
Tödliche linksextreme Gewalt in Frankreich – und die SPD windet sich um ein brisantes Symbol
Ein junger Mann ist tot. Erschlagen von Linksextremisten auf offener Straße im französischen Lyon. Quentin Deranque, 23 Jahre alt, ein rechter Aktivist, wurde Opfer einer brutalen Gewalttat, die der Gruppierung „Jeune Garde" zugerechnet wird. Doch statt dass die politische Klasse in Deutschland diesen Mord unmissverständlich verurteilt, entspinnt sich hierzulande eine ganz andere Debatte – über ein Tattoo.
Drei Pfeile, ein Generalsekretär und unbequeme Fragen
SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf trägt auf seinem Unterarm das Symbol der sogenannten drei Pfeile. Genau jenes Zeichen, das auch die linksextremistische „Jeune Garde" für sich beansprucht – jene Gruppe also, die mutmaßlich für den Tod des jungen Franzosen verantwortlich ist. Auf der Plattform X wurde diese Verbindung schnell hergestellt, und die Kritik ließ nicht lange auf sich warten.
Die Reaktion der SPD? Erwartbar. Man wies die Vorwürfe „entschieden zurück" und verwies auf die historischen Wurzeln des Symbols. Die drei Pfeile stünden für die „Eiserne Front", ein sozialdemokratisches Bündnis aus der Endphase der Weimarer Republik, das sich gegen Nationalsozialismus, Monarchismus und Kommunismus positioniert habe. Ein „zutiefst demokratisches Gebilde", wie Klüssendorf selbst in einem Instagram-Video erklärte.
Historische Einordnung oder bequeme Ausrede?
Nun mag die historische Herleitung durchaus korrekt sein. Die Eiserne Front wurde tatsächlich Anfang der 1930er-Jahre als Schutzbündnis der Demokratie gegründet. Doch genau hier wird es interessant: Wenn ein Symbol von einer nachweislich gewalttätigen linksextremen Gruppierung gekapert wird, die einen Menschen auf dem Gewissen hat – reicht dann ein Verweis auf die Weimarer Republik wirklich aus?
Man stelle sich nur einen Moment lang das umgekehrte Szenario vor. Ein Generalsekretär einer konservativen Partei trüge ein Symbol, das auch von einer rechtsextremen Gruppierung verwendet wird, die soeben einen politischen Mord begangen hat. Die mediale Empörung wäre ohrenbetäubend. Rücktrittsforderungen würden im Minutentakt über die Nachrichtenticker laufen. Doch bei der SPD? Stille. Ein Instagram-Video. Fertig.
Kein Wort zum Mord selbst
Besonders aufschlussreich ist, was die SPD nicht sagt. Auf die Frage der Berliner Zeitung, wie Klüssendorf den Mord an dem jungen Aktivisten beurteile, schwieg sein Büro. Keine Verurteilung, keine Distanzierung von der Tat, kein Wort des Mitgefühls für das Opfer. Diese Sprachlosigkeit spricht Bände. Offenbar fällt es der Sozialdemokratie schwer, linksextreme Gewalt mit derselben Entschiedenheit zu verurteilen, die sie bei rechtsextremen Taten – völlig zu Recht – an den Tag legt.
Frankreich im Ausnahmezustand – und Deutschland schaut weg
In Frankreich selbst hat der Fall die politische Landschaft erschüttert. Die Justiz ermittelt wegen vorsätzlicher Tötung, mehrere Tatverdächtige wurden festgenommen – darunter Personen aus dem Umfeld der linken Partei „La France Insoumise" von Jean-Luc Mélenchon. Kurz nach den Festnahmen ging eine Bombendrohung gegen die Parteizentrale in Paris ein. Das Land steht am Rande einer politischen Eskalation.
Doch in Deutschland beschäftigt man sich lieber mit der Frage, ob ein Tattoo nun historisch korrekt eingeordnet ist oder nicht. Politikwissenschaftler werden zitiert, die darauf hinweisen, dass Symbole über Jahrzehnte hinweg von verschiedenen Strömungen aufgegriffen werden könnten. Eine Binsenweisheit, die vom eigentlichen Skandal ablenkt: Ein Mensch wurde von Linksextremisten ermordet.
Die doppelten Standards der deutschen Politik
Es ist diese selektive Empörung, die das Vertrauen der Bürger in die politische Klasse weiter erodieren lässt. Linksextreme Gewalt wird seit Jahren verharmlost, relativiert oder schlicht ignoriert – während bei jeder noch so kleinen Verfehlung am rechten Rand des politischen Spektrums sofort die gesamte Maschinerie der öffentlichen Ächtung in Gang gesetzt wird. Diese Doppelmoral ist nicht nur intellektuell unredlich, sie ist gefährlich. Denn wer Extremismus nur auf einer Seite des politischen Spektrums bekämpft, der bekämpft ihn gar nicht.
Die SPD täte gut daran, sich nicht hinter historischen Erklärungen zu verschanzen, sondern klare Worte zu finden – gegen jede Form politischer Gewalt. Dass dies offenbar so schwerfällt, sagt mehr über den Zustand der deutschen Sozialdemokratie aus als jedes Tattoo es je könnte.
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