
Epstein-Akten enthüllen brisante Verbindungen: Clinton, Gates und Prinz Andrew im Fokus

Die jüngste Veröffentlichung der sogenannten Epstein-Files durch das US-Justizministerium schlägt ein wie eine Bombe. Rund drei Millionen Seiten, 2.000 Videos und 180.000 Bilder wurden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht – ein Datenberg, der es in sich hat. Und wie zu erwarten war, tauchen darin die Namen jener auf, die sich gerne als moralische Instanzen der westlichen Welt inszenieren.
Bill Clinton: Vom Swimmingpool zur Orgie?
Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton gehört zu den prominentesten Figuren in den neuen Dokumenten. Ein bereits im Dezember 2025 veröffentlichtes Foto zeigt ihn in einem Swimmingpool mit Ghislaine Maxwell – jener Frau, die 2022 wegen ihrer Rolle im Epstein-Skandal zu 20 Jahren Haft verurteilt wurde. Doch damit nicht genug: In anonymen Hinweisen an das FBI wird Clinton die Teilnahme an „großen Orgien-Partys" vorgeworfen. Wie belastbar diese Anschuldigungen tatsächlich sind, bleibt freilich im Dunkeln.
Clintons Umfeld beteuert seit Jahren, der Kontakt zu Epstein sei begrenzt gewesen und der Ex-Präsident habe von dessen Verbrechen nichts gewusst. Die Nennung in mehreren Passagierlisten von Epsteins berüchtigtem Privatjet – dem sogenannten „Lolita Express" – nährte jedoch stets Spekulationen über regelmäßige Aufenthalte auf der Privatinsel Little Saint James. Strafrechtliche Konsequenzen? Fehlanzeige. Für die politische Elite scheinen offenbar andere Maßstäbe zu gelten.
Bill Gates: Geschlechtskrankheiten und russische Frauen?
Auch der Microsoft-Gründer und selbsternannte Philanthrop Bill Gates findet sich in den Dokumenten wieder. Bereits bekannt war, dass Gates ab 2011 Kontakt zu Epstein pflegte – wohlgemerkt zu einem Zeitpunkt, als dieser bereits wegen Sexualstraftaten verurteilt war. Die neuen Veröffentlichungen enthalten unversendete E-Mail-Entwürfe aus Epsteins Umfeld mit geradezu grotesken Behauptungen: Gates habe sich angeblich durch „Sex mit russischen Frauen" eine Geschlechtskrankheit zugezogen und seiner damaligen Ehefrau Melinda heimlich Antibiotika verabreicht.
Gates weist diese Vorwürfe als „absolut absurd und komplett falsch" zurück. Ob man dem Mann, der während der Corona-Pandemie zum globalen Impf-Apostel aufstieg, Glauben schenken mag, muss jeder für sich selbst entscheiden. Die Frage, warum ein Milliardär überhaupt jahrelangen Kontakt zu einem verurteilten Sexualstraftäter pflegte, bleibt jedenfalls unbeantwortet.
Prinz Andrew: Kompromittierende Fotos und Einladungen in den Buckingham Palace
Der britische Prinz Andrew, der bereits seit Jahren im Zentrum des Epstein-Skandals steht, wird durch die neuen Dokumente weiter belastet. Fotos aus Epsteins New Yorker Stadthaus zeigen den Royal in einer anzüglichen Pose über einer jungen Frau – Bilder, die in der britischen Presse für erhebliches Aufsehen sorgen. Die E-Mail-Kommunikation offenbart zudem, dass Andrew Treffen mit Epstein arrangierte und ihn sogar in den Buckingham Palace einlud. „Bring mit, wen immer du willst", soll Andrew wörtlich geschrieben haben.
Epstein soll dem Prinzen auch ein Treffen mit einer „schönen" 26-jährigen Russin vermittelt haben. Die Dokumente deuten auf eine enge Verbindung hin, die selbst nach Epsteins Verurteilung im Jahr 2008 fortbestand. Das britische Königshaus schweigt beharrlich – eine Strategie, die angesichts der erdrückenden Beweislast zunehmend fragwürdig erscheint.
Norwegische Kronprinzessin und britischer Labour-Politiker verstrickt
Mit Mette-Marit, der Kronprinzessin von Norwegen, taucht eine weitere royale Figur in den Akten auf. Sie soll 2013 in Epsteins Anwesen in Palm Beach übernachtet haben und über Jahre hinweg E-Mails mit ihm ausgetauscht haben. In einer dieser Nachrichten fragte sie Epstein allen Ernstes, ob es unangemessen sei, ihrem 15-jährigen Sohn nackte Frauen als Desktop-Hintergrund vorzuschlagen. Das norwegische Königshaus veröffentlichte ein Statement, in dem Mette-Marit jeden Kontakt mit Epstein bereut und den Sachverhalt als „einfach peinlich" bezeichnet.
Der britische Labour-Politiker Peter Mandelson, einst Botschafter in den USA, bezeichnete Epstein in einem Schreiben als „meinen besten Freund". Laut den Dokumenten soll er zwischen 2003 und 2004 insgesamt 75.000 US-Dollar von Konten erhalten haben, die Epstein zugeordnet werden. Mandelson bestreitet, davon gewusst zu haben, und legte seine Parteimitgliedschaft nieder. Premierminister Keir Starmer fordert nun, dass Mandelson auch sein Mandat im House of Lords und seinen Adelstitel abgibt.
Angela Merkel: FKK-Fotos und AfD-Prognosen
Selbst die deutsche Alt-Bundeskanzlerin Angela Merkel wird in den Epstein-Files erwähnt – wenn auch nicht in einem belastenden Kontext. Ein arabischer Unternehmer sandte Epstein ein Foto von Merkel aus ihrer Jugend, das sie an einem FKK-Strand zeigt. In mehreren E-Mails kurz vor der Europawahl 2019 schrieb ein unbekannter Absender an Epstein: „Merkel am Montag raus; AfD 12 zu 13." Was diese kryptischen Nachrichten bedeuten sollten, bleibt rätselhaft.
Ein Sumpf ohne Konsequenzen?
Die Epstein-Akten dokumentieren ein erschreckendes Netzwerk aus Kontakten, Nähe und kompromittierendem Material im Umfeld des verstorbenen Sexualstraftäters. Von Fotos und Reiseeinträgen bis zu E-Mail-Spuren und Finanzvermerken – die Beweislast ist erdrückend. Dennoch ergeben sich aus den veröffentlichten Materialien bisher für keine der genannten Personen eindeutig strafrechtlich belastbare Belege oder Anklagen.
Man fragt sich unweigerlich: Gilt das Recht für alle gleich? Oder existiert eine Parallelwelt der Mächtigen und Reichen, in der andere Regeln gelten? Die Epstein-Akten werfen ein grelles Schlaglicht auf jene selbsternannten Eliten, die uns tagtäglich mit moralischen Belehrungen überhäufen – während sie selbst offenbar in einem Sumpf aus Dekadenz und fragwürdigen Verbindungen versanken. Der deutsche Bürger, der für weitaus geringere Vergehen mit der vollen Härte des Gesetzes rechnen muss, darf sich zu Recht fragen, ob hier nicht mit zweierlei Maß gemessen wird.












