
Wirtschaftsweise schlägt Alarm: Droht Deutschland die nächste fatale Energieabhängigkeit?
Kaum hat sich Deutschland aus den Fängen russischer Gaslieferungen befreit, da warnt eine der führenden Wirtschaftsexpertinnen des Landes bereits vor dem nächsten energiepolitischen Desaster. Monika Schnitzer, Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, zeichnet ein beunruhigendes Bild der deutschen Energieversorgung – und ihre Worte sollten jeden aufhorchen lassen, der sich noch an die Panik des Winters 2022 erinnert.
Trump als neuer Gaszar?
Die Warnung der Wirtschaftsweisen könnte kaum deutlicher ausfallen:
„Ich würde nicht ausschließen, dass Trump uns irgendwann androht, den Gashahn zuzudrehen, wenn er Zugeständnisse von uns will."Diese Aussage gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe offenbart die ganze Naivität deutscher Energiepolitik. Hat man denn aus dem russischen Debakel gar nichts gelernt? Erst machte man sich sehenden Auges von Moskau abhängig, nun wiederholt sich das Spiel mit Washington.
Die Ironie der Geschichte ist kaum zu übersehen: Während die Bundesregierung jahrelang die Warnungen vor Nord Stream 2 ignorierte und jeden Kritiker als Panikmacher abtat, stolpert man nun offenbar in die nächste Abhängigkeitsfalle. Nur diesmal sitzt der potenzielle Erpresser nicht im Kreml, sondern im Weißen Haus.
Diversifizierung als Gebot der Stunde
Schnitzer plädiert für eine strategische Gasreserve und die Diversifizierung der Lieferanten. Als Alternativen nennt sie Katar, afrikanische Produzenten sowie den bewährten Partner Norwegen. Auch die Niederlande und Belgien gehören zu den wichtigsten Lieferländern Deutschlands. Doch die Frage drängt sich auf: Warum wurde diese Diversifizierung nicht längst konsequent vorangetrieben?
Die Bundesnetzagentur gibt sich derweil betont gelassen. Mit einem Füllstand von 47 Prozent in den Gasspeichern sei die Versorgung „in einem angemessenen Rahmen" gesichert. Doch diese Beruhigungspillen kennen wir bereits aus der Vergangenheit – und sie haben sich als trügerisch erwiesen.
Frieren für die Energiesicherheit?
Besonders bemerkenswert ist Schnitzers Vorschlag für den Ernstfall: Sollte es bis März oder April sehr kalt bleiben und das Gas tatsächlich knapper werden, könne man die Bevölkerung auffordern, „zurückhaltender zu heizen". Man reibt sich verwundert die Augen. In einem der reichsten Industrieländer der Welt sollen die Bürger im Zweifelsfall frieren, weil die Politik es versäumt hat, eine sichere Energieversorgung zu gewährleisten?
Die wahren Kosten politischer Fehlentscheidungen
Die aktuelle Situation ist das direkte Ergebnis jahrelanger energiepolitischer Fehlentscheidungen. Der überhastete Atomausstieg, die ideologisch motivierte Verteufelung fossiler Energieträger bei gleichzeitiger Abhängigkeit von ausländischem Gas, die naive Annahme, Russland werde ein verlässlicher Partner bleiben – all diese Fehler rächen sich nun bitter.
Für den deutschen Bürger bedeutet dies vor allem eines: weiterhin hohe Energiepreise und eine unsichere Versorgungslage. Während andere Länder pragmatisch ihre Energiemixe gestalten, verstrickt sich Deutschland in ideologischen Grabenkämpfen und wechselt lediglich den Lieferanten seiner Abhängigkeit.
Die Warnung der Wirtschaftsweisen sollte als Weckruf verstanden werden. Deutschland braucht endlich eine Energiepolitik, die nationale Interessen in den Vordergrund stellt und nicht auf dem Altar grüner Ideologie geopfert wird. Ob die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hier einen Kurswechsel einleitet, bleibt abzuwarten. Die Zeichen stehen jedenfalls nicht gut, wenn selbst führende Wirtschaftsexperten bereits vor der nächsten Abhängigkeitskrise warnen müssen.

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