mit Nachfrage aus Elektronik, Solar- und Medizintechnik, bei zugleich begrenztem Angebot.

  • Inflationsschutz: Edelmetall in physischer Form gilt traditionell als Inflationsschutz, weil es sich nicht beliebig vermehren lässt.

  • Krisenschutz: kleine, teilbare Silbermünzen sind seit der Antike als Tauschmittel geschätzt – ein Gedanke, der beim Krisenschutz bis heute trägt.

  • Steuerlicher Aspekt: Gewinne aus dem Verkauf von Silber sind grundsätzlich steuerfrei, sofern die Haltefrist mindestens ein Jahr beträgt.

  • Erschwinglicher Einstieg: Silber ist im Vergleich zu Gold deutlich zugänglicher – gerade für den Aufbau einer historischen Sammlung.

  • Generationenwert: Silber ist langlebig, korrosionsarm und lässt sich problemlos weitervererben.

Vergleich: Antoninian, Denar und moderne Silbermünzen

Der klassische Denar ist kleiner, meist feiner im Silber, aber optisch oft weniger imposant. Der Antoninian punktet mit größerem Schrötling, Strahlenkrone und einer enormen Motivvielfalt – kaum ein Nominal erzählt so viele Geschichten. Gegenüber späteren Antoninianen des Gallienus oder Aurelianus, die stark verschlechtert wurden, steht das Stück des Philippus II. in einer noch vergleichsweise soliden Phase. Und im Vergleich zu modernen Anlagemünzen gilt: Feingewicht und Feinheit sind hier divers, der Reiz liegt im Sammlerwert. Wer beides möchte, kombiniert dieses historische Original mit gängiger Anlageware.

Gold ist die älteste Währung der Menschheit und hat alle anderen überlebt – Silber ging denselben Weg als Geld des Alltags. Dieser Antoninian ist der greifbare Beweis: Ein Reich verging, seine Kaiser fielen, das Metall blieb bestehen. Ein ideales Geschenk für Geschichtsinteressierte, ein starker Auftakt für eine Sammlung römischer Kaisermünzen und ein Stück Substanz, das man tatsächlich anfassen kann.

Produktdarstellung kann vom Endprodukt abweichen.

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