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Kettner Edelmetalle
17.02.2026
19:26 Uhr

Dollar vor dem Comeback? Warum die US-Währung nach monatelangem Verfall jetzt drehen könnte

Dollar vor dem Comeback? Warum die US-Währung nach monatelangem Verfall jetzt drehen könnte

Vier Monate lang kannte der US-Dollar nur eine Richtung: abwärts. Seit dem berüchtigten „Liberation Day" hat die amerikanische Leitwährung satte 6,7 Prozent an Wert eingebüßt und notiert seit November unter der psychologisch wichtigen Marke von 100 Punkten im Dollar-Index. Im Januar fiel er sogar auf ein Vierjahrestief. Doch nun mehren sich die Stimmen, die eine Trendwende prophezeien – und die Argumente dafür sind keineswegs aus der Luft gegriffen.

Die Bären geraten unter Druck

Was zunächst wie Wunschdenken klingen mag, gewinnt bei näherer Betrachtung an Substanz. Der Druck auf den Greenback – ausgelöst durch die Euro-Rallye, Erwartungen an Zinssenkungen der Federal Reserve und die Verunsicherung durch Trumps Handels- und Fiskalpolitik – scheint vorerst nachgelassen zu haben. Gleichzeitig verbessern sich die US-Wachstumsaussichten, das Geschäftsvertrauen steigt, und ausländische Investoren greifen weiterhin beherzt bei amerikanischen Aktien und Anleihen zu.

„Wir sind Dollar-Bullen in einer Welt voller Dollar-Bären", erklärt Dan Tobon, Leiter der G10-Devisenstrategie bei Citi in New York, mit einer Direktheit, die in der sonst so diplomatischen Finanzwelt auffällt. Tobon sieht den Dollar mindestens bis zum dritten Quartal dieses Jahres erstarken – vor allem gegenüber dem Euro, dem kanadischen Dollar und dem britischen Pfund.

Trumps Midterm-Kalkül als Katalysator

Ein entscheidender Faktor, der oft übersehen wird: Die anstehenden Zwischenwahlen in den USA. Die Erwartung, dass die Trump-Administration im Vorfeld der Midterms weniger aggressiv agieren und stärker auf Wachstum setzen dürfte, könnte dem Dollar zusätzlichen Rückenwind verleihen. Es wäre nicht das erste Mal, dass politisches Kalkül die Wirtschaftspolitik in eine marktfreundlichere Richtung lenkt. Tobon prognostiziert, dass die „Animal Spirits" – jener schwer greifbare Optimismus der Märkte – zurückkehren werden.

Auch Jane Foley, Leiterin der Devisenstrategie bei Rabobank in London, sieht die Lage ähnlich. Ein Großteil der negativen Stimmung sei bereits im Dollar eingepreist, und die relative Stärke des amerikanischen Konsumenten ziehe weiterhin Investitionen ins Land. Eine nüchterne Analyse, die man in Zeiten hysterischer Untergangsszenarien wohltuend zur Kenntnis nimmt.

Kevin Warsh: Der Mann, der die Märkte beruhigt

Ein weiterer Mosaikstein im Bild einer möglichen Dollar-Erholung ist die Nominierung von Kevin Warsh als neuer Chef der US-Notenbank Federal Reserve. Warsh gilt als besonnener Kopf, der weder übermäßige Anleihekäufe durch die Fed befürwortet noch die Unabhängigkeit der Zentralbank gefährden dürfte. Seit seiner Nominierung haben sich die sogenannten Risk Reversals – ein Maß für die Absicherungsneigung an den Devisenmärkten – bei Euro und Pfund deutlich von ihren Januar-Hochs zurückgezogen.

Daten von OptionMetrics zeigen zudem ein steigendes Interesse an sogenannten Butterfly-Strukturen, die auf eine relative Stabilität der Währungspaare setzen. „Zusammengenommen deutet dies darauf hin, dass der Markt seine Wetten auf eine Dollar-Entwertung zurückfährt", analysiert Garrett DeSimone, Leiter der quantitativen Forschung bei OptionMetrics.

Nicht alle sind überzeugt – und das ist gut so

Natürlich gibt es auch Gegenstimmen. Analysten von J.P. Morgan und der Bank of America zeigen sich skeptisch, ob der Dollar tatsächlich nennenswert zulegen kann. Francesca Fornasari von Insight Investment geht sogar davon aus, dass die Trump-Administration einen schwächeren Dollar bevorzuge und die Währung im Jahresverlauf weiter nachgeben werde. „Wir befinden uns in einem Umfeld, in dem die Regierung einen schwächeren Dollar haben möchte", so Fornasari.

Diese Skepsis ist durchaus berechtigt – und sie erinnert daran, wie fragil das Vertrauen in Papierwährungen letztlich ist. Denn ob der Dollar nun kurzfristig steigt oder fällt: Die fundamentalen Probleme bleiben bestehen. Die USA türmen weiterhin astronomische Schulden auf, die Geldpolitik bleibt ein Spielball politischer Interessen, und die globale Entdollarisierung schreitet – wenn auch langsam – voran.

Was bedeutet das für Anleger in Deutschland?

Für deutsche Anleger ist die Dollar-Entwicklung von erheblicher Bedeutung. Ein stärkerer Dollar würde den Euro unter Druck setzen, was wiederum Importe verteuert und die ohnehin angespannte Inflationslage in der Eurozone verschärfen könnte. Gleichzeitig profitieren exportorientierte deutsche Unternehmen von einem schwächeren Euro – sofern die Zollmauern der Trump-Administration nicht jeden Vorteil zunichtemachen.

Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hat mit ihrem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen bereits die Weichen für eine weitere Schuldenexplosion gestellt. In Kombination mit einem möglicherweise erstarkenden Dollar und den damit verbundenen Kapitalabflüssen aus Europa könnte dies den Euro zusätzlich belasten. Es ist ein Teufelskreis, den die Politik mit immer neuen Schulden zu durchbrechen versucht – und dabei nur noch tiefer hineingerät.

In Zeiten, in denen Papierwährungen zum Spielball geopolitischer Machtspiele werden, erweisen sich physische Edelmetalle einmal mehr als verlässlicher Anker der Vermögenssicherung. Gold und Silber kennen keine Zentralbank, die sie nach Belieben entwerten kann, und keine Regierung, die ihren Wert per Dekret bestimmt. Wer sein Portfolio klug diversifiziert und Edelmetalle als Beimischung nutzt, schützt sich gegen genau jene Währungsturbulenzen, die uns die kommenden Monate mit Sicherheit noch bescheren werden.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen und Einschätzungen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und spiegeln die Meinung unserer Redaktion wider. Jeder Anleger ist selbst dafür verantwortlich, eigene Recherchen durchzuführen und gegebenenfalls professionelle Beratung einzuholen, bevor er Anlageentscheidungen trifft. Für etwaige Verluste, die aus der Nutzung der hier bereitgestellten Informationen entstehen, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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