
Blutige Eskalation in Syrien: Kämpfe zwischen Armee und Kurden fordern Todesopfer

Die fragile Stabilität in Syrien bröckelt weiter. In der Provinz Aleppo sind erneut schwere Gefechte zwischen der syrischen Armee und den kurdischen Streitkräften (SDF) ausgebrochen. Die Bilanz ist erschütternd: Mindestens sieben Menschen verloren ihr Leben, darunter sechs Zivilisten. Ein syrischer Soldat wurde getötet, drei weitere verwundet. Die Zahl der verletzten Zivilisten bleibt aufgrund widersprüchlicher Berichte unklar.
Gegenseitige Schuldzuweisungen prägen das Narrativ
Wie so oft bei Konflikten zwischen diesen beiden Fraktionen, schieben sich beide Seiten gegenseitig die Verantwortung zu. Die syrische Armee behauptet, die Kurden hätten einen Militärkontrollpunkt in der Stadt Deir Hafer mit Drohnen angegriffen und anschließend – aus unerfindlichen Gründen – ein kurdisch geprägtes Viertel mit Artillerie und Scharfschützenfeuer beschossen.
Die SDF hingegen stellt die Ereignisse völlig anders dar. Demnach habe die Armee zuerst das kurdische Wohnviertel attackiert und im Verlauf der Kämpfe das Wohngebiet beschossen. Die kurdischen Angriffe auf den Kontrollpunkt seien lediglich eine "legitime Verteidigung ziviler Leben" gewesen.
Integrationsverhandlungen am Scheideweg
Eigentlich existiert eine vorläufige Vereinbarung, die SDF in die syrische Armee zu integrieren. Doch die Verhandlungen geraten immer wieder ins Stocken. Die wiederkehrenden offenen Konflikte zwischen beiden Seiten lassen eine endgültige Einigung in weite Ferne rücken.
Die autonome kurdische Regierung im Nordosten verurteilte die Angriffe auf die kurdischen Wohnviertel scharf. Sie sprach von einer "eklatanten Verletzung aller humanitären Gesetze und Normen" und warf der Zentralregierung mangelnde Ernsthaftigkeit bei ihren Einheitsversprechen vor.
Türkei nutzt Eskalation für eigene Agenda
Die Türkei, verbündet mit der syrischen Zentralregierung und erbitterter Gegner jeglicher kurdischer Autonomie in der Region, reagierte prompt. Ankara beschuldigte die SDF des "Terrorismus" und forderte die bedingungslose Übergabe aller Waffen an die Zentralregierung. Diese Rhetorik entspricht der bekannten türkischen Linie, die Kurden praktisch per Definition als Terroristen betrachtet.
Bemerkenswert ist, dass die Türkei von Anfang an Unbehagen über die geplante Integration der Kurden in die syrische Armee geäußert hatte. Bei jedem neuen Zusammenstoß erklärt Ankara den Prozess vorschnell für gescheitert.
Sabotage von beiden Seiten?
Es mehren sich Vorwürfe, dass der Integrationsprozess gezielt untergraben wird – von Akteuren, die durch das Schüren von Konflikten eine Einigung verhindern wollen. Die Schwierigkeit liegt darin, dass es auf beiden Seiten Gegner der Integration gibt. Die Liste potenzieller Saboteure ist entsprechend lang.
Besonders brisant: Berichte deuten darauf hin, dass sich unter den Regierungstruppen auch ISIS-Kämpfer befinden sollen – ohne offizielle Uniformen der syrischen Streitkräfte. Dies wirft ernsthafte Fragen über die tatsächliche Zusammensetzung und Kontrolle der post-Assad-Regierung auf, die ironischerweise vom Westen unterstützt wird.
Die Lage in Syrien bleibt ein Pulverfass. Die Hoffnung auf eine friedliche Lösung schwindet mit jedem neuen Blutvergießen – und die Leidtragenden sind wie immer die Zivilisten, die zwischen die Fronten geraten.
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