
Kairo als Ausbilder palästinensischer Truppen: Trumps Friedensrat nimmt Gestalt an
Während Europa sich in endlosen Debatten über Gendersternchen und Klimakleber verliert, werden am anderen Ende der geopolitischen Bühne Fakten geschaffen. Der von US-Präsident Donald Trump ins Leben gerufene „Board of Peace" – ein Friedensrat mit 27 Mitgliedern – hat am Donnerstag seine konstituierende Sitzung in Washington abgehalten. Und die Ergebnisse dürften so manchem Diplomaten der alten Schule die Sprache verschlagen.
Ägypten drängt an die Spitze der Vermittler
Der ägyptische Premierminister Mostafa Madbouly erklärte bei dem Treffen die Bereitschaft seines Landes, palästinensische Streitkräfte auszubilden. Das Ziel sei unmissverständlich: die Sicherheitslage im verwüsteten Gazastreifen zu stabilisieren. Madbouly sprach dabei im Namen von Präsident Abdel-Fattah El-Sisi und forderte gleichzeitig eine Stärkung des Palästinensischen Nationalkomitees für die Verwaltung des Gazastreifens, kurz NCAG. Dieses Komitee müsse in der Lage sein, in sämtlichen Gebieten des Küstenstreifens zu operieren – eine Forderung, die angesichts der katastrophalen Lage vor Ort mehr als berechtigt erscheint.
Darüber hinaus verlangte der ägyptische Regierungschef klar definierte Aufgaben für den Exekutivrat von Gaza, um die Arbeit des Nationalkomitees wirksam zu unterstützen. Man merkt: Kairo hat verstanden, dass Sicherheit ohne funktionierende Strukturen eine Illusion bleibt.
Trumps Pragmatismus zeigt Wirkung
Was auffällt, ist die bemerkenswerte Effizienz, mit der Trump dieses Gremium zusammengestellt hat. Acht arabische und islamische Staaten – darunter Schwergewichte wie Saudi-Arabien, Katar und Jordanien – sitzen mit am Tisch. Das von den Vereinten Nationen bis Ende 2027 mandatierte Gremium soll nicht nur die Umsetzung des Gaza-Waffenstillstandsabkommens überwachen, sondern auch die Wiederaufbaumaßnahmen koordinieren. Neun Mitglieder hätten bereits insgesamt sieben Milliarden Dollar für den Wiederaufbau zugesagt, verkündete Trump zum Auftakt.
Sieben Milliarden Dollar. Man stelle sich vor, was mit einem Bruchteil dieser Summe in der maroden deutschen Infrastruktur bewegt werden könnte – aber das nur am Rande. Während die neue Große Koalition in Berlin ein 500-Milliarden-Sondervermögen plant, das künftige Generationen mit Schulden belastet, organisiert Washington handfeste internationale Koalitionen mit konkreten Finanzzusagen.
Ägyptens strategische Positionierung
Madbouly bekräftigte die Unterstützung seines Landes für Trumps Friedensplan, knüpfte diese jedoch an eine entscheidende Bedingung: Der Plan müsse das Recht der Palästinenser auf Selbstbestimmung und einen unabhängigen Staat im Einklang mit dem Völkerrecht garantieren. Besonders begrüßte er Trumps Ablehnung einer israelischen Annexion des Westjordanlandes sowie jeglicher Vertreibung von Palästinensern aus Gaza.
Ein Punkt verdient besondere Aufmerksamkeit: Madbouly hob die Notwendigkeit hervor, die territoriale Verbindung zwischen dem Westjordanland und dem Gazastreifen aufrechtzuerhalten. Ohne diese Verbindung, so die ägyptische Position, könne die Palästinensische Autonomiebehörde ihre Aufgaben in Gaza schlicht nicht wieder aufnehmen. Eine geographische Realität, die in der diplomatischen Rhetorik allzu oft unter den Tisch fällt.
Kairo als unverzichtbarer Akteur
Ägypten hat sich in den vergangenen Jahren als unverzichtbarer Vermittler im Nahostkonflikt etabliert. Bereits im Oktober 2025 hatte Kairo gemeinsam mit Katar, der Türkei und den USA ein Waffenstillstandsabkommen zwischen Israel und der Hamas vermittelt. Seitdem drängt die ägyptische Regierung auf einen dauerhaften Waffenstillstand, humanitären Zugang und den raschen Beginn des Wiederaufbaus. Seit Kriegsbeginn im Oktober 2023 leistete Ägypten der Bevölkerung im Gazastreifen trotz israelischer Blockade humanitäre Hilfe und erarbeitete einen umfassenden Wiederaufbauplan.
Was bleibt, ist die nüchterne Erkenntnis: Während sich die europäische Diplomatie in moralischen Appellen erschöpft, schaffen die USA unter Trump und regionale Akteure wie Ägypten Strukturen, die tatsächlich etwas bewegen könnten. Ob der Friedensrat am Ende mehr als ein ambitioniertes Papier produziert, wird sich zeigen. Doch allein die Tatsache, dass 27 Nationen an einem Tisch sitzen und Milliardenzusagen auf dem Tisch liegen, ist mehr, als die bisherige multilaterale Diplomatie in Jahren zustande gebracht hat. Pragmatismus schlägt Symbolpolitik – eine Lektion, die man auch in Berlin dringend beherzigen sollte.
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