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Kettner Edelmetalle
20.02.2026
19:28 Uhr

Alice Schwarzer und die Kanzlerin Weidel: Erst loben, dann zurückrudern

Es ist ein Schauspiel, das man in Deutschland mittlerweile zur Genüge kennt: Jemand wagt eine unbequeme Wahrheit auszusprechen – und knickt wenige Stunden später unter dem Druck der medialen Empörungsmaschinerie ein. Diesmal hat es ausgerechnet Alice Schwarzer erwischt, die Grande Dame des deutschen Feminismus, die sich eigentlich nie um die Meinung anderer geschert hat.

Ein Ja, das keines mehr sein darf

Was war geschehen? In einem Gespräch mit dem Spiegel hatte Schwarzer auf die Frage, ob eine Bundeskanzlerin Alice Weidel ermutigend für Frauen wäre, mit einem klaren „Ja" geantwortet – wenn auch mit dem Zusatz „trotz alledem". Eine bemerkenswerte Aussage, die man der streitbaren Feministin hoch anrechnen könnte. Denn sie zeugt von intellektueller Redlichkeit: Die Anerkennung, dass eine Frau an der Spitze Deutschlands – unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit – ein Signal für Frauen im ganzen Land wäre.

Doch kaum war die Tinte trocken, begann das große Relativieren. Gegenüber dem Tagesspiegel stellte Schwarzer eilig klar, dass sie die AfD „eine Katastrophe" finde und eine Kanzlerschaft Weidels keineswegs unterstütze. Die Aussage sei „aus dem Kontext gerissen" worden. Ein Klassiker. Wer kennt ihn nicht, diesen reflexhaften Rückzug, sobald die Empörungswelle anrollt?

Die Angst vor der eigenen Courage

Was sagt es über den Zustand unserer Debattenkultur aus, wenn selbst eine Alice Schwarzer – eine Frau, die Jahrzehnte lang gegen jeden Widerstand für ihre Überzeugungen gekämpft hat – es nicht mehr wagt, bei einer simplen Feststellung zu bleiben? Ein Ja bleibt ein Ja. Punkt. Oder sollte es zumindest. Die Tatsache, dass eine mögliche Kanzlerin Weidel für Frauen ermutigend sein könnte, ist keine politische Wahlempfehlung. Es ist eine nüchterne Beobachtung.

Interessant ist dabei auch Schwarzers Eingeständnis, dass die AfD durch eine „in Teilen unrealistische Migrationspolitik" der etablierten Parteien so stark habe wachsen können. Damit spricht sie aus, was Millionen Deutsche längst wissen: Das Erstarken der AfD ist nicht vom Himmel gefallen, sondern das direkte Ergebnis einer Politik, die über Jahre hinweg die berechtigten Sorgen der Bürger ignoriert hat. Eine Politik, die unter Angela Merkel begann und von der Ampelkoalition auf die Spitze getrieben wurde.

Friedenspolitik als Stigma

Bemerkenswert ist auch ein anderer Aspekt des Interviews: Schwarzer verteidigte ihre gemeinsam mit Sahra Wagenknecht im Jahr 2023 lancierte Petition gegen eine Eskalation der Waffenlieferungen an die Ukraine. Auf den Vorwurf, sie habe sich damit für Putin starkgemacht, reagierte sie mit den Worten, sie sei stolz auf ihr Engagement für den Frieden – „ein paar Hunderttausend Tote später".

Man muss Schwarzers politische Positionen nicht in Gänze teilen, um anzuerkennen, dass sie hier einen wunden Punkt trifft. Der Ukraine-Krieg tobt weiter, die Opferzahlen steigen ins Unermessliche, und die Frage, ob mehr Diplomatie und weniger Waffen nicht der klügere Weg gewesen wäre, wird mit jedem Tag drängender. Dass in Deutschland bereits der bloße Ruf nach Verhandlungen als Verrat gebrandmarkt wird, offenbart eine erschreckende Verengung des politischen Diskurses.

Rückgratlosigkeit als Volkssport

Der Fall Schwarzer steht symptomatisch für ein tieferliegendes Problem der deutschen Öffentlichkeit. Niemand steht mehr zu dem, was er sagt. Kaum ist eine unbequeme Wahrheit ausgesprochen, folgt die Relativierung, die Entschuldigung, das Zurückrudern. Politiker, Intellektuelle, Medienschaffende – sie alle haben verinnerlicht, dass bestimmte Aussagen in diesem Land nicht mehr möglich sind, ohne sofort an den medialen Pranger gestellt zu werden. Wer es wagt, die AfD oder ihre Protagonisten auch nur in einem einzigen Aspekt positiv zu erwähnen, wird behandelt, als hätte er ein Sakrileg begangen.

Dabei wäre gerade jetzt der Moment für mehr Ehrlichkeit und weniger ideologische Scheuklappen. Deutschland steht vor gewaltigen Herausforderungen – von der unkontrollierten Migration über die wirtschaftliche Stagnation bis hin zur explodierenden Kriminalität. Wer diese Probleme lösen will, muss in der Lage sein, offen und ohne Denkverbote zu diskutieren. Auch mit jenen, die man politisch nicht mag. Doch genau das scheint in der Bundesrepublik des Jahres 2026 unmöglich geworden zu sein.

Alice Schwarzer hatte für einen kurzen Moment den Mut zur Wahrheit. Dann siegte die Angst. Schade eigentlich.

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