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Kettner Edelmetalle
17.02.2026
19:26 Uhr

Atompoker in Genf: Iran und USA tasten sich vorsichtig an Nuklear-Deal heran

Während die Welt gebannt auf den schwelenden Nahost-Konflikt blickt und die geopolitischen Spannungen kaum nachzulassen scheinen, haben sich in Genf bemerkenswerte Dinge abgespielt. Der Iran und die Vereinigten Staaten haben sich bei indirekten Verhandlungen auf sogenannte „Leitprinzipien" verständigt – ein diplomatisches Codewort, das nach Fortschritt klingt, aber noch meilenweit von einem tatsächlichen Abkommen entfernt sein dürfte.

Vorsichtiger Optimismus bei gleichzeitiger Muskelspielerei

Irans Außenminister Abbas Araqchi sprach nach Abschluss der Gespräche von einem „allgemeinen Einvernehmen über einige Leitprinzipien". Verschiedene Ideen seien präsentiert und ernsthaft diskutiert worden. Ein US-Beamter, der anonym bleiben wollte, bestätigte zwar Fortschritte, betonte jedoch, dass noch zahlreiche Details zu klären seien. Der Iran solle innerhalb der nächsten zwei Wochen detaillierte Vorschläge unterbreiten, um die bestehenden Differenzen zu überbrücken.

Was die Sache besonders pikant macht: Genau zu dem Zeitpunkt, als die Verhandlungen in Genf begannen, ließ Teheran Teile der Straße von Hormus vorübergehend sperren – angeblich wegen „Sicherheitsvorkehrungen" im Rahmen von Militärübungen der Revolutionsgarden. Ein Schelm, wer dabei an eine gezielte Machtdemonstration denkt. Die Straße von Hormus ist schließlich die Lebensader des globalen Ölhandels, durch die rund ein Fünftel der weltweiten Ölströme fließen. Die Ölpreise reagierten dennoch mit einem Rückgang von über einem Prozent – offenbar wogen die positiven Signale aus Genf schwerer als die Säbelrasselei am Persischen Golf.

Trump mischt indirekt mit – Kushner am Verhandlungstisch

Die Gespräche wurden vom Oman vermittelt und fanden indirekt statt. Auf amerikanischer Seite saßen der Sondergesandte Steve Witkoff sowie – bemerkenswert genug – Jared Kushner, Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, am Tisch. Trump selbst erklärte, er sei „indirekt" an den Verhandlungen beteiligt gewesen, und zeigte sich überzeugt, dass Teheran einen Deal wolle. „Ich glaube nicht, dass sie die Konsequenzen wollen, die es hätte, keinen Deal zu machen", sagte der US-Präsident an Bord der Air Force One. Er verwies dabei unmissverständlich auf die B-2-Bomber, die im vergangenen Juni iranische Nuklearanlagen bombardiert hatten.

Omans Außenminister Badr al-Busaidi formulierte es diplomatischer: Es sei noch „viel Arbeit zu erledigen", doch beide Seiten verließen Genf mit „klaren nächsten Schritten". Man darf gespannt sein, ob diese Schritte tatsächlich in die richtige Richtung führen – oder ob es sich einmal mehr um diplomatisches Schattenboxen handelt.

Khamenei warnt – und die Fronten bleiben verhärtet

Dass die Verhandlungen alles andere als ein Selbstläufer werden, machte Irans Oberster Führer Ayatollah Ali Khamenei unmissverständlich klar. Auf Trumps Andeutungen, ein „Regimewechsel" im Iran könnte der beste Weg sein, reagierte der 86-Jährige mit markigen Worten: Die stärkste Armee der Welt könne manchmal „so hart geohrfeigt werden, dass sie nicht mehr aufstehen kann". Solche Rhetorik mag für den innenpolitischen Konsum bestimmt sein, doch sie verdeutlicht die tiefe Kluft zwischen beiden Seiten.

Die inhaltlichen Differenzen sind gewaltig. Washington drängt darauf, die Verhandlungen über das Nuklearprogramm hinaus auf Irans Raketenbestände auszuweiten. Teheran lehnt dies kategorisch ab. Khamenei bekräftigte, das iranische Raketenprogramm sei nicht verhandelbar – weder Typ noch Reichweite der Geschosse hätten etwas mit den Vereinigten Staaten zu tun. Der Iran sei lediglich bereit, über Beschränkungen seines Atomprogramms zu sprechen – im Gegenzug für eine Aufhebung der lähmenden Sanktionen. Eine vollständige Aufgabe der Urananreicherung komme nicht in Frage.

Die Vorgeschichte: Bomben statt Diplomatie

Der historische Kontext dieser Verhandlungen ist düster. Im Juni vergangenen Jahres, als eigentlich eine sechste Gesprächsrunde angesetzt war, startete Israel eine Bombenkampagne gegen den Iran, der sich die USA mit ihren B-2-Bombern anschlossen und gezielt Nuklearanlagen angriffen. Seitdem hat Teheran nach eigenen Angaben seine Urananreicherungsaktivitäten eingestellt. Ob dies der Wahrheit entspricht, bleibt freilich fraglich – schließlich hatte der Iran sein Uran bereits weit über die für die zivile Energieerzeugung nötige Reinheit hinaus angereichert, nahe an das für eine Bombe erforderliche Niveau.

Die islamische Führung in Teheran steht zudem innenpolitisch unter enormem Druck. Straßenproteste, die unter dem Einsatz von Gewalt und dem Verlust tausender Menschenleben niedergeschlagen wurden, haben das Regime geschwächt. Die internationalen Sanktionen haben die iranische Ölwirtschaft stranguliert und eine Lebenshaltungskostenkrise ausgelöst, die das Volk gegen seine Herrscher aufbringt.

Was bedeutet das für die globale Sicherheitslage?

Die Genfer Gespräche sind ein Hoffnungsschimmer – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Araqchi sprach von einem „neuen Fenster der Möglichkeiten" und hoffte auf eine „nachhaltige" Lösung. Doch die Erfahrung lehrt Skepsis. Bereits das Atomabkommen von 2015 (JCPOA), das unter Barack Obama mühsam ausgehandelt wurde, scheiterte letztlich an der Realität. Trump kündigte es in seiner ersten Amtszeit auf, und seitdem hat sich die Lage dramatisch verschlechtert.

Für Europa und insbesondere für Deutschland sind diese Entwicklungen von enormer Bedeutung. Ein eskalierender Konflikt am Persischen Golf würde die Energiepreise in die Höhe treiben und eine ohnehin angeschlagene deutsche Wirtschaft weiter belasten. Dass die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hier kaum eigene diplomatische Akzente setzt und stattdessen weitgehend im Windschatten Washingtons segelt, ist bezeichnend für den außenpolitischen Bedeutungsverlust Deutschlands.

In Zeiten geopolitischer Unsicherheit – ob im Nahen Osten, in der Ukraine oder an den globalen Handelsfronten – erweist sich einmal mehr physisches Gold als verlässlicher Anker der Vermögenssicherung. Während Währungen schwanken, Sanktionen Volkswirtschaften erschüttern und militärische Konflikte Lieferketten bedrohen, bleibt das Edelmetall das, was es seit Jahrtausenden ist: ein Wertaufbewahrungsmittel, das keiner Regierung und keinem Regime unterworfen ist.

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