
Österreich im Umbruch: 3,34 Millionen Einwanderer seit der Jahrtausendwende
Was passiert, wenn ein kleines Alpenland mit gerade einmal 84.000 Quadratkilometern Fläche innerhalb eines Vierteljahrhunderts mehr als 3,3 Millionen Menschen aufnimmt? Die Antwort liefert eine aktuelle Bevölkerungsprognose der Statistik Austria – und sie dürfte nicht nur unsere österreichischen Nachbarn, sondern auch jeden Deutschen zum Nachdenken bringen.
Die nackten Zahlen sprechen eine deutliche Sprache
Laut der Studie „Zukünftige Bevölkerungsentwicklung Österreichs und der Bundesländer 2024 bis 2080 (2100)" sind seit dem Jahr 2000 exakt 3,34 Millionen Menschen nach Österreich eingewandert. Wohlgemerkt: in ein Land mit derzeit rund 9,2 Millionen Einwohnern. Die Dimensionen sind atemberaubend. In den 2000er Jahren kamen rund 1,1 Millionen, in den 2010er Jahren bereits über 1,5 Millionen. Selbst im vermeintlichen Lockdown-Jahr 2020 – als brave Bürger nicht einmal mehr Parkbänke benutzen durften – fanden noch 136.434 Einwanderer ihren Weg in die Alpenrepublik. Von 2020 bis 2023 summierten sich die Zahlen auf weitere 740.000 Menschen.
Das Ergebnis dieser Entwicklung ist ernüchternd: Von den 9,05 Millionen Einwohnern Österreichs im Jahr 2024 sind lediglich 5,71 Millionen als „Einheimische" zu klassifizieren – das entspricht gerade einmal 63 Prozent der Gesamtbevölkerung. Die Begriffe „historisch" und „beispiellos" sind hier keine journalistische Übertreibung, sondern schlichte Beschreibung der Realität.
Massenmigration ist kein Naturereignis
Besonders bemerkenswert ist der historische Kontext, den die Statistik offenbart. Bis ins späte 19. Jahrhundert lebten und starben neun von zehn Menschen in relativ kurzer Entfernung zu ihrem Geburtsort. Massenmigration, wie wir sie heute erleben, ist kein naturgegebenes Phänomen – sie ist ein durch und durch modernes, politisch gesteuertes Konstrukt. Der erste große Wanderungsschub kam mit der industriellen Revolution, als die Landbevölkerung in die entstehenden Industriestädte strömte. Doch was seither geschehen ist, sprengt jede historische Dimension.
Die Wurzeln der heutigen Situation reichen bis in die 1960er Jahre zurück. Österreich schloss 1964 einen Anwerbevertrag mit der Türkei und 1966 mit dem damaligen Jugoslawien. Was als temporäres Gastarbeiterprogramm gedacht war – ohne jede Absicht zur Integration oder dauerhaften Ansiedlung –, entwickelte sich zu einer Dauermigration, die bis heute anhält und sich stetig beschleunigt. 1973 erreichte die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte mit 226.800 einen ersten Höhepunkt. Danach wurde die Anwerbung zwar eingestellt, doch die Büchse der Pandora war längst geöffnet.
Die Explosion seit 2011
Ab 2011 explodierten die Zahlen förmlich. EU-Erweiterungen, das Auslaufen von Übergangsbestimmungen am Arbeitsmarkt und die Fluchtbewegungen infolge politischer Krisen ließen die jährliche Zuwanderung bis 2015 auf 214.000 Personen anschwellen – nahezu eine Verdoppelung gegenüber dem Durchschnitt der Vorjahre. Den absoluten Rekord markierte das Jahr 2022 mit 262.000 Einwanderern, maßgeblich getrieben durch den Ukraine-Konflikt.
Und es geht weiter: 1,5 Millionen bis 2035
Wer glaubt, der Zenit sei erreicht, irrt gewaltig. Die Statistik Austria prognostiziert in ihrem Hauptszenario eine langfristige jährliche Zuwanderung von 147.350 Personen. Bis 2035 werden demnach weitere knapp 1,5 Millionen Menschen nach Österreich kommen. In der oberen Variante rechnen die Statistiker sogar mit 177.350 Einwanderern pro Jahr. Jährlich. Ohne Obergrenze. Ohne erkennbare politische Strategie zur Begrenzung.
In Kombination mit den dramatisch niedrigen Geburtenraten der einheimischen Bevölkerung zeichnet sich ein Szenario ab, das man nur als demographische Zeitenwende bezeichnen kann. Die einzige Nachkriegs-Frauenkohorte, die durchschnittlich mehr als zwei Kinder zur Welt brachte, war der Jahrgang 1946/47 – mit mageren 2,05 Geburten. Jüngere Jahrgänge liegen bei rund 1,65 Kindern pro Frau. Das durchschnittliche Fertilitätsalter ist von 26,2 Jahren in den späten 1970er Jahren auf heute 31,2 Jahre gestiegen. Bis 2080 soll es auf 33,5 Jahre klettern.
Die Ursachen: Politische Entscheidungen, nicht Naturgesetze
Die Gründe für den Geburtenrückgang sind dabei keineswegs mysteriös. Verstärkte Bildungsbeteiligung, höhere Erwerbstätigkeit von Frauen, Karriereplanungen und die notorischen Schwierigkeiten bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie – all das führt dazu, dass Paare ihre Kinderwünsche immer weiter aufschieben. Was die Statistik Austria nüchtern als demographischen Trend beschreibt, ist in Wahrheit das Ergebnis jahrzehntelanger gesellschaftspolitischer Weichenstellungen, die traditionelle Familienstrukturen systematisch untergraben haben.
Denn hier liegt der eigentliche Skandal: Wirtschaftliche und politische Eliten haben vor über fünfzig Jahren die Probleme geschaffen, mit deren Folgen wir uns heute herumschlagen. Statt auf eine familienfreundliche Politik zu setzen, die es jungen Paaren ermöglicht hätte, Kinder zu bekommen und großzuziehen, wurde der Weg des geringsten Widerstands gewählt – billige Arbeitskräfte importieren, Frauen massenhaft in den Arbeitsmarkt drängen und die Löhne durch das Überangebot an Arbeitskräften drücken. Dieselben Eliten bieten nun ihre „Lösungen" an, die bei näherer Betrachtung nichts anderes sind als eine Fortsetzung des Problems.
Die fiskalische Zeitbombe
Niederländische Forscher haben in ihrer Studie „Borderless Welfare State – The Consequences of Immigration for Public Finances" aus dem Jahr 2023 nachgewiesen, dass wahllose Masseneinwanderung, wenn überhaupt, nur wenige steuerliche Nettovorteile bringt. Die Rechnung ist simpel und brutal: Wenn ein wachsender Anteil der Einwohner Transferleistungen erhält, anstatt in das Sozialsystem einzuzahlen, werden die Sozialstaaten unweigerlich bankrottgehen. Das ist keine politische Meinung – das ist mathematische Gewissheit.
Die gesellschaftlichen Spannungen, die sich daraus ergeben, sind bereits heute spürbar. „Warum bekommen diese Einwanderer alles Geld, für das ich arbeiten muss?" – diese Frage stellen sich immer mehr Bürger, nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa. Und sie haben jedes Recht dazu.
Was Deutschland daraus lernen muss
Die österreichischen Zahlen sind ein Weckruf – auch und gerade für Deutschland. Denn was in der kleinen Alpenrepublik geschieht, vollzieht sich hierzulande in noch größerem Maßstab. Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hat zwar vollmundige Versprechen zur Migrationskontrolle gemacht, doch ob den Worten auch Taten folgen werden, bleibt abzuwarten. Die Erfahrung lehrt Skepsis.
Eine zentrale Frage drängt sich auf, die bislang niemand befriedigend beantworten kann: Wenn ein kleines Land wie Österreich seit 2000 bereits über drei Millionen Einwanderer aufgenommen hat – warum sollte es dann einen „Arbeitskräftemangel" geben? Hier stimmt etwas ganz gewaltig nicht. Entweder sind die importierten Arbeitskräfte nicht qualifiziert genug für den Arbeitsmarkt, oder das gesamte Narrativ vom Fachkräftemangel ist nichts weiter als ein Vorwand für die Fortsetzung einer Politik, die den Interessen der Wirtschaftseliten dient, aber nicht den Bürgern.
Die Statistik Austria hält übrigens einen bemerkenswerten Satz bereit, der wie ein Silberstreif am Horizont klingt: „Unter dem generellen Ausschluss von Wanderungen würden Zahl und Anteil der im Ausland geborenen Bevölkerung langfristig gegen Null gehen." Niemand fordert einen vollständigen Migrationsstopp. Qualifizierte, bedarfsgeprüfte Einwanderung kann und sollte fortgesetzt werden. Doch die unkontrollierte Aufnahme von jährlich 150.000 Menschen, von denen viele nie zum Sozialsystem der Aufnahmeländer beitragen werden, als „rechtsextrem" zu brandmarken, ist intellektuell unredlich. Es ist schlicht die Anerkennung der Realität – einer Realität, die sich nicht ewig verschleiern lässt.
In Zeiten wie diesen, in denen Währungen verwässert werden, Sozialstaaten unter dem Druck unkontrollierter Migration ächzen und die Kaufkraft der Bürger schwindet, erweisen sich physische Edelmetalle einmal mehr als verlässlicher Anker der Vermögenssicherung. Gold und Silber kennen keine demographischen Krisen, keine Sozialstaatspleiten und keine politischen Fehlentscheidungen – sie bewahren ihren Wert über Generationen hinweg und gehören als Beimischung in jedes breit gestreute Anlageportfolio.

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