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Deutschlands geopolitischer Blindflug: Wie Berlin systematisch alle Großmächte verprellt

Deutschlands geopolitischer Blindflug: Wie Berlin systematisch alle Großmächte verprellt

Was sich derzeit auf der weltpolitischen Bühne abspielt, gleicht einem diplomatischen Selbstmordkommando. Deutschland, einst gefeierter Brückenbauer zwischen Ost und West, hat es binnen weniger Jahre geschafft, sich mit sämtlichen Großmächten zu überwerfen. Erst der radikale Bruch mit Moskau, dann das provokante "Derisking" gegenüber Peking, und nun die erzwungene Distanzierung von Trumps Amerika. Die Frage drängt sich auf: Wer berät eigentlich die deutsche Außenpolitik – und hat diese Person jemals ein Geschichtsbuch aufgeschlagen?

Die Trümmer der russischen Säule

Die erste tragende Säule der deutschen Außenwirtschaftspolitik liegt bereits vollständig in Schutt und Asche. Der Abschied vom russischen Gas, jener "Lieblingsspeise im Energie-Schlaraffenland der vergangenen Jahrzehnte", wie es treffend formuliert wurde, hat Deutschland in eine energiepolitische Abhängigkeit getrieben, die man eigentlich vermeiden wollte. Die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines im September 2022 beschleunigte einen Prozess, der dem damaligen grünen Wirtschaftsminister Robert Habeck durchaus in den Kram passte. Die Begründung klang einleuchtend: Deutschland mache sich erpressbar. Doch die bittere Ironie der Geschichte zeigt sich heute in aller Deutlichkeit.

Die wirtschaftlichen Folgen dieser Entscheidung treffen das Land mit voller Wucht. Teure Energie schwächt Groß- wie Kleinbetriebe gleichermaßen. Besonders der Osten Deutschlands, der von den ausbleibenden Gas- und Öllieferungen am stärksten betroffen ist, reagiert mit politischem Protest. Die AfD verzeichnete nach 2022 einen beispiellosen Zustimmungsschub – von zuvor zehn bis fünfzehn Prozent auf über zwanzig Prozent Mitte 2023. In den östlichen Bundesländern erreicht die Partei mittlerweile Werte zwischen 35 und 39 Prozent. Wer glaubt, dieser Aufstieg sei allein der Migrationsdebatte geschuldet, verkennt die wirtschaftlichen Realitäten im Land.

China-Bashing als diplomatische Meisterleistung

Als hätte der Ärger mit Russland und die Katastrophe in der Ukraine nicht ausgereicht, wechselte die rot-grün-gelbe Bundesregierung unter Olaf Scholz 2023 auch noch die China-Strategie. Neue Modewörter wie "Derisking" und "Decoupling" wurden in Stellung gebracht. Doch den eigentlichen Tiefpunkt markierte die damalige Außenministerin Annalena Baerbock, als sie den chinesischen Präsidenten öffentlich als "Diktator" bezeichnete und das Reich der Mitte mit belehrender Werte-Rhetorik überzog.

Die deutsche Politik hoffte offenbar allen Ernstes, den erstarkenden Konkurrenten durch das Zufügen von Schaden bremsen zu können. Eine krasse Fehleinschätzung, typisch für absinkende Mächte, die ihre eigene Bedeutung maßlos überschätzen. Inzwischen lässt sich nicht mehr leugnen, dass sich China in zukunftsentscheidenden Bereichen an die Weltspitze schiebt: Elektroautos, Umwelttechnologien, Chips, Halbleiter, Mobiltelefone, Rechner. Die wirtschaftliche Stärke des Landes, im Zusammenspiel mit langfristig und planvoll aufgebauten weltweiten Netzwerken, erlaubt eine selbstbewusste Außenpolitik. China muss sich nicht vor Trump in den Staub werfen – Deutschland hingegen scheint genau dazu verdammt.

"China war über Jahrzehnte für Deutschland ein verlässlicher Handelspartner. Es funktionierte zum beiderseitigen Vorteil. Wie dumm, das aufzugeben."

Amerika: Vom Verbündeten zum Erpresser

Nun also sind die USA dran mit dem erzwungenen "Derisking". Seit Donald Trumps Europahassrede in Davos kann man sich kaum des Eindrucks erwehren, dass in Washington, nicht in Peking, das größere Risiko für Deutschland sitzt. Die Abhängigkeiten sind erschreckend: Europa ist komplett abhängig von amerikanischer IT – Software wie Hardware –, vom Finanzsystem mit Paypal, Visa und Swift, militärisch sowieso, und die Energie wurde bereits genannt.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Im vergangenen Jahr kamen 96 Prozent des über die eilends errichteten deutschen Flüssiggasterminals importierten LNGs aus den USA. Donald Trump wollte es so – sein "Drill, baby, drill"-Stoff muss schließlich zahlende Abnehmer finden. Betrachtet man sämtliche LNG-Importe in die EU, so stieg der amerikanische Anteil von fünf Prozent im Jahr 2021 auf 27 Prozent. Wer hat sich hier also erpressbar gemacht? Die Antwort liegt auf der Hand, auch wenn sie in Berlin niemand hören möchte.

Die Wirtschaft stimmt mit den Füßen ab

Während die Politik noch immer den Eindruck zu erwecken versucht, man könne die Ablösung von allen bisherigen Großpartnern mit wenig Schaden bewerkstelligen, handelt die deutsche Wirtschaft bereits pragmatischer. Vergangene Woche wurde aus dem Institut der deutschen Wirtschaft in Köln bekannt, wie deutsche Firmen im vergangenen Jahr ihre Investitionen in China steigerten – insgesamt seien mehr als sieben Milliarden Euro zusätzlich an Direktinvestitionen geflossen. So hoch hatte die Summe zuletzt 2021 gelegen, also vor Beginn des politischen Stänkerkurses gegen China.

Eine andere Studie desselben Instituts zeigt das Ausmaß des Deriskings hinsichtlich der USA: Von Februar bis November 2025, also im ersten Halbjahr der zweiten Trump-Regentschaft, brachen die deutschen Direktinvestitionen um 45 Prozent ein. Die Unternehmen haben offensichtlich verstanden, was die Politik noch immer nicht wahrhaben will.

Der Osten als Vorbild für pragmatische Außenpolitik?

Interessanterweise reagiert der Osten Deutschlands auf den transatlantischen Bruch eher schulterzuckend. Man kommt auch ohne die Amerikaner klar, so die vorherrschende Meinung. Die gestrenge Umerziehung von der Ost- zur Westbindung ist gescheitert. Im Osten kann man sich heute schon besser vorstellen, mit den Russen wieder ein anständiges Verhältnis zu finden. Man wird ja wohl glauben dürfen, dass mit dem schrecklichen Krieg in der Ukraine irgendwann auch die Ausgrenzung Russlands endet.

Der kanadische Premier Carney brachte es in Davos auf den Punkt, als er von der Naivität und dem geliebten Selbstbetrug sprach, der die europäische Politik kennzeichnet. In derselben Rede nannte er übrigens den jüngsten Abschluss neuer strategischer Partnerschaften Kanadas mit China einen Weg pragmatischer Diversifizierung. Der britische Premier Starmer machte vorige Woche nach acht Jahren Schluss mit der China-Auszeit und vollzog eine Kehrtwende zu "reifen Beziehungen". Deutschland hingegen verharrt in ideologischer Starre.

Edelmetalle als Anker in stürmischen Zeiten

In Zeiten solch geopolitischer Verwerfungen und wirtschaftlicher Unsicherheiten gewinnt die Frage der Vermögenssicherung an Bedeutung. Während Währungen schwanken, Handelsbeziehungen zerbrechen und politische Allianzen sich über Nacht auflösen können, haben physische Edelmetalle wie Gold und Silber über Jahrtausende ihren Wert bewiesen. Sie kennen keine Sanktionen, keine Zölle und keine diplomatischen Verstimmungen. Als Beimischung zu einem breit gestreuten Anlageportfolio können sie einen stabilisierenden Anker bilden, wenn die Welt um einen herum aus den Fugen gerät.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.

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