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Bronze Follis Kaiser Justinian I. (543 n. Chr. | Zeit der Rückeroberung Italiens)

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  • Echt antik: knapp 1.500 Jahre alt
  • Großer Kaiser: schuf die Hagia Sophia
  • Ein Unikat: mit eigener Patina
Artikel-Nr: 22610002
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BeschreibungTechnische Daten
Follis Justinian I. · Vorderseite

Original der Antike · Oströmisches Reich

Follis Justinian I.Rund 1.500 Jahre alt.

Das große M ist eine Zahl: 40, der Wert in Nummi. Seit der Münzreform des Anastasius im Jahr 498 stehen solche Werte in griechischen Zahlzeichen auf den Bronzemünzen.

Herrscher
Justinian I.527 bis 565 n. Chr.
Durchmesser
28 mm
Gewicht
ca. 17 g

Das große M ist eine Zahl: 40, der Wert in Nummi. Seit der Münzreform des Anastasius im Jahr 498 stehen solche Werte in griechischen Zahlzeichen auf den Bronzemünzen.

Herrscher
Justinian I.527 bis 565 n. Chr.
Durchmesser
28 mm
Gewicht
ca. 17 g
Follis Justinian I. · Vorderseite
Follis Justinian I. · Rückseite

Oströmisches Reich · 395 bis 1453 n. Chr.

Im Osten noch fast tausend Jahre.

Im Westen endete das Kaisertum 476, im Osten lief es noch fast tausend Jahre weiter. Die Münzen werden flächiger und frontaler, die Rückseite trägt oft nur noch eine große Wertzahl. Justinian ließ die Hagia Sophia bauen und Nordafrika und Italien zurückerobern. Heraklius verlor viele zurückgewonnene Provinzen im Osten an die Araber.

Die Abbildung zeigt ein Beispiel. Das gelieferte Stück kann im Detail abweichen.

Im selben Maßstab

Denar, Antoninian, Follis und Solidus im selben Maßstab

Drei Größen heißen hier Follis: rund 27 mm in der Tetrarchie, 20 mm unter Konstantin und seinen Söhnen, 28 mm unter Justinian.

Tremissis Justinian I.TremissisJustinian I. 16 mm
Denar Septimius SeverusDenarSeptimius Severus ca. 18 mm
Follis Konstantin I.FollisKonstantin I. 20 mm
Solidus HerakliusSolidusHeraklius 20 mm
Antoninian Valerian I.AntoninianValerian I. 21 bis 23 mm
Umriss einer 1-Euro-Münze1 Eurozum Vergleich 23,25 mm
Großfollis DiocletianFollisDiocletian 27 mm
Follis Justinian I.FollisJustinian I. 28 mmdiese Seite

Einordnung

31 Originale aus rund 1.100 Jahren

Jedes Stück steht bei den Jahren seines Herrschers oder seines Typs. Hervorgehoben ist die Epoche dieses Stücks; wählen Sie eine andere, um ihre Originale zu sehen.

Oströmisches Reich 395 bis 1453 n. Chr. · 3 Originale

  • Tremissis Justinian I. · VorderseiteTremissis Justinian I.527 bis 565 n. Chr.
  • Follis Justinian I. · VorderseiteFollis Justinian I.527 bis 565 n. Chr.diese Seite
  • Solidus Heraklius · VorderseiteSolidus Heraklius610 bis 641 n. Chr.
Follis Justinian I. · Vorderseite

Aufbewahren

Das Wichtigste zuerst: nicht putzen.

Die dunkle Schicht auf Bronze und das matte Grau auf Silber heißen Patina. Sie ist über Jahrhunderte gewachsen und schützt die Oberfläche. Wer sie wegpoliert, nimmt dem Stück diesen Schutz.

  1. Nur am Rand anfassenHautfett kann sich dauerhaft in die Oberfläche ätzen. Nehmen Sie das Stück zwischen Daumen und Zeigefinger am Rand, über einer weichen Unterlage.
  2. Einzeln und trocken lagernLagern Sie jedes Stück einzeln an einem trockenen Ort, in einer Kapsel oder einem säurefreien Etui. PVC-Hüllen gehören nicht dazu, sie greifen die Oberfläche an.
  3. Kein Mittel, kein PutztuchKein Essig, kein Silberputztuch, kein Ultraschall. Laut dem Bank of Canada Museum hinterlässt fast jeder Putzversuch ohne Restaurator Schäden, meist durch Abrieb.
Follis Justinian I. · Vorderseite

Vor rund 1.500 Jahren geprägt.

Justinian I. und seine Welt sind lange vergangen. Das Stück ist geblieben, mit den Spuren seines Umlaufs.

Bronze-Follis Kaiser Justinian I. – Handgeld aus dem goldenen Zeitalter von Byzanz

Ein Stück Weltgeschichte zum Anfassen: Dieser Bronze-Follis lief im 6. Jahrhundert n. Chr. durch die Hände von Händlern, Handwerkern und Soldaten im Byzantinischen Reich. Geprägt unter Kaiser Justinian I. (527–565), dem Bauherrn der Hagia Sophia. Rund 28 mm im Durchmesser, etwa 17 g schwere Bronze, ein wuchtiges großes M auf der Rückseite. Kein modernes Serienprodukt, sondern ein antikes Original mit knapp 1.500 Jahren Geschichte auf dem Buckel.

Justinian I. – der Kaiser, der Salomo übertreffen wollte

Justinian gilt als einer der bedeutendsten Herrscher der Spätantike. Nach dem Nika-Aufstand des Jahres 532 ließ er die zerstörte Hauptkirche Konstantinopels neu errichten. Die Baumeister Anthemios von Tralleis und Isidoros von Milet vollendeten die Hagia Sophia in nur fünf Jahren; im Dezember 537 wurde sie geweiht. „Salomo, ich habe dich übertroffen!“ soll der Kaiser beim Anblick der gewaltigen Kuppel gerufen haben. Fast tausend Jahre blieb dieser Bau die größte Kirche der Christenheit – und er steht bis heute.

  • Corpus Iuris Civilis: Justinians Juristen kodifizierten das römische Recht. Ein Fundament, auf dem europäische Rechtstradition bis heute ruht.
  • Rückeroberung des Mittelmeers: Feldherr Belisar gewann Nordafrika zurück, es folgten die langen Gotenkriege in Italien (535–554).
  • Justinianische Pest: Ab 542 wütete die Seuche in Konstantinopel. Einzelne Forscher deuten auffällige Porträtveränderungen auf Folles der Jahre 542/543 sogar als Spuren der Erkrankung des Kaisers – ein bis heute diskutiertes numismatisches Rätsel.

Das Motiv: Kaiserbüste und das große M

Mit der Münzreform von 538 änderte sich das Münzbild grundlegend. Statt eines seitlichen Profils zeigt die Vorderseite nun den frontalen Kaiser mit Helm, Diadem und Panzer, in der Rechten den Kreuzglobus, links den Schild. Die Umschrift lautet D N IVSTINIANVS PP AVG – „Unser Herr Justinianus, immerwährender Augustus“.

  • Wertzeichen M: Der griechische Zahlbuchstabe M steht für 40 Nummi, also einen ganzen Follis – die größte Bronzemünze des byzantinischen Systems.
  • ANNO und Regierungsjahr: Links ANNO, rechts das Jahr der Kaiserherrschaft. Ein Stück mit ANNO XVII entspricht dem Jahr 543/544 n. Chr.
  • Offizin: Der Buchstabe unter dem M nennt die Werkstatt innerhalb der Münzstätte.
  • Münzzeichen im Abschnitt: CON für Konstantinopel; daneben kommen unter anderem NIKO (Nikomedia), KYZ (Kyzikos) und THEUP (Antiochia) vor.

Die technischen Eckdaten

  • Nennwert: Follis (40 Nummi)
  • Material: Bronze – Feinheit, Stückelung und Prägejahr divers
  • Durchmesser: ca. 28 mm
  • Rohgewicht: ca. 17 g
  • Herkunftsland: Oströmisches Reich (Byzanz)
  • Zustand: Umlaufware, Erhaltungsgrad divers
  • Serie: Geschichte · Anlagetyp: Münze · Anlagezweck: Sammlerprodukt
  • Lieferung als versicherter Werteversand

Umlaufware mit Charakter – jedes Exemplar ein Unikat

Diese Stücke waren gelaufenes Zahlungsmittel und tragen die Spuren ihres Dienstes: dunklere Patina, individuelle Zentrierung, Kerben, Abnutzungen und teils schwächere Legendenpartien. Genau das macht den Reiz aus. Da Prägejahr, Münzstätte und Rückseitenvariante divers sein können, unterscheidet sich das gelieferte Exemplar von der Abbildung – Sie erhalten ein Original, kein Serienprodukt. Bitte haben Sie daher Verständnis, dass die Abbildung im Shop ein Beispiel darstellt und von dem gelieferten Artikel aufgrund historischer Umstände hinsichtlich Optik und Erhaltung individuell abweichen kann. Ein Tipp aus der Praxis: Die gewachsene Patina niemals blank polieren – sie ist Teil der Geschichte und für Kenner ein Qualitätsmerkmal.

Wer diesen Follis in der Hand hält, hält Geld aus einer Zeit, in der Konstantinopel die reichste Stadt der bekannten Welt war.

Follis, Solidus und die Frage der Größe

Im Byzantinischen Reich war der Follis das Alltagsgeld der breiten Bevölkerung, während der goldene Solidus als Leitwährung des Mittelmeerraums diente. Justinians Reform von 538 machte den Follis zeitweise zu einem regelrechten Schwergewicht von über 20 Gramm; danach ging das Gewicht wieder zurück, weshalb Prägungen der 540er Jahre kompakter ausfallen. Für Sammler ergibt sich daraus ein hübscher Vergleich: Ein Follis bietet antike Großmünzen-Optik und dichte Geschichte, ein Solidus derselben Epoche punktet mit dem Edelmetallwert des Goldes und wird entsprechend höher gehandelt. Auch spätere byzantinische Kaiser wie Herakleios ließen Folles schlagen – Justinians Prägungen gelten jedoch als die klassischen Vertreter der Gattung und sind für viele Sammler das Herzstück einer Byzanz-Abteilung.

Für Sammler und geschichtsbegeisterte Anleger

Gold ist die älteste Währung der Menschheit und hat sämtliche Papierwährungen überlebt. Dieser Follis erzählt die andere Hälfte derselben Geschichte: die des täglichen Geldes, das ein Weltreich trug. Als Sammlerprodukt eignet er sich hervorragend für den Einstieg in die byzantinische Numismatik, als Geschenk mit Substanz oder als greifbarer Baustein neben römischen Denaren, antiken Bronzen und modernen Anlagemünzen. Wer Edelmetalle als Bewahrer von Werten schätzt, findet hier den kulturhistorischen Gegenpol zum glatten Barren: ein Zeitzeuge aus dem Oströmischen Reich, dessen Reiz gerade in seiner Individualität und seiner unverwechselbaren Patina liegt.

Produktdarstellung kann vom Endprodukt abweichen.

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