
Schluss mit dem Wahnsinn: Trump stoppt illegale Lkw-Fahrer auf Amerikas Highways
Was klingt wie ein schlechter Witz, war bittere Realität: Jahrelang konnten illegale Einwanderer in den USA einen Führerschein für 40-Tonner erhalten – ohne dass irgendjemand ihre Fahrhistorie überprüfen konnte oder wollte. Mindestens 30 Bundesstaaten stellten munter kommerzielle Führerscheine an Personen aus, deren Verkehrsvergangenheit schlicht im Dunkeln lag. Kein Wort über frühere Unfälle, keine Information über Trunkenheitsfahrten, keine Daten über entzogene Fahrerlaubnisse in ihren Herkunftsländern. Nichts. Ein Blindflug auf Amerikas Straßen – mit tödlichen Konsequenzen.
Eine Sicherheitslücke, die Menschenleben kostete
Das US-Verkehrsministerium hat nun diese haarsträubende Regelungslücke geschlossen. Transportminister Sean P. Duffy fand deutliche Worte: Zu lange habe Amerika es zugelassen, dass gefährliche ausländische Fahrer das Führerscheinsystem missbrauchten und auf den Straßen Verwüstung anrichteten. Damit sei jetzt Schluss.
Die Zahlen sprechen eine erschreckende Sprache. Allein im Jahr 2025 starben mindestens 30 Menschen bei 17 Unfällen, die von Inhabern sogenannter „Non-Domiciled"-Führerscheine verursacht wurden. Am Valentinstag krachte ein solcher Fahrer in einem Tunnel auf der Interstate 80 in Wyoming in mehrere Fahrzeuge – drei Tote, zwanzig Verletzte. Im August versuchte ein weiterer Fahrer auf dem Florida Turnpike ein illegales Wendemanöver und riss drei Menschen in den Tod. In Kalifornien löste ein Fahrer, der nicht einmal an einer Kreuzung anhielt, eine Massenkarambolage mit acht Fahrzeugen aus. Drei Menschen überlebten nicht. Im Dezember kollidierte ein weiterer unqualifizierter Trucker an einem markierten Bahnübergang in Ontario, Kalifornien, mit einem Zug und tötete ein Besatzungsmitglied.
Das Kernproblem: Unkontrollierbare Fahrhistorien
Der Mechanismus hinter diesem Versagen war so simpel wie gefährlich. Während die Führerscheinbehörden bei US-amerikanischen Fahrern problemlos nationale Datenbanken nach Vorstrafen, Unfällen oder Alkoholdelikten durchsuchen konnten, existierte für ausländische Staatsangehörige und illegale Einwanderer schlichtweg kein vergleichbares System. Wer lediglich eine Arbeitserlaubnis – ein sogenanntes Employment Authorization Document – vorlegte, konnte einen kommerziellen Führerschein beantragen. Dieses Dokument enthielt keinerlei Informationen über frühere Verkehrsverstöße, Unfälle oder Führerscheinentzüge im Ausland. Die Bundesstaaten tappten völlig im Dunkeln.
Man muss sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen: Ein Mensch, dessen Fahrverhalten in seinem Heimatland möglicherweise so katastrophal war, dass ihm dort die Fahrerlaubnis entzogen wurde, konnte in Amerika problemlos einen 80.000 Pfund schweren Sattelschlepper über die Highways steuern. Ein Systemversagen, das geradezu nach einer Korrektur schrie.
Die neue Regelung: Strenge Kontrollen statt blindes Vertrauen
Die nun verabschiedete Vorschrift kodifiziert eine Notfallmaßnahme, die Duffy bereits im vergangenen September ergriffen hatte. Arbeitserlaubnisse werden künftig nicht mehr als Nachweis der Berechtigung akzeptiert. Stattdessen müssen Antragsteller einen gültigen ausländischen Reisepass zusammen mit dem entsprechenden Formular I-94 vorlegen, das die Ein- und Ausreise von Nicht-Staatsbürgern in die USA dokumentiert.
Nur ausländische Staatsangehörige mit temporären Arbeitsvisa – etwa H-2B, H-1B oder E-2-Visa für Investoren aus Vertragsstaaten – kommen überhaupt noch in Frage. Darüber hinaus sind die Bundesstaaten verpflichtet, den legalen Aufenthaltsstatus jedes einzelnen Antragstellers über das SAVE-System (Systematic Alien Verification for Entitlements) zu überprüfen. Die neue Regel soll voraussichtlich Mitte März in Kraft treten.
Englischkenntnisse als weitere Sicherheitsmaßnahme
Die Schließung der Führerschein-Lücke ist dabei nur ein Baustein einer umfassenderen Sicherheitsoffensive. Bereits im Mai unterzeichnete Minister Duffy eine Anordnung, die neue Richtlinien zur Durchsetzung von Englischkenntnissen bei kommerziellen Lkw-Fahrern etabliert. Fahrer, die einen Englisch-Kompetenztest nicht bestehen, werden künftig vom Dienst suspendiert. Eine Maßnahme, die angesichts der Tatsache, dass Verkehrsschilder, Notfallanweisungen und die Kommunikation mit Rettungskräften auf Englisch erfolgen, eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte.
Ein Vorbild für Europa?
Was die Trump-Administration hier demonstriert, ist im Grunde nichts anderes als gesunder Menschenverstand: Wer ein tonnenschweres Fahrzeug durch den Verkehr bewegt, muss nachweislich qualifiziert sein. Punkt. Es ist bemerkenswert, dass eine solche Binsenweisheit überhaupt als politische Errungenschaft gefeiert werden muss – und es wirft die unbequeme Frage auf, warum diese Lücke überhaupt so lange bestehen konnte.
Auch in Deutschland und Europa kennt man ähnliche Probleme mit der Anerkennung ausländischer Führerscheine und der Überprüfung von Fahrhistorien. Die unkontrollierte Zuwanderung der vergangenen Jahre hat auch hierzulande Fragen aufgeworfen, wie sichergestellt werden kann, dass alle Verkehrsteilnehmer die notwendigen Qualifikationen mitbringen. Während die neue Große Koalition unter Friedrich Merz zumindest rhetorisch eine härtere Linie verspricht, bleibt abzuwarten, ob man sich in Berlin ein Beispiel an der Konsequenz nimmt, die Washington nun an den Tag legt.
FMCSA-Administrator Derek D. Barrs brachte es auf den Punkt: Wer seine sichere Fahrhistorie nicht nachweisen könne, dürfe in den USA keinen kommerziellen Führerschein besitzen. Eine so einfache wie richtige Maxime. Dass es dafür erst eines Regierungswechsels und dutzender Toter bedurfte, bleibt der eigentliche Skandal dieser Geschichte.
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