
Gaspreise explodieren: Deutsche Speicher auf kritischem Tiefstand – Bundesnetzagentur beschwichtigt

Während die Temperaturen in Deutschland in den Keller rauschen, tun es die Füllstände der Gasspeicher gleich mit. Der europäische Gaspreis ist im Januar um satte 36 Prozent in die Höhe geschossen – von gut 30 Euro auf über 42 Euro pro Megawattstunde. Doch die Bundesnetzagentur unter Klaus Müller sieht keinen Grund zur Beunruhigung. Man fragt sich unwillkürlich: Leben diese Behördenvertreter eigentlich in derselben Realität wie der deutsche Bürger, der seine Heizkostenabrechnung fürchtet?
Dramatischer Preisanstieg innerhalb weniger Wochen
Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache. Am ersten Arbeitstag des Jahres lag der Day-ahead-Preis noch bei bescheidenen 30,84 Euro pro Megawattstunde. Nur drei Wochen später, am 21. Januar, erreichte er seinen vorläufigen Höchststand von 42,84 Euro. Das entspricht einem Anstieg von mehr als einem Drittel – wohlgemerkt in nicht einmal einem Monat. Ähnlich verhält es sich bei den Preisen für Lieferungen im Folgemonat, die von 30,75 Euro auf 41,84 Euro kletterten.
Als Ursache wird unter anderem eine Kältewelle in den Vereinigten Staaten genannt, die dazu führt, dass weniger amerikanisches Flüssiggas den Weg über den Atlantik nach Europa findet. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit. Die eigentliche Misere ist hausgemacht – ein Erbe jener politischen Entscheidungen, die Deutschland in eine beispiellose Energieabhängigkeit manövriert haben.
Speicherstände auf besorgniserregendem Niveau
Die deutschen Gasspeicher sind mittlerweile zu weniger als 32 Prozent gefüllt. Deutschlands größter Speicher in Rehden liegt sogar unter der kritischen Marke von zehn Prozent. Das Staatsunternehmen Uniper warnt bereits offen vor einer Gasknappheit und hält die Versorgungssicherheit mit Erdgas in Deutschland aktuell für „nicht garantiert". Doch was sagt die Bundesnetzagentur dazu? Die Speicher würden sich „im Rahmen der marktlichen und wetterbedingten Erwartungen" entleeren. Eine Formulierung, die an Zynismus kaum zu überbieten ist.
„Auch die Preise auf den Großhandelsmärkten lassen keine Knappheiten erkennen."
So lautet die offizielle Einschätzung der Behörde. Deutschland könne sich auf Importe aus Belgien und Frankreich verlassen. Kritiker merken jedoch an, dass aus Frankreich praktisch kein Gas nach Deutschland fließt und Norwegen – der derzeit größte Lieferant – in dieser Beschwichtigung nicht einmal Erwähnung findet. Hauptsache, irgendetwas wird kommuniziert, das die Bürger beruhigen soll.
Eisige Temperaturen verschärfen die Lage
Die kommenden Tage verheißen nichts Gutes. Meteorologen prognostizieren nächtliche Temperaturen von bis zu minus zehn Grad, auch tagsüber soll das Thermometer im Minusbereich verharren. Das bedeutet: Der Gasverbrauch wird weiter steigen, die Speicher werden sich noch schneller leeren, und die Preise dürften ihren Höhenflug fortsetzen.
Besonders brisant: Die Preise für Sommerlieferungen sollen laut der Preisberichtagentur Argus Media bereits einen „ungewöhnlichen Aufschlag" erfahren haben. Das deutet darauf hin, dass die Märkte mit erheblichen Schwierigkeiten bei der Wiederbefüllung der Speicher rechnen. Die Zeche werden am Ende die deutschen Verbraucher und die ohnehin angeschlagene Industrie zahlen.
Ein Versagen mit Ansage
Was wir hier erleben, ist das Resultat einer jahrelangen energiepolitischen Geisterfahrt. Der überstürzte Ausstieg aus der Kernenergie, die ideologisch motivierte Verteufelung fossiler Brennstoffe und die naive Abhängigkeit von russischem Gas haben Deutschland in eine Situation gebracht, in der selbst ein durchschnittlich kalter Winter zur existenziellen Bedrohung für die Versorgungssicherheit wird.
Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz steht vor einem Scherbenhaufen, den die Vorgängerregierungen hinterlassen haben. Doch auch sie scheint nicht gewillt, die notwendigen Konsequenzen zu ziehen. Stattdessen werden weiterhin Milliarden in fragwürdige Klimaprojekte gepumpt, während die Grundversorgung der Bevölkerung auf der Kippe steht.
Der deutsche Bürger darf sich derweil warm anziehen – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn wenn die Speicher leer sind und die Preise durch die Decke gehen, hilft auch kein Beschwichtigen mehr. Dann wird sich zeigen, was die vollmundigen Versprechen der Politik wirklich wert sind.
In Zeiten derartiger wirtschaftlicher Unsicherheit und steigender Energiekosten erweist sich einmal mehr der Wert physischer Edelmetalle als Vermögenssicherung. Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg ihre Kaufkraft bewahrt – unabhängig von politischen Fehlentscheidungen und energiepolitischen Abenteuern.












