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Deutschland vor der Mark - 7 Münzen Kollektion (Zahlgeld der Kleinstaaten und Freien Städte vor 1871)

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  • Echte Originale: keine Nachprägung
  • 1511 bis 1862: Geschichte zum Anfassen
  • Drei Währungen: in einer Sammlung
Artikel-Nr: 3333504
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BeschreibungTechnische DatenPaketinhalt

Deutschland vor der Mark: Sieben Originale, sieben Geschichten

Bevor 1871 das Deutsche Kaiserreich entstand und die Mark wenige Jahre später zum einheitlichen Geld des Deutschen Reiches wurde, war Deutschland ein Flickenteppich. Königreiche, Herzogtümer, Kurfürstentümer, Reichsstädte und Hansestädte prägten ihre eigenen Münzen. Taler im Norden, Kreuzer und Gulden im Süden, Schilling und Sechsling an der Elbe. Wer reiste, musste rechnen. Diese Kollektion holt genau dieses Altdeutschland zu Ihnen nach Hause: sieben originale Umlaufmünzen aus gut dreieinhalb Jahrhunderten, von der Zeit der Reformation bis kurz vor der Reichsgründung.

Prunkstücke für Fürstenkabinette sind das nicht. Es ist Zahlgeld – Kleingeld, mit dem Bauern, Händler, Fuhrleute und Handwerker ihren Alltag bestritten. Gerade deshalb stehen diese historischen Silbermünzen der Geschichte so nah, wie es eine Münze nur kann.

Was in der Sammlung steckt

  • 1/2 Batzen, Reichsstadt Kempten (1511–1533): rund 2 g Silber aus der Zeit der Bauernkriege und Reformation. 1525 kauften die Bürger dem Fürstabt im „Großen Kauf“ seine Herrschaftsrechte in der Stadt ab – ein Meilenstein bürgerlicher Freiheit im Allgäu.
  • 2 Kreuzer, Kurfürstentum Bayern (1623–1636): rund 1 g Silber, geprägt unter Maximilian I., der 1623 die Kurwürde erhielt. Rautenschild auf der einen, Reichsapfel mit der Wertzahl „Z“ und der Umschrift SOLI DEO GLORIA auf der anderen Seite. Zahlgeld mitten im Dreißigjährigen Krieg.
  • 1 Kreuzer, Freie Reichsstadt Regensburg (1623–1753): rund 0,75 g Silber mit den gekreuzten Schlüsseln des Apostels Petrus und dem gekrönten Doppeladler. Die Domstadt war ab 1663 Sitz des Immerwährenden Reichstags.
  • 6 Kreuzer, Königreich Württemberg (1806–1814): rund 2,1 g, Monogramm „FR“ für König Friedrich I. und die Legende KÖNIGL. WÜRT. SCHEIDE MÜNZ. Ein Kind der napoleonischen Ära: Württemberg wurde 1806 Königreich und stand im Rheinbund an der Seite Frankreichs.
  • 1/6 Taler, Königreich Preußen (1816–1818): rund 5,345 g Silber, Porträt König Friedrich Wilhelms III. in Uniform, auf der Rückseite „SECHS EINEN THALER – VIER GROSCHEN“. Geld des frühen Biedermeier, kurz nach den Befreiungskriegen.
  • 1 Sechsling, Freie Hansestadt Hamburg (1823–1855): rund 0,7 g, mit dem Hamburger Stadtwappen, der dreitürmigen Burg. Ein Sechsling entsprach sechs Pfennig, also einem halben Schilling – das Wechselgeld des Hafens.
  • 1/6 Taler, Herzogtum Anhalt-Bernburg (1856–1862): rund 5,3 g Silber, geprägt unter Herzog Alexander Carl, dem letzten Herzog von Anhalt-Bernburg. Der gekrönte Bär auf der Mauer mit Tor lebt bis heute im Landeswappen von Sachsen-Anhalt weiter.

Vom Batzen bis zum Sechsteltaler: Münzgeschichte zum Anfassen

Nebeneinandergelegt erzählen die sieben Stücke eine Entwicklung. Der Kemptener Halbbatzen ist noch von Hand gehämmert, oft unregelmäßig im Rund. Die Kreuzer aus Bayern und Regensburg sprechen die Bildsprache des Alten Reiches mit Reichsadler und Reichsapfel. Im 19. Jahrhundert werden die Bilder dann klarer und moderner: Herrscherporträt, Monogramm, Stadtwappen. Und der Bernburger Sechsteltaler steht schon an der Schwelle zur Reichsgründung, als Taler und Gulden ihre letzten Jahrzehnte erlebten.

Gegenüber einem einzelnen Taler hat dieses Set einen klaren Vorteil. Sie erhalten nicht ein Land, sondern einen Querschnitt: süddeutsche Kreuzerwährung, norddeutsche Talerrechnung und Hamburger Schillingwährung in einer Sammlung. Wer dagegen gezielt Jahrgänge oder Münzstätten einer einzigen Prägung sucht, ist mit Einzelstücken besser bedient. Für den Einstieg in die Numismatik Altdeutschlands oder als Geschenk mit Tiefgang ist die Kollektion jedoch kaum zu übertreffen.

Erhaltung: Umlaufware mit Biografie

Die Erhaltung der einzelnen Münzen wird bereits bei den jeweiligen Einzelartikeln erläutert – und gilt hier genauso. Diese Stücke sind Umlaufware, und sie sehen auch so aus. Dunklere Patina, individuelle Zentrierung, kleine Kerben, Abnutzungen, stellenweise schwächer ausgeprägte Legendenpartien: Das sind keine Mängel, sondern Biografie. Jede Spur stammt aus Händen, die vor Jahrhunderten Waren, Fracht oder Schulden damit beglichen haben.

Da Prägejahr, Münzstätte und Rückseitenvariante divers ausfallen können, weicht das gelieferte Exemplar von der Abbildung ab. Bitte verstehen Sie das Foto im Shop ausdrücklich als Beispielbild: Optik, Gewicht im Detail und Erhaltung variieren aus historischen Gründen von Stück zu Stück. Auch der Feingehalt folgt keiner modernen Norm, sondern dem Münzfuß seiner Zeit. Hamburgs Sechsling und der württembergische 6-Kreuzer etwa bestehen aus Billon, einer Silberlegierung mit geringerem Silberanteil, während die beiden Sechsteltaler rund zur Hälfte aus Silber geprägt wurden. Sie erwerben ein Original – keine Nachprägung, keine Kopie.

Silber, das Staaten überdauert hat

Keiner dieser Münzherren existiert heute noch in seiner damaligen Form. Kempten wurde 1802/03 bayerisch, Regensburg folgte wenige Jahre später. Anhalt-Bernburg ging nach dem Tod Alexander Carls 1863 im vereinten Anhalt auf, und mit der Mark verschwanden Taler, Gulden und Kreuzer ganz. Das Silber in diesen Münzen aber ist geblieben. Genau das macht Edelmetall seit Jahrtausenden aus.

Gold ist die älteste Währung der Menschheit und hat alle anderen überlebt – Silber war über Jahrhunderte das Geld der kleinen Leute. Diese sieben Münzen haben Kriege, Währungsreformen und den Untergang ganzer Staaten überstanden.

Für Sammler zählt die Geschichte, für Anleger der Sachwert. Physisches Silber lässt sich nicht beliebig vermehren und gilt vielen als Baustein für Inflationsschutz und Werterhalt. Ein moderner Silberbarren punktet mit exakt definiertem Feingewicht. Diese Sammlung dagegen lebt von Herkunft, Alter und Knappheit, denn unzählige Kleinmünzen wurden einst verloren, abgegriffen oder eingeschmolzen. Wer beides schätzt, Edelmetall und Erzählung, findet hier sieben gute Gründe.

Die Kollektion auf einen Blick

  • Umfang: 7 originale Münzen aus Altdeutschland, Prägezeitraum 1511 bis 1862
  • Herkunft: Kempten, Bayern, Regensburg, Württemberg, Preußen, Hamburg, Anhalt-Bernburg
  • Material: Silber und Billon, Feingehalt nach dem jeweiligen Münzfuß
  • Erhaltung: Umlaufware, Erhaltungsgrad divers
  • Prägejahre, Münzstätten und Varianten: divers – die Abbildung ist ein Beispielbild
  • Anlagezweck: Sammlerprodukt aus der Serie Geschichte

Produktdarstellung kann vom Endprodukt abweichen.

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