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Kettner Edelmetalle
09.02.2026
07:24 Uhr

Goldpreis kämpft sich zurück: Warum die 5.000-Dollar-Marke noch lange nicht sicher ist

Goldpreis kämpft sich zurück: Warum die 5.000-Dollar-Marke noch lange nicht sicher ist

Die Edelmetallmärkte gleichen derzeit einem Pulverfass. Nach einem beispiellosen Ausverkauf in der Vorwoche hat sich Gold zwar wieder über die psychologisch wichtige Marke von 5.000 US-Dollar je Unze gekämpft, doch von Entspannung kann keine Rede sein. Die Nervosität unter Anlegern ist mit Händen zu greifen, und wer glaubt, das Schlimmste sei überstanden, könnte sich bitter täuschen.

Historische Schwankungen erschüttern die Märkte

Was sich in den vergangenen Tagen an den Edelmetallmärkten abspielte, sucht seinesgleichen. Gold verzeichnete die zweitgrößte wöchentliche Handelsspanne der jüngeren Geschichte – übertroffen nur von der historischen Verwerfungswoche unmittelbar zuvor. Doch während das gelbe Metall zumindest einen Teil seiner Verluste wettmachen konnte, präsentiert sich der kleine Bruder Silber als regelrechte Achterbahnfahrt.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Am Donnerstag lag die Tagesspanne bei Silber bei atemberaubenden 27,8 Prozent. Zum Vergleich: In den vergangenen Jahren bewegte sich das Metall im Schnitt um etwas mehr als zwei Prozent pro Tag. Eine Verzehnfachung der üblichen Volatilität – das ist selbst für hartgesottene Rohstoffhändler starker Tobak. Gewinne über 90 US-Dollar je Unze wurden ebenso schnell wieder abgegeben, wie sie erzielt wurden. Aktuell notiert Spot-Silber bei rund 78 US-Dollar – deutlich über den jüngsten Tiefs, aber meilenweit entfernt von den Hochs der vergangenen Wochen.

Silber volatiler als Bitcoin – ein Alarmsignal?

Besonders bemerkenswert ist ein Detail, das selbst erfahrene Marktbeobachter aufhorchen lässt: Die implizite Ein-Monats-Volatilität bei Silber liegt derzeit sogar über der von Bitcoin. Ausgerechnet das Edelmetall, das seit Jahrtausenden als Wertspeicher dient, schwankt stärker als die berüchtigte Kryptowährung. Was sagt das über den Zustand unserer Finanzmärkte aus?

Die Analysten der Commerzbank erwarten kurzfristig weiterhin hohe Preisschwankungen, sehen Edelmetalle mittelfristig jedoch als „gut unterstützt". Eine Einschätzung, die Hoffnung macht – aber eben auch zeigt, dass der Weg dorthin steinig sein dürfte. Für eine nachhaltige Beruhigung brauche es eine Phase seitwärts gerichteten Handels, um zu zeigen, dass die spekulative Überhitzung tatsächlich abgebaut sei.

Die Preisspanne: Zwischen Hoffen und Bangen

Die Expertenmeinungen zur kurzfristigen Entwicklung gehen auseinander. Einige sehen Gold bei nachlassender Volatilität zunächst in einer Range zwischen 4.700 und 5.000 US-Dollar gefangen. Gleichzeitig betonen sie, dass die kurzfristigen Abwärtsrisiken leicht überwiegen könnten – schließlich sei nach der vorangegangenen Rallye bereits viel Positives eingepreist. Ein klarer neuer Aufwärtsimpuls brauche „frische" Auslöser: schwächere Konjunkturdaten, eindeutigere Signale für Zinssenkungen oder neue geopolitische Spannungen.

Warum Silber noch stärker schwankt

Silber gilt traditionell als der volatilere Bruder von Gold – und genau dieses Muster zeigt sich aktuell in extremer Form. Die Gründe dafür sind vielschichtig: Inflations- und Rezessionssorgen, wechselnde Erwartungen an die Geldpolitik und geopolitische Risiken drücken gleichzeitig auf die Stimmung. Hinzu kommt, dass Silber sowohl als Investmentmetall gehandelt wird als auch eine industrielle Komponente besitzt. Der Markt ist im Vergleich zu Gold deutlich kleiner, was Bewegungen in beide Richtungen beschleunigt, sobald große Positionen auf- oder abgebaut werden.

Für das Gesamtjahr sehen manche Analysten trotz der aktuellen Turbulenzen einen möglichen Weg Richtung 6.000 US-Dollar je Unze Gold – allerdings mit dem wichtigen Zusatz, dass künftige Aufwärtsbewegungen eher in Etappen verlaufen dürften.

Fed, US-Daten und die Japan-Wahl als Kurstreiber

Für die kommenden Wochen rechnen Analysten mit anhaltend hoher Volatilität. Wichtige Konjunktur- und Inflationsdaten stehen an, die für die Federal Reserve von zentraler Bedeutung sind. Der Markt geht aktuell mehrheitlich davon aus, dass die Fed im Juni wieder mit Zinssenkungen beginnen könnte. Sollten neue Daten diese Erwartung nach hinten verschieben, könnte das kurzfristig belastend für Gold wirken – ein späterer Lockerungskurs stützt tendenziell den US-Dollar und erhöht die Opportunitätskosten zinsloser Anlagen.

Außerhalb der USA richtet sich der Blick auf die anstehende Wahl in Japan. Beobachter diskutieren, ob die Ergebnisse eine deutlich lockerere Fiskalpolitik signalisieren könnten. In einem Land mit ohnehin astronomischer Staatsverschuldung könnte das Auswirkungen auf Anleihemärkte und Währung haben. In einem solchen Umfeld, so die Argumentation, könnte Gold weltweit wieder stärker als Absicherungsinstrument nachgefragt werden.

Physische Edelmetalle als Stabilitätsanker

Unterm Strich bleibt das Bild zweigeteilt: kurzfristig außergewöhnlich nervöse Märkte mit erhöhtem Rückschlagsrisiko – und gleichzeitig ein breites Lager von Experten, das Gold und Silber mittelfristig weiterhin als gestützt ansieht. Gerade in Zeiten derartiger Unsicherheit zeigt sich einmal mehr der Wert physischer Edelmetalle als Bestandteil eines breit gestreuten Anlageportfolios. Sie bieten einen Stabilitätsanker, wenn Papierwerte ins Wanken geraten, und dienen seit Jahrtausenden als bewährter Schutz gegen Währungsturbulenzen und Inflation.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst dafür verantwortlich, sich umfassend zu informieren und eigenständige Anlageentscheidungen zu treffen. Die dargestellten Informationen entsprechen dem aktuellen Kenntnisstand unserer Redaktion und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit.

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