
Mercosur-Abkommen: Ostdeutsche Bauern kämpfen gegen den Ausverkauf ihrer Existenz

Während die EU-Bürokraten in Brüssel sich gegenseitig auf die Schultern klopfen, stehen deutsche Landwirte vor den Trümmern ihrer Zukunft. Das umstrittene Mercosur-Freihandelsabkommen wurde von der Mehrheit der EU-Länder durchgewunken – und Bundeskanzler Friedrich Merz feiert diesen Dolchstoß gegen die heimische Landwirtschaft auch noch als "Meilenstein der europäischen Handelspolitik".
Bauern blockieren Autobahnen aus Verzweiflung
In den frühen Morgenstunden des Donnerstags versammelten sich ostdeutsche Landwirte erneut, um ihrem Unmut Luft zu machen. Autobahnauffahrten in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern wurden blockiert, Traktoren rollten als stumme Zeugen einer Politik, die ihre eigenen Bürger im Stich lässt. Die Frustration sitzt tief, die Angst um die eigene Existenz ist greifbar.
"Wenn jetzt die Märkte mit Produkten aus Brasilien oder Argentinien überschwemmt werden, sehen wir unsere Existenz in Gefahr", bringt ein Landwirt die Stimmung auf den Punkt. Und er hat recht. Denn während deutsche Bauern mit einem Wust an Vorschriften für Düngung, Pflanzenschutz und Tierhaltung gegängelt werden, dürfen südamerikanische Produzenten nach völlig anderen Maßstäben wirtschaften.
Die absurde Logik der EU-Klimapolitik
Besonders grotesk mutet die klimapolitische Dimension dieses Abkommens an. Europäische Landwirte werden mit immer schärferen CO₂-Reduktionszielen konfrontiert, müssen jeden Handgriff dokumentieren und rechtfertigen. Gleichzeitig sollen künftig Rindfleisch, Soja und andere Agrarprodukte über Tausende von Kilometern aus Südamerika herangeschifft werden – aus Ländern, die sich einen feuchten Kehricht um europäische Umweltstandards scheren.
"Wir holen Essen aus der halben Welt, wissen aber nicht genau, was drin ist."
Diese Aussage eines protestierenden Bauern trifft den Nagel auf den Kopf. Während deutsche Verbraucher bei heimischen Produkten auf höchste Qualitätsstandards vertrauen können, öffnet das Mercosur-Abkommen Tür und Tor für Lebensmittel, deren Produktionsbedingungen niemand ernsthaft kontrolliert. Glyphosat und andere bedenkliche Substanzen könnten künftig vermehrt auf deutschen Tellern landen.
Frankreich kämpft – Deutschland kapituliert
Während Frankreich als Europas größter Agrarproduzent vehement gegen das Abkommen ankämpft und die französische Landwirtschaftsministerin Annie Genevard bereits ankündigte, den Kampf in der EU-Vollversammlung fortzusetzen, zeigt sich die deutsche Regierung einmal mehr als willfähriger Erfüllungsgehilfe Brüsseler Interessen. Italien konnte wenigstens noch Zugeständnisse für seine Bauern heraushandeln – Deutschland hingegen nickt einfach ab.
Die Abstimmung offenbart die Spaltung Europas in dieser Frage: Frankreich, Polen, Ungarn, Österreich und Irland stimmten gegen das Abkommen. Belgien enthielt sich. Doch die deutsche Stimme fehlte im Lager der Vernunft.
Merz lobt, was Deutschland schadet
Bundeskanzler Merz bezeichnete die Unterzeichnung als "wichtiges Signal unserer strategischen Souveränität und Handlungsfähigkeit" und beklagte lediglich die 25-jährige Verhandlungsdauer. Von Verständnis für die Sorgen der heimischen Landwirte keine Spur. Stattdessen hohle Phrasen über Handelspolitik, während die Existenzgrundlage tausender deutscher Familienbetriebe auf dem Spiel steht.
Die stille Kapitulation der Bauernproteste
Die Verzweiflung der Landwirte ist spürbar, doch ihre Mittel sind begrenzt. "Wir wollen eigentlich nicht strafbar werden und wir wollen den Leuten auch nicht wehtun", erklärt ein Bauer. "Wir wollen einfach nur friedlich demonstrieren, aber der Nachdruck fehlt uns. Warten Sie darauf, dass wir radikal werden, oder was?"
Diese Frage hallt nach. Denn während französische Bauern Paris aufmischen und ihre Regierung zum Handeln zwingen, bleiben deutsche Proteste weitgehend folgenlos. Der Bauernverband, dessen Präsident bekanntlich CDU-Mitglied ist, übt sich in Zurückhaltung. Eine Interessenvertretung, die ihren Namen nicht verdient.
Die Verwertungskette bricht zusammen
Das Mercosur-Abkommen trifft auf eine ohnehin angeschlagene Branche. In Brandenburg wurde im vergangenen Jahr der Schlachthof Perleberg geschlossen. Im Februar wird die Britzer Wurstfabrik in Eberswalde mit 500 Beschäftigten dichtmachen. Die gesamte Verwertungskette für landwirtschaftliche Erzeugnisse bröckelt – und nun setzt die EU noch einen drauf.
Das Ergebnis dieser Politik ist absehbar: Landstriche werden veröden, Familienbetriebe aufgeben, Arbeitsplätze verschwinden. Die Ernährungssouveränität Deutschlands wird weiter ausgehöhlt, die Abhängigkeit von Importen steigt. Und wenn die nächste Krise kommt – sei es eine Pandemie, ein Krieg oder eine Naturkatastrophe – werden wir bitter bereuen, unsere heimische Landwirtschaft so leichtfertig geopfert zu haben.
Ein Verrat an traditionellen Werten
Die Landwirtschaft ist nicht irgendein Wirtschaftszweig. Sie ist das Fundament unserer Gesellschaft, der Garant für Ernährungssicherheit, ein Bewahrer ländlicher Traditionen und Strukturen. Wer die Bauern im Stich lässt, verrät nicht nur eine Berufsgruppe – er verrät die Grundlagen unserer Zivilisation.
Es ist bezeichnend, dass wieder einmal die ostdeutschen Bauern den Mut aufbringen, auf die Straße zu gehen. Dort, wo die Menschen noch wissen, was es bedeutet, von einer Regierung im Stich gelassen zu werden, regt sich der Widerstand. Der Westen hingegen scheint in seiner Saturiertheit vergessen zu haben, dass Freiheit und Wohlstand erkämpft und verteidigt werden müssen.
Die Frage bleibt: Wie lange noch werden sich die deutschen Bauern mit friedlichen Protesten begnügen, während ihre Existenz systematisch zerstört wird? Und wie lange noch wird eine Regierung, die sich "christlich" und "demokratisch" nennt, die Interessen ihrer eigenen Bürger den Brüsseler Bürokraten opfern?
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