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Kettner Edelmetalle

6 Kreuzer Königreich Württemberg (1806-1814 | im Rheinbund an der Seite von Napoleon)

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  • checkmark greenEchtes Umlaufsilber aus der Rheinbundzeit 1806-1814 – Napoleons Ära zum Anfassen
  • checkmark greenJedes Exemplar ein Unikat mit gewachsener Patina und über 200 Jahren Geschichte
  • checkmark greenBeliebter Sammlerklassiker aus Altdeutschland – versichert und anonym geliefert
Artikel-Nr: 22610043
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BeschreibungTechnische DatenPreisentwicklung

6 Kreuzer Königreich Württemberg – Zahlgeld aus Napoleons Schatten

Zwanzig Millimeter Durchmesser, rund zwei Gramm Gewicht, eine dunkel gewachsene Patina: Der Sechser des Königreichs Württemberg wirkt unscheinbar – und ist doch ein Zeitzeuge ersten Ranges. Diese historischen Silbermünzen wanderten zwischen 1806 und 1814 durch die Hände von Bauern, Handwerkern, Marktfrauen und Soldaten, während in Europa die Landkarte neu gezeichnet wurde. Wer eine solche Württemberg-Münze in der Hand hält, hält ein Stück napoleonischer Epoche.

Ein Königreich von Napoleons Gnaden

Am 1. Januar 1806 nahm Friedrich – zuvor Herzog, seit 1803 Kurfürst – die von Napoleon verliehene Königswürde an. Wenige Monate später, am 12. Juli 1806, unterzeichneten die Gesandten deutscher Fürsten in Paris die Rheinbundakte; Württemberg gehörte zu den Gründungsmitgliedern. Kurz darauf legte Kaiser Franz II. die Krone nieder, und das Heilige Römische Reich deutscher Nation endete nach fast 900 Jahren. Der Preis für Krone und Souveränität war hoch: Der Rheinbund war im Kern ein Militärbündnis, seine Mitglieder mussten im Kriegsfall Truppen stellen.

Württembergische Regimenter marschierten für Frankreich – 1806/07 gegen Preußen und Russland, 1809 gegen Österreich und schließlich 1812 nach Russland. Von jenem Kontingent kehrte nur ein verschwindend kleiner Teil zurück. Nach der Völkerschlacht bei Leipzig brach das Bündnis auseinander: Mit dem Vertrag von Fulda vom 2. November 1813 wechselte Württemberg auf die Seite der Gegner Napoleons. Genau in diese dramatischen Jahre fällt die Prägung dieses Sechsers.

Motiv und Machtanspruch: Was die Münze zeigt

  • Vorderseite: das verschlungene Monogramm „FR“ für Fridericus Rex, darunter die Wertangabe „VI KREUZER“, umlaufend die Legende „KÖNIGL. WÜRT. SCHEIDE MÜNZ“.
  • Rückseite: der gekrönte, gespaltene Herzschild – heraldisch rechts die drei Hirschstangen des württembergischen Stammwappens, links die drei schreitenden Löwen des Herzogtums Schwaben.
  • Beizeichen: Zweige flankieren den Schild, im Abschnitt steht die Jahreszahl.
  • Botschaft: Mit dem staufischen Wappen stellte sich Friedrich I. bewusst in die Tradition der schwäbischen Kaiserdynastie – Anspruchsdenken, in Metall geprägt.

Scheidemünze: das Kleingeld des Alltags

Das Wort „Scheidemünz“ auf der Vorderseite ist kein Zierrat. Scheidemünzen waren Kleinnominale, die Käufer und Verkäufer bei geringen Wertdifferenzen „scheiden“ sollten. Weil die Prägung kleiner Stücke vergleichsweise aufwendig war, entstanden sie aus geringhaltigeren Silberlegierungen – dem sogenannten Billon, einer Kupfer-Silber-Legierung. Die numismatischen Standardkataloge führen den württembergischen 6 Kreuzer dieses Typs (AKS 51, J. 9, KM 495) als Billon mit 333/1000 bei etwa 2,0 bis 2,2 Gramm Rohgewicht. Die für Ihren Artikel hinterlegten Werte entnehmen Sie bitte der Datentabelle in diesem Shop.

Gerechnet wurde damals in Gulden und Kreuzer. Der Sechser war Zahlgeld für den täglichen Bedarf, kein Repräsentationsstück. Die Auflagen fielen entsprechend hoch aus: Für 1809 nennen Kataloge über 8,5 Millionen Stück, für 1807 rund 7,1 Millionen, für 1812 nur noch gut 3 Millionen. Dass heute vergleichsweise wenige ansehnliche Exemplare kursieren, liegt schlicht daran, dass diese Münzen jahrzehntelang gearbeitet haben.

Die Eckdaten auf einen Blick

  • Nennwert: 6 Kreuzer
  • Land: Königreich Württemberg, König Friedrich I.
  • Prägezeit: 1806 bis 1814 (Jahrgänge divers)
  • Metall: Silberlegierung (Billon), Prägung Stuttgart
  • Durchmesser: 20,00 mm
  • Rohgewicht: ca. 2,10 g
  • Erhaltung: Umlaufware, bankenüblich

Echte Umlaufware – jedes Stück ein Unikat

Sie erwerben hier gelaufenes Zahlungsmittel, kein Serienprodukt moderner Fertigung. Entsprechend individuell fällt das Erscheinungsbild aus:

  • dunklere, über zwei Jahrhunderte gewachsene Patina
  • individuelle Zentrierung der Prägung
  • Kerben, Randfehler und Abnutzungsspuren
  • teils schwächer ausgeprägte Legendenpartien
  • abweichende Prägejahre, Münzstätten und Rückseitenvarianten

Genau das macht den Reiz aus. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Abbildung im Shop ein Beispiel darstellt: Aufgrund der historischen Umstände kann das gelieferte Exemplar in Optik und Erhaltung individuell abweichen. Sie erhalten ein Original – mit Gebrauchsspuren, die seine Geschichte erzählen.

Silber: Wertspeicher mit langer Tradition

Gold ist die älteste Währung der Menschheit und hat alle anderen überlebt – Silber war über Jahrhunderte das Geld, das die Menschen tatsächlich in der Tasche trugen.

Silber besitzt einen inneren Wert, der nicht vom Vertrauen in Regierungen abhängt. Das Metall ist knapp, langlebig, weltweit als Rohstoff handelbar und in Elektronik, Solar- und Medizintechnik gefragt. Physisches Edelmetall in kleiner Stückelung gilt vielen Anlegern als Inflationsschutz und als Krisenschutz, weil es außerhalb des Bankensystems verwahrt werden kann und sich im Zweifel teilen und tauschen lässt. Eine alte Silbermünze wie dieser Sechser führt dieses Prinzip anschaulich vor: Sie war einmal genau dafür gemacht, im Alltag zu funktionieren.

Ein Hinweis zur Steuer: Gewinne aus dem Verkauf physischen Silbers sind nach derzeitiger Rechtslage steuerfrei, sofern zwischen Kauf und Verkauf mindestens ein Jahr liegt. Verbindliche Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Steuerberater.

Für Sammler, Schenkende und Liebhaber alter deutscher Münzen

Im Vergleich zu den späteren Württemberg-Kreuzern unter König Wilhelm I., die ab 1816 mit Herrscherporträt erschienen, kommt der Sechser Friedrichs I. streng heraldisch daher: kein Bildnis, dafür ein markantes Monogramm und ein Wappen mit Aussage. Wer Altdeutschland des 19. Jahrhunderts sammelt, findet hier einen zugänglichen Einstieg in die Rheinbundzeit. Wer thematisch sammelt, ergänzt die napoleonische Ära um ein Stück, das Menschen jener Jahre wirklich in Händen hielten. Und wer schlicht altes Silber schätzt, bekommt europäische Geschichte zum Anfassen – ein Geschenk, das erzählt.

Produktdarstellung kann vom Endprodukt abweichen.

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