
Kantonalbank schwimmt gegen den Strom: ZKB trotzt Zinsbaisse mit Rekordgewinn
Während die deutsche Finanzlandschaft unter der Last explodierender Staatsschulden und einer verfehlten Wirtschaftspolitik ächzt, zeigt die Zürcher Kantonalbank, wie solides Bankgeschäft funktioniert. Mit einem Konzerngewinn von 668 Millionen Franken im ersten Halbjahr 2025 – einem satten Plus von 11,1 Prozent – führt die Schweizer Bank vor, was hierzulande längst verloren scheint: wirtschaftliche Vernunft und unternehmerische Weitsicht.
Meisterhafte Navigation durch schwieriges Fahrwasser
Besonders bemerkenswert erscheint dieser Erfolg angesichts des schwächelnden Zinsengeschäfts. Die ZKB musste hier einen Rückgang um 36 Millionen Franken auf 822 Millionen verkraften – eine Entwicklung, die manch deutsche Bank in existenzielle Nöte stürzen würde. Doch während hiesige Institute nach staatlichen Rettungsschirmen rufen würden, bewies die Zürcher Kantonalbank unternehmerisches Geschick: Höhere Erträge im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sowie im Handelsbereich kompensierten die Verluste mehr als deutlich.
Der Geschäftsertrag stieg trotz widriger Umstände um 2,6 Prozent auf 1,60 Milliarden Franken. Ein Kunststück, das zeigt: Wer diversifiziert aufgestellt ist und nicht allein auf die Zinsmarge setzt, kann auch in turbulenten Zeiten erfolgreich wirtschaften.
Strategischer Weitblick zahlt sich aus
Der Verkauf der österreichischen Tochtergesellschaft an die Liechtensteinische Landesbank brachte einen außerordentlichen Erfolg von 62 Millionen Franken ein. Hier zeigt sich, was deutsche Banken oft vermissen lassen: die Fähigkeit, zur richtigen Zeit die richtigen strategischen Entscheidungen zu treffen. Statt an unprofitablen Geschäftsbereichen festzuhalten, trennte sich die ZKB gewinnbringend von Ballast.
Vertrauensbeweis der Anleger
Die verwalteten Vermögen stiegen um beeindruckende 13,6 Milliarden auf 534,4 Milliarden Franken. Netto-Neugelder in Höhe von 7,4 Milliarden Franken flossen der Bank zu – ein deutlicher Vertrauensbeweis der Anleger. Während deutsche Sparer ihr Geld zunehmend ins Ausland transferieren, um es vor der Gier des Fiskus und der Inflation zu schützen, strömen internationale Gelder in die sichere Schweiz.
"Unsere operative Leistung ist insgesamt in allen Bereichen gestiegen und wir verzeichnen ein breit abgestütztes Wachstum in unseren Kernsegmenten"
So kommentierte ZKB-Chef Urs Baumann die erfreulichen Zahlen. Ein Statement, das Bände spricht über den Unterschied zwischen schweizerischer Solidität und deutscher Planwirtschaft.
Lehrstück für deutsche Banken
Die ZKB macht vor, was möglich wäre, wenn Banken sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren würden, statt politische Agenden zu bedienen. Keine Gender-Quoten, keine grünen Kredite für windige Klimaprojekte, sondern solides Banking. Das Ergebnis spricht für sich.
Besonders pikant: Während die neue Große Koalition in Berlin bereits wieder über ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur diskutiert – trotz gegenteiliger Wahlversprechen von Friedrich Merz –, wirtschaftet die ZKB profitabel und schüttet Gewinne an Kanton und Gemeinden aus. Ein Modell, von dem deutsche Kommunen nur träumen können.
Ausblick: Vorsichtiger Optimismus
Für die Zukunft zeigt sich Baumann vorsichtig optimistisch. Die geopolitischen Rahmenbedingungen würden volatil bleiben, doch das starke erste Halbjahr stimme zuversichtlich für ein "wiederum sehr ansprechendes Jahresergebnis". Eine Prognose, die auf soliden Fundamentaldaten basiert – nicht auf politischem Wunschdenken.
Die Erfolgsgeschichte der ZKB sollte deutschen Banken und Politikern gleichermaßen zu denken geben. Während hierzulande die Inflation galoppiert und die Staatsschulden explodieren, zeigt die Schweiz, wie nachhaltiges Wirtschaften funktioniert. Vielleicht wäre es an der Zeit, weniger auf staatliche Interventionen zu setzen und mehr auf unternehmerische Freiheit. Doch davon ist Deutschland unter der neuen alten Großen Koalition weiter entfernt denn je.
In Zeiten wie diesen wird deutlich: Wer sein Vermögen schützen will, sollte nicht allein auf Papierwerte setzen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber bieten einen bewährten Schutz vor Inflation und politischen Unwägbarkeiten – eine Beimischung, die in keinem ausgewogenen Portfolio fehlen sollte.