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Kettner Edelmetalle
06.02.2026
13:39 Uhr

Erlebnispark im Erzgebirge: Kaum eröffnet, schon pleite – ein Sinnbild deutscher Wirtschaftsmisere

Erlebnispark im Erzgebirge: Kaum eröffnet, schon pleite – ein Sinnbild deutscher Wirtschaftsmisere

Es klingt wie ein schlechter Witz, ist aber bittere Realität: Der Erlebnispark „Glück Auf" im sächsischen Erzgebirge musste nur wenige Wochen nach seiner feierlichen Eröffnung im Dezember 2025 Insolvenz anmelden. Mehr als 20 Millionen Euro wurden in das ambitionierte Projekt gepumpt – und nun steht die Zukunft des familienfreundlichen Freizeitparadieses auf der Kippe. Ein weiteres Kapitel im traurigen Buch der deutschen Wirtschaftskrise.

Vom Traumprojekt zum Albtraum in Rekordzeit

Die Betreibergesellschaft Schneider erzgebirge Event GmbH hatte große Pläne: Ein 1600 Quadratmeter großer Indoorspielplatz, Kettcar- und Bobbycarbahnen, eine Mitmachbaustelle, ein Schaukelareal und ein Kleinkinderbereich sollten Familien aus der gesamten Region anlocken. Das Besondere dabei: Der Park wirbt bewusst mit einem multimediafreien Konzept – Kinder sollen hier spielen können, „ohne digitalen Schnickschnack", wie es die Marketingverantwortliche Theresa Weiß bei der Eröffnung formulierte. Ein löblicher Ansatz in Zeiten der allgegenwärtigen Bildschirmsucht.

Doch bereits am 27. Januar 2026 eröffnete das Amtsgericht Chemnitz das Insolvenzverfahren. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Frank-Rüdiger Scheffler von der Tiefenbacher Insolvenzverwaltung bestellt. Seine Aufgabe: Das Vermögen im Gläubigerinteresse sichern und mögliche Investoren auftreiben.

Holzgeschäft als Sargnagel?

Die Ursachen für die finanzielle Schieflage liegen offenbar nicht allein im Freizeitpark selbst. Das Unternehmen ist auch im Bereich Holzbearbeitung und -handel tätig – und genau dieses Geschäftsfeld soll zuletzt massive rote Zahlen geschrieben haben. Die deutsche Holzbranche kämpft seit Jahren mit explodierenden Energiekosten, bürokratischen Hürden und einer schwächelnden Baukonjunktur. Dass ein diversifiziertes Unternehmen unter diesen Bedingungen ins Straucheln gerät, überrascht kaum noch.

Hoffnungsschimmer trotz düsterer Aussichten

Immerhin: Der Betrieb soll weitergehen. Ein Pressesprecher versicherte, dass der Erlebnispark durchgängig geöffnet bleibe. Für die sächsischen Winterferien vom 9. bis 22. Februar wurde sogar ein erweitertes Programm angekündigt – mit früherem Öffnungsbeginn um 8.30 Uhr, Frühstücksangebot und einer Faschingsparty. Die Gehälter der rund 30 Angestellten seien zunächst gesichert.

Bürgermeister Frank Tröger von Raschau-Markersbach zeigte sich zwar enttäuscht, gab sich aber optimistisch: Eine drohende Insolvenz bedeute nicht automatisch das Aus, sondern könne auch einen Neuanfang ermöglichen. Ob die für den Frühling geplante Eröffnung von Ferienwohnungen sowie neuen Konferenz- und Arbeitsräumen noch realisiert werden kann, bleibt allerdings fraglich.

Symptom einer kranken Wirtschaftspolitik

Der Fall „Glück Auf" reiht sich nahtlos ein in eine erschreckende Serie von Unternehmensinsolvenzen, die Deutschland derzeit heimsucht. Von traditionsreichen Gießereien über internationale Transportfirmen bis hin zu etablierten Modehändlern – die Liste der Pleiten wird immer länger. Die Gründe sind vielfältig, doch sie haben einen gemeinsamen Nenner: Eine Wirtschaftspolitik, die jahrelang Unternehmen mit überbordender Bürokratie, astronomischen Energiepreisen und ideologisch motivierten Regulierungen das Leben schwer gemacht hat.

Dass ausgerechnet ein Projekt scheitert, das traditionelle Werte wie handwerkliches Geschick und regionale Verbundenheit in den Vordergrund stellt, hat eine bittere Ironie. Der Park entstand auf dem Gelände des ehemaligen Ferienhotels Markersbach und sollte die Bedeutung des Bergbaus und die Handwerkstradition des Erzgebirges näherbringen. Viele Elemente bestehen bewusst aus Holz – ein Bekenntnis zur Region und ihrer Geschichte.

„Wir möchten hier für die Familien oder auch Erholungssuchende einen Platz für Familienauszeit bieten."

Diese Worte der Marketingverantwortlichen klingen nun wie ein Versprechen, das möglicherweise nicht gehalten werden kann. Es bleibt zu hoffen, dass sich ein Investor findet, der dieses familienfreundliche Konzept rettet – und dass die Politik endlich begreift, dass Unternehmen Rahmenbedingungen brauchen, unter denen sie gedeihen können, statt an bürokratischen Fesseln zu ersticken.

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