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08.01.2026
06:42 Uhr

Berlins Blackout: Wenn Tennis wichtiger ist als Krisenmanagement

Berlins Blackout: Wenn Tennis wichtiger ist als Krisenmanagement

Was sich in der deutschen Hauptstadt in den vergangenen Tagen abspielte, lässt sich nur als Offenbarungseid eines dysfunktionalen Staatsapparates bezeichnen. Ein linksextremistischer Terroranschlag auf die Stromversorgung, hunderttausende Bürger im Dunkeln – und der Regierende Bürgermeister Kai Wegner? Der spielte Tennis. Man reibt sich verwundert die Augen und fragt sich unweigerlich: Ist das noch Realität oder bereits bittere Satire?

Der tennisspielende Krisenmanager

„Ich habe versucht, zu koordinieren" – mit diesem Satz fasste Wegner seine Aktivitäten während der Krise zusammen. Ein Satz, der die ganze Hilflosigkeit des Berliner Senats in wenigen Worten offenbart. Während im Südwesten der Stadt nach einem Brandanschlag auf kritische Infrastruktur die Lichter ausgingen, war vom obersten Krisenmanager der Hauptstadt zunächst nichts zu sehen. Wo ist Wegner? Diese Frage stellten sich nicht nur besorgte Bürger, sondern offenbar auch Teile seines eigenen Apparates.

Die Antwort ist so bezeichnend wie beschämend: Der Regierende Bürgermeister befand sich im Homeoffice – und gönnte sich zwischendurch eine ausgiebige Tennispartie mit seiner Lebensgefährtin und Senatskollegin Katharina Günther-Wünsch. Am Samstag zwischen 13 und 14 Uhr, während Berliner Bürger ohne Strom ausharrten, schwang Wegner den Schläger. Die Senatskanzlei beteuert zwar, er sei „stets erreichbar" gewesen, doch diese Beteuerung steht in krassem Widerspruch zu Wegners eigener Darstellung, er habe sich in seinem Büro „eingeschlossen" und hart gearbeitet.

Innensenatorin Spranger: Die Architektin des Versagens

So peinlich Wegners Verhalten auch sein mag – das eigentliche Systemversagen trägt einen anderen Namen: Iris Spranger. Die SPD-Innensenatorin ist seit 2021 für den Katastrophenschutz der Hauptstadt verantwortlich und hat in dieser Zeit offenkundig wenig bis nichts erreicht. Noch gravierender: Sie soll die Ausrufung einer „Großschadenslage" auf Landesebene aktiv verschleppt haben. Zwischen dem Terroranschlag am Samstagmorgen und dieser überfälligen Maßnahme vergingen sage und schreibe 33 Stunden.

Die Bilanz ihrer Amtszeit liest sich wie ein Katalog des Scheiterns. Ein vollmundiges angekündigtes Landesamt für Katastrophenschutz mit 100 Beamten? Nie geschaffen. Stattdessen entstand lediglich ein „Kompetenzzentrum für Bevölkerungsschutz und Krisenmanagement" mit gerade einmal 24 Mitarbeitern – das den Steuerzahler dennoch 1,4 Millionen Euro kostete. Die versprochenen „Leuchttürme" als Anlaufpunkte für Bürger im Ernstfall? Nur bruchstückhaft aufgebaut.

Der vernichtende Befund des Landesrechnungshofs

Bereits im November 2025 hatte der Landesrechnungshof Berlin in seinem Jahresbericht unmissverständlich gewarnt: „Berlin ist organisatorisch und personell nicht gut auf den Krisenfall vorbereitet." Die Stadt sei „im Ernstfall nicht handlungsfähig." Rechnungshof-Direktor Gerald Jank bezeichnete den Zustand des Katastrophenschutzes als „alarmierend".

Das Bild, das der Rechnungshof von Sprangers Ressort zeichnete, ist vernichtend. Fünf von 14 nachgeordneten Behörden der Innensenatorin wussten demnach nicht einmal, dass sie überhaupt mit Aufgaben im Katastrophenschutz betraut worden waren. Die letzte ressortübergreifende Gefährdungsabschätzung stammt aus dem Jahr 2008 – seitdem herrschte offenbar Stillstand. Ausführungsvorschriften zur konkreten Umsetzung des Katastrophenschutzgesetzes wurden von Spranger schlicht nicht erlassen.

Ein Symptom des deutschen Niedergangs

Was sich in Berlin abspielt, ist leider kein Einzelfall, sondern symptomatisch für den Zustand der deutschen Verwaltung und Politik. Während man sich in den Amtsstuben mit Gendersternchen und Klimazielen beschäftigt, verfällt die kritische Infrastruktur. Während Politiker ihre Work-Life-Balance pflegen, stehen Bürger im Dunkeln. Die Prioritäten sind längst aus den Fugen geraten.

Wenn Wegner nun ankündigt, man werde „die Resilienzstruktur Berlins weiter verbessern", klingt das angesichts der Faktenlage wie blanker Hohn. Welche Verbesserungen? Die Berliner haben in dieser Krise vor allem eines erlebt: strukturelle Unfähigkeit auf allen Ebenen. Ein Staat, der seine grundlegendsten Aufgaben – den Schutz seiner Bürger und die Aufrechterhaltung der Grundversorgung – nicht mehr gewährleisten kann.

„Die Behörden haben in kürzester Zeit das nachgeholt, was in über 30 Jahren vernachlässigt wurde"

Mit dieser dreisten Behauptung versuchte Spranger sich auf einer Pressekonferenz zu rechtfertigen. Die vom Stromausfall betroffenen Berliner dürften diese Aussage mit ungläubigem Staunen zur Kenntnis genommen haben – von nachgeholten Verbesserungen war während der Krise jedenfalls nichts zu spüren.

Die Lehren aus dem Berliner Desaster

Deutschland braucht dringend einen Politikwechsel – nicht nur in Berlin, sondern auf allen Ebenen. Politiker, die in Krisenzeiten Tennis spielen statt zu führen, Senatorinnen, die ihre grundlegendsten Aufgaben vernachlässigen, und ein Verwaltungsapparat, der nicht einmal weiß, wer für was zuständig ist – das ist der Zustand, in den uns Jahre der Misswirtschaft und falscher Prioritätensetzung gebracht haben.

Die Bürger haben ein Recht auf einen funktionierenden Staat. Sie haben ein Recht auf Politiker, die ihre Verantwortung ernst nehmen. Und sie haben ein Recht darauf, dass kritische Infrastruktur geschützt wird – nicht nur vor Terroranschlägen, sondern auch vor der Inkompetenz derjenigen, die eigentlich für ihren Schutz zuständig sein sollten. Berlin hat in diesen Tagen demonstriert, wie weit Deutschland von diesem Anspruch entfernt ist.

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