
Trumps große Alien-Show: Wenn der Präsident mit UFO-Akten vom Wesentlichen ablenkt

Während die Vereinigten Staaten mit Handelskriegen, einer galoppierenden Staatsverschuldung und geopolitischen Pulverfässern jonglieren, hat US-Präsident Donald Trump ein neues Lieblingsthema entdeckt: Außerirdische. Auf seiner Plattform Truth Social verkündete der 47. Präsident der USA, er habe Kriegsminister Pete Hegseth sowie weitere Ministerien und Behörden angewiesen, Material zu UFOs, Aliens und anderen „unbekannten Phänomenen" zu identifizieren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Viel Lärm um wenig Konkretes
Wie so oft bei den großen Ankündigungen aus dem Weißen Haus bleibt der tatsächliche Umfang der versprochenen Veröffentlichung im Nebel. Weder ein konkreter Zeitplan noch der Umfang des freizugebenden Materials wurden benannt. Man kennt das Muster: große Worte, maximale Aufmerksamkeit – und dann? Stille. Oder geschwärzte Seiten, wie Kritiker es bereits bei den Epstein-Akten moniert hatten, deren vollständige Veröffentlichung Trump ebenfalls versprochen hatte.
Bemerkenswert ist der Auslöser dieser jüngsten Offensive. Ex-Präsident Barack Obama hatte in einem Podcast auf die Frage nach außerirdischem Leben scherzhaft geantwortet: „Es gibt sie, aber ich habe sie nicht gesehen." Wenig später stellte der Demokrat auf Instagram klar, seine Überzeugung beruhe lediglich auf der statistischen Wahrscheinlichkeit angesichts der schieren Größe des Universums. Während seiner Präsidentschaft habe er keinerlei Beweise für einen Kontakt mit Außerirdischen gesehen.
Trump wittert Geheimnisverrat – und inszeniert sich als Aufklärer
Doch Trump wäre nicht Trump, wenn er sich eine solche Steilvorlage entgehen ließe. An Bord der Air Force One warf er Obama vor, geheime Informationen über die Existenz von Außerirdischen preisgegeben zu haben. Obama habe einen „großen Fehler" gemacht, so der amtierende Präsident. Dass Obamas Aussage offenkundig als Scherz gemeint war und auf allgemein zugänglichen wissenschaftlichen Überlegungen basierte, schien Trump dabei wenig zu kümmern.
Auf die Frage, ob er selbst Beweise für die Existenz von Aliens gesehen habe, antwortete Trump mit entwaffnender Ehrlichkeit: „Ich weiß nicht, ob sie echt sind oder nicht." Das Weiße Haus wollte die Äußerungen zunächst nicht weiter kommentieren – was angesichts der Absurdität der Debatte kaum verwundert.
Area 51 und der ewige Mythos
Obama hatte in besagtem Podcast auch die hartnäckigen Verschwörungstheorien rund um die legendäre Militärbasis Area 51 in Nevada zurückgewiesen. Es gebe dort keine unterirdische Anlage mit versteckten Raumschiffen – „es sei denn, es gibt diese riesige Verschwörung und sie haben es vor dem Präsidenten der Vereinigten Staaten verheimlicht." Eine Aussage, die bei nüchterner Betrachtung mehr Gewicht haben dürfte als jede noch so spektakuläre Truth-Social-Ankündigung.
Ablenkungsmanöver mit Tradition
Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um zu erkennen, dass das Timing dieser Alien-Offensive nicht ganz zufällig gewählt sein dürfte. Während die amerikanische Wirtschaft unter den Folgen der massiven Zollerhöhungen – 20 Prozent auf EU-Importe, 34 Prozent auf chinesische Waren – ächzt und die geopolitische Lage vom Nahen Osten bis zur Ukraine brisant bleibt, bieten kleine grüne Männchen eine willkommene Ablenkung. Es ist ein altbewährtes politisches Rezept: Wenn die Realität unbequem wird, richtet man den Blick gen Himmel.
Für den deutschen Beobachter bleibt die Erkenntnis, dass politische Nebelkerzen kein exklusiv amerikanisches Phänomen sind. Auch hierzulande versteht man sich darauf, mit spektakulären Ankündigungen von den eigentlichen Problemen abzulenken – sei es die galoppierende Staatsverschuldung, die marode Infrastruktur oder die wachsende Unsicherheit auf unseren Straßen. Der Unterschied: Trump inszeniert wenigstens unterhaltsam. Die deutsche Politik schafft es nicht einmal, beim Ablenken zu überzeugen.
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