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Kettner Edelmetalle
11.02.2026
20:36 Uhr

BASF flüchtet nach Indien: Tausende Berliner Arbeitsplätze auf dem Opferaltar der Globalisierung

BASF flüchtet nach Indien: Tausende Berliner Arbeitsplätze auf dem Opferaltar der Globalisierung

Es ist ein Schlag ins Gesicht der deutschen Arbeitnehmer – und ein weiteres Symptom jener schleichenden Deindustrialisierung, die unser Land seit Jahren auszehrt wie ein Fieber, das niemand ernst nehmen will. Der Chemiegigant BASF, einst Stolz und Aushängeschild der deutschen Industrie, plant die Verlagerung wesentlicher Dienstleistungsbereiche nach Indien. Am Berliner Standort in Prenzlauer Berg, wo derzeit rund 2.800 Beschäftigte im Bereich Global Business Services tätig sind, herrscht blanke Verunsicherung.

Kosteneffizienz statt Standorttreue

Finanzvorstand Dirk Elvermann sprach von „Kosteneffizienz" und „wettbewerbsfähigen Servicestrukturen". Schöne Worte, die in den Ohren der Betroffenen wie Hohn klingen dürften. Konkret bedeutet der Plan: Finanz- und Personalservices sollen in einem neuen globalen Hub auf dem Subkontinent gebündelt werden. Wie viele Stellen tatsächlich wegfallen, sei noch unklar – die Planungen befänden sich in einem „frühen Stadium". Die Umsetzung solle schrittweise bis Ende 2028 erfolgen. Man kennt diese Salamitaktik: Erst wird beschwichtigt, dann werden Fakten geschaffen.

Der Konzern verfolgt dabei eine umfassende Neuordnung seiner globalen Strukturen. China und Indien sollen als zentrale Hubs weltweite Querschnittsaufgaben übernehmen, während Standorte wie Berlin, Kuala Lumpur und Montevideo auf regionale Zuständigkeiten zurückgestutzt werden. Die Botschaft ist unmissverständlich: Deutschland verliert an Bedeutung – selbst bei einem Unternehmen, das seine Wurzeln in Ludwigshafen hat.

Politik und Gewerkschaft schlagen Alarm – doch reicht das?

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner zeigte sich besorgt und forderte transparente Planungen sowie einen sozialverträglichen Umgang mit den Beschäftigten. Besorgt. Transparent. Sozialverträglich. Die üblichen Floskeln, die man aus dem politischen Berlin kennt, wenn wieder einmal tausende Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen. Die Gewerkschaft IGBCE fand deutlichere Worte: Vorsitzender Michael Vassiliadis nannte die Pläne schlicht „verantwortungslos". Seit 2005 habe das Berliner Servicezentrum als tarifliches Vorzeigeprojekt tausende Arbeitsplätze gesichert – und nun werde es einfach abgewickelt.

Doch wer trägt die eigentliche Verantwortung für diese Entwicklung? BASF kämpft seit geraumer Zeit mit Nachfrageschwäche und gesunkenen Preisen. Im Stammwerk Ludwigshafen wurden bereits Anlagen stillgelegt, mehrere Sparprogramme laufen. Der Konzern steht unter enormem Druck – und sucht sein Heil in Billiglohnländern. Kann man es ihm verdenken?

Das eigentliche Problem heißt Standort Deutschland

Man muss die Frage stellen, die in der politischen Debatte viel zu selten gestellt wird: Warum ist der Standort Deutschland für einen der größten Chemiekonzerne der Welt nicht mehr attraktiv genug? Die Antwort liegt auf der Hand – und sie ist unbequem. Explodierende Energiekosten, eine erdrückende Bürokratie, eine der höchsten Steuerlasten weltweit und eine Regulierungswut, die jeden unternehmerischen Spielraum erstickt. Jahrelang hat die Politik – insbesondere unter der gescheiterten Ampelkoalition – den Wirtschaftsstandort Deutschland systematisch geschwächt, anstatt ihn zu stärken.

Dass nun auch die neue Große Koalition unter Friedrich Merz mit ihrem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen die Probleme nicht an der Wurzel packt, sondern mit schuldenfinanziertem Geld zuschüttet, macht die Sache nicht besser. Im Gegenteil: Die Inflation wird weiter steigen, die Abgabenlast für kommende Generationen wächst – und Unternehmen wie BASF werden weiterhin mit den Füßen abstimmen.

Der Fall BASF ist kein Einzelfall. Er reiht sich ein in eine lange Liste von Konzernen, die Deutschland den Rücken kehren oder zumindest wesentliche Teile ihrer Wertschöpfung ins Ausland verlagern. BMW, Bosch, Volkswagen – die Liste wird länger, nicht kürzer. Wenn selbst ein Traditionsunternehmen wie BASF seine Dienstleistungen lieber in Mumbai als in Berlin erbringen lässt, dann sollte das ein Weckruf sein. Ein Weckruf, der endlich gehört werden muss – bevor es nichts mehr gibt, was man noch verlagern könnte.

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