Bronze Follis Kaiser Justinian I. (543 n. Chr. | Letzter römischer Kaiser der Antike)

Wichtiger Hinweis: Aufgrund zollrechtlicher Bestimmungen können wir dieses Produkt derzeit nur an Lieferadressen innerhalb der EU versenden.
Sie haben die Möglichkeit, das Produkt in unserem deutschen Onlineshop zu bestellen. Dabei kann Ihre Rechnungsadresse in der Schweiz sein, die Lieferadresse muss sich jedoch in einem EU-Land wie z.B. Deutschland befinden.
Zum deutschen OnlineshopAntikes Original aus dem 6. Jahrhundert – Handgeld aus Justinians goldenem Byzanz
Jede Münze ein Unikat mit gewachsener Patina und echten Spuren aus 1.500 Jahren
Top-20-Sammlerstück der Kategorie Römisches Reich – 100% versicherter Werteversand
1.500 Jahre Geschichte in der Hand: Originales Zahlungsmittel aus dem Byzantinischen Reich, geprägt unter Justinian I., dem legendären Bauherrn der Hagia Sophia
Jedes Stück ein Unikat: Gewachsene Patina, individuelle Prägung und echte Gebrauchsspuren machen diesen Follis zum unverwechselbaren Zeitzeugen der Spätantike
Begehrt bei Sammlern: Top 20 in der Kategorie Römisches Reich, ideal für den Einstieg in die byzantinische Numismatik – versichert und anonym geliefert
Bronze-Follis Kaiser Justinian I. – Handgeld aus dem goldenen Zeitalter von Byzanz
Ein Stück Weltgeschichte zum Anfassen: Dieser Bronze-Follis lief im 6. Jahrhundert n. Chr. durch die Hände von Händlern, Handwerkern und Soldaten im Byzantinischen Reich. Geprägt unter Kaiser Justinian I. (527–565), dem Bauherrn der Hagia Sophia. Rund 28 mm im Durchmesser, etwa 17 g schwere Bronze, ein wuchtiges großes M auf der Rückseite. Kein modernes Serienprodukt, sondern ein antikes Original mit knapp 1.500 Jahren Geschichte auf dem Buckel.
Justinian I. – der Kaiser, der Salomo übertreffen wollte
Justinian gilt als einer der bedeutendsten Herrscher der Spätantike. Nach dem Nika-Aufstand des Jahres 532 ließ er die zerstörte Hauptkirche Konstantinopels neu errichten. Die Baumeister Anthemios von Tralleis und Isidoros von Milet vollendeten die Hagia Sophia in nur fünf Jahren; im Dezember 537 wurde sie geweiht. „Salomo, ich habe dich übertroffen!“ soll der Kaiser beim Anblick der gewaltigen Kuppel gerufen haben. Fast tausend Jahre blieb dieser Bau die größte Kirche der Christenheit – und er steht bis heute.
- Corpus Iuris Civilis: Justinians Juristen kodifizierten das römische Recht. Ein Fundament, auf dem europäische Rechtstradition bis heute ruht.
- Rückeroberung des Mittelmeers: Feldherr Belisar gewann Nordafrika zurück, es folgten die langen Gotenkriege in Italien (535–554).
- Justinianische Pest: Ab 542 wütete die Seuche in Konstantinopel. Einzelne Forscher deuten auffällige Porträtveränderungen auf Folles der Jahre 542/543 sogar als Spuren der Erkrankung des Kaisers – ein bis heute diskutiertes numismatisches Rätsel.
Das Motiv: Kaiserbüste und das große M
Mit der Münzreform von 538 änderte sich das Münzbild grundlegend. Statt eines seitlichen Profils zeigt die Vorderseite nun den frontalen Kaiser mit Helm, Diadem und Panzer, in der Rechten den Kreuzglobus, links den Schild. Die Umschrift lautet D N IVSTINIANVS PP AVG – „Unser Herr Justinianus, immerwährender Augustus“.
- Wertzeichen M: Der griechische Zahlbuchstabe M steht für 40 Nummi, also einen ganzen Follis – die größte Bronzemünze des byzantinischen Systems.
- ANNO und Regierungsjahr: Links ANNO, rechts das Jahr der Kaiserherrschaft. Ein Stück mit ANNO XVII entspricht dem Jahr 543/544 n. Chr.
- Offizin: Der Buchstabe unter dem M nennt die Werkstatt innerhalb der Münzstätte.
- Münzzeichen im Abschnitt: CON für Konstantinopel; daneben kommen unter anderem NIKO (Nikomedia), KYZ (Kyzikos) und THEUP (Antiochia) vor.
Die technischen Eckdaten
- Nennwert: Follis (40 Nummi)
- Material: Bronze – Feinheit, Stückelung und Prägejahr divers
- Durchmesser: ca. 28 mm
- Rohgewicht: ca. 17 g
- Herkunftsland: Oströmisches Reich (Byzanz)
- Zustand: Umlaufware, Erhaltungsgrad divers
- Serie: Geschichte · Anlagetyp: Münze · Anlagezweck: Sammlerprodukt
- Lieferung als versicherter Werteversand
Umlaufware mit Charakter – jedes Exemplar ein Unikat
Diese Stücke waren gelaufenes Zahlungsmittel und tragen die Spuren ihres Dienstes: dunklere Patina, individuelle Zentrierung, Kerben, Abnutzungen und teils schwächere Legendenpartien. Genau das macht den Reiz aus. Da Prägejahr, Münzstätte und Rückseitenvariante divers sein können, unterscheidet sich das gelieferte Exemplar von der Abbildung – Sie erhalten ein Original, kein Serienprodukt. Bitte haben Sie daher Verständnis, dass die Abbildung im Shop ein Beispiel darstellt und von dem gelieferten Artikel aufgrund historischer Umstände hinsichtlich Optik und Erhaltung individuell abweichen kann. Ein Tipp aus der Praxis: Die gewachsene Patina niemals blank polieren – sie ist Teil der Geschichte und für Kenner ein Qualitätsmerkmal.
Wer diesen Follis in der Hand hält, hält Geld aus einer Zeit, in der Konstantinopel die reichste Stadt der bekannten Welt war.
Follis, Solidus und die Frage der Größe
Im Byzantinischen Reich war der Follis das Alltagsgeld der breiten Bevölkerung, während der goldene Solidus als Leitwährung des Mittelmeerraums diente. Justinians Reform von 538 machte den Follis zeitweise zu einem regelrechten Schwergewicht von über 20 Gramm; danach ging das Gewicht wieder zurück, weshalb Prägungen der 540er Jahre kompakter ausfallen. Für Sammler ergibt sich daraus ein hübscher Vergleich: Ein Follis bietet antike Großmünzen-Optik und dichte Geschichte, ein Solidus derselben Epoche punktet mit dem Edelmetallwert des Goldes und wird entsprechend höher gehandelt. Auch spätere byzantinische Kaiser wie Herakleios ließen Folles schlagen – Justinians Prägungen gelten jedoch als die klassischen Vertreter der Gattung und sind für viele Sammler das Herzstück einer Byzanz-Abteilung.
Für Sammler und geschichtsbegeisterte Anleger
Gold ist die älteste Währung der Menschheit und hat sämtliche Papierwährungen überlebt. Dieser Follis erzählt die andere Hälfte derselben Geschichte: die des täglichen Geldes, das ein Weltreich trug. Als Sammlerprodukt eignet er sich hervorragend für den Einstieg in die byzantinische Numismatik, als Geschenk mit Substanz oder als greifbarer Baustein neben römischen Denaren, antiken Bronzen und modernen Anlagemünzen. Wer Edelmetalle als Bewahrer von Werten schätzt, findet hier den kulturhistorischen Gegenpol zum glatten Barren: ein Zeitzeuge aus dem Oströmischen Reich, dessen Reiz gerade in seiner Individualität und seiner unverwechselbaren Patina liegt.
Produktdarstellung kann vom Endprodukt abweichen.






