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Kettner Edelmetalle
18.02.2026
06:49 Uhr

Goldpreis-Rallye noch lange nicht am Ende – Warum das Edelmetall weiter steigen dürfte

Während Papierwährungen weltweit unter dem Druck explodierender Staatsschulden ächzen und geopolitische Krisenherde sich multiplizieren wie Kaninchen im Frühling, kennt der Goldpreis offenbar nur eine Richtung: nach oben. Die kanadische Großbank Scotiabank bekräftigt in einer aktuellen Strategieanalyse, dass der laufende Bullenmarkt beim Gold noch erhebliches Potenzial besitze – trotz kurzfristiger Rücksetzer.

Ein Rücksetzer, kein Trendbruch

Der Spotpreis für Gold notierte zuletzt bei rund 4.856 US-Dollar je Feinunze, nachdem er innerhalb weniger Tage etwa 3,5 Prozent nachgegeben hatte. Doch wer nun glaubt, die Luft sei raus, der irrt gewaltig. Allein seit Jahresbeginn steht ein Plus von rund 13 Prozent zu Buche – und das nach einem fulminanten Anstieg von über 60 Prozent im vergangenen Jahr. Die Scotiabank-Analysten um Tanya Jakusconek formulieren es unmissverständlich: „Wir glauben nicht, dass dieser Bullenzyklus bereits vorüber ist."

Die historischen Treiber seien weiterhin fest verankert, so die Experten. Hohe Handelsunsicherheit, geopolitische Spannungen, die sich kurzfristig kaum abschwächen dürften – all das spreche für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung. Man könnte fast meinen, die Weltpolitik arbeite dem Goldpreis systematisch zu.

Dollar-Entwertung und fiskalischer Wahnsinn als Brandbeschleuniger

Zwei zentrale makroökonomische Themen treiben die globale Nachfrage nach dem Edelmetall, wie auch die Investmentbank Jefferies in einem separaten Bericht hervorhebt: Inflation und die schleichende Entwertung des US-Dollars. Die eskalierende Staatsverschuldung der Vereinigten Staaten – befeuert durch eine Politik, die fiskalische Disziplin offenbar als Fremdwort betrachtet – nähre bei institutionellen Investoren und Zentralbanken weltweit wachsende Zweifel an der Leitwährung.

Die Wurzeln dieses Phänomens reichen zurück bis zur Covid-19-Pandemie, als Regierungen rund um den Globus beispiellose geld- und fiskalpolitische Stimulusprogramme auflegten. Fünf Jahre später laufen die Defizite munter weiter – ohne dass auch nur ansatzweise fiskalische Zurückhaltung erkennbar wäre. Ein Befund, der übrigens nicht nur für die USA gilt. Auch in Deutschland hat die neue Große Koalition unter Friedrich Merz mit ihrem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur einen Weg eingeschlagen, der Generationen von Steuerzahlern belasten wird. Von dem Versprechen, keine neuen Schulden zu machen, ist wenig übrig geblieben.

De-Dollarisierung: Eine tektonische Verschiebung

Die Beschlagnahmung russischer Vermögenswerte nach Moskaus Einmarsch in die Ukraine 2022, wachsender Ressourcennationalismus und die aggressive Zollpolitik der Trump-Administration – 20 Prozent auf EU-Importe, 34 Prozent auf China – haben das Vertrauen in das bestehende Währungssystem nachhaltig erschüttert. Investoren suchen Zuflucht in harten Vermögenswerten. Und was könnte härter sein als Gold?

Jefferies spricht von einer „Verschiebung globaler Reservepräferenzen" – eine diplomatische Umschreibung für das, was im Klartext bedeutet: Immer mehr Länder wenden sich vom Dollar ab und schichten in Gold um.

Zentralbanken kaufen wie besessen

Die Notenbanken – vornehmlich in Schwellenländern – betrachten Gold als unverzichtbares Instrument zur Diversifizierung ihrer Reserven. Laut Scotiabank-Daten besitzen sie kollektiv weniger als 30 Prozent des physischen Metalls, was erheblichen Spielraum für weitere Käufe lässt. Im Dezember 2025 erwarben Zentralbanken 328 Tonnen Gold, wie Daten des World Gold Council belegen. Im Vorjahresmonat waren es noch 345 Tonnen gewesen – ein Rückgang, der angesichts der absoluten Größenordnung kaum ins Gewicht fällt.

Diese Zahlen sollten jedem zu denken geben, der Gold für eine „Reliquie der Vergangenheit" hält, wie es einst der britische Ökonom John Maynard Keynes formulierte. Die Zentralbanken dieser Welt sehen das offensichtlich anders.

Rekordzuflüsse in Gold-ETFs

Auch die Investmentnachfrage erreicht neue Dimensionen. Physisch hinterlegte Gold-ETFs verzeichneten allein im Januar Zuflüsse von 19 Milliarden US-Dollar – der stärkste Monat in der Geschichte. In Kombination mit dem 14-prozentigen Preisanstieg kletterte das verwaltete Vermögen globaler Gold-ETFs um 20 Prozent auf den Rekordwert von 669 Milliarden Dollar. Die physischen Bestände stiegen um 120 Tonnen auf 4.145 Tonnen – ebenfalls ein Allzeithoch.

Tether: Der stille Gigant am Goldmarkt

Ein besonders faszinierender Aspekt der aktuellen Goldnachfrage ist die Rolle von Stablecoin-Emittenten wie Tether. Das Unternehmen, das den weltweit größten Stablecoin USDT herausgibt, hat sich zum größten nicht-staatlichen Käufer physischen Goldes entwickelt und rangiert mittlerweile unter den 30 größten Goldhaltern weltweit. Laut Jefferies-Schätzungen hielt Tether Ende Januar 148 Tonnen physisches Gold im Wert von rund 23 Milliarden Dollar – nach Zukäufen von 26 Tonnen im vierten Quartal 2025 und weiteren 6 Tonnen im Januar.

Dass ausgerechnet ein Unternehmen aus der Kryptowelt derart massiv in physisches Gold investiert, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Es zeigt aber auch: Wenn es um echte Wertaufbewahrung geht, führt kein Weg am ältesten Geld der Menschheit vorbei.

Was bedeutet das für den deutschen Anleger?

Die Botschaft könnte kaum deutlicher sein. In einer Welt, in der Regierungen – ob in Washington oder Berlin – Schulden anhäufen, als gäbe es kein Morgen, in der geopolitische Konflikte vom Ukraine-Krieg bis zur jüngsten Eskalation im Nahen Osten die Stabilität bedrohen und in der das Vertrauen in Papierwährungen erodiert, bleibt physisches Gold der ultimative Anker der Vermögenssicherung.

Wer sein Portfolio breit aufstellen und gegen die Unwägbarkeiten einer zunehmend instabilen Weltordnung absichern möchte, kommt an physischen Edelmetallen als Beimischung kaum vorbei. Gold und Silber haben über Jahrtausende ihren Wert bewahrt – eine Eigenschaft, die man von keiner Fiat-Währung behaupten kann.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen und Einschätzungen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und spiegeln die Meinung unserer Redaktion wider. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener sorgfältiger Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für etwaige Verluste, die aus Anlageentscheidungen resultieren, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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