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Kettner Edelmetalle
12.02.2026
13:09 Uhr

Europas Billionen-Aufrüstung: Ein Fass ohne Boden auf Kosten der Steuerzahler

Während die europäischen Bürger unter steigenden Lebenshaltungskosten ächzen, die Inflation das Ersparte auffrisst und die Infrastruktur vielerorts bröckelt, plant die NATO einen beispiellosen Rüstungsschub. Bis 2030 sollen die europäischen Verteidigungsausgaben auf rund 800 Milliarden Euro jährlich ansteigen – satte 300 Milliarden mehr als derzeit. Was nach strategischer Weitsicht klingen soll, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als ein Mammutprojekt voller struktureller Defizite, das den Steuerzahler teuer zu stehen kommen dürfte.

Der größte Rüstungsschub seit dem Kalten Krieg

Eine Studie der Beratungsgesellschaft McKinsey & Company zeichnet ein Bild, das gleichermaßen beeindruckend wie beunruhigend ist. Die europäischen NATO-Staaten stünden vor dem massivsten Anstieg ihrer Militärausgaben seit den Hochzeiten des Ost-West-Konflikts. Treiber dieser Entwicklung sei die Einigung der Verbündeten auf einen neuen Richtwert von mindestens 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Kernausgaben im Verteidigungsbereich – plus weitere 1,5 Prozent für umfassende Sicherheit bis 2035.

Man muss kein Mathematikgenie sein, um zu erkennen, was das für Deutschland bedeutet: Hunderte Milliarden Euro zusätzlicher Belastungen, die irgendwer bezahlen muss. Und dieser Jemand ist – wie immer – der deutsche Steuerzahler. Jener Steuerzahler, dem die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz eigentlich versprochen hatte, keine neuen Schulden zu machen. Stattdessen wurde bereits ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur beschlossen, das kommende Generationen auf Jahrzehnte hinaus mit Zinszahlungen belasten wird.

Europas Fragmentierungs-Desaster

Besonders entlarvend ist, was die McKinsey-Studie über den Zustand der europäischen Rüstungslandschaft offenbart. Europa leistet sich einen geradezu absurden Flickenteppich an Waffensystemen. 14 verschiedene schwere Kampfpanzertypen rollen durch europäische Kasernen – die USA kommen mit einem einzigen Modell aus. Bei großen Artilleriesystemen stehen 22 europäische Varianten gerade einmal zwei amerikanischen gegenüber. Taktische Kampfflugzeuge? 15 Modelle in Europa, acht in den USA. Insgesamt zählt die Studie ein Verhältnis von 171 europäischen zu 40 US-Waffensystemen.

Michael Schöllhorn, Chef der Airbus-Rüstungssparte, bringt es auf den Punkt: Diese Fragmentierung sei der Kern des europäischen Problems. Schlimmer noch – ein Großteil des europäischen Verteidigungsbudgets fließe weiterhin in die Vereinigten Staaten ab. Es handle sich um einen „positiven Kreislauf für die US-Rüstungsindustrie", der Europa systematisch benachteilige. Man könnte es auch drastischer formulieren: Europa finanziert seine eigene Abhängigkeit.

Drei Probleme, die Milliarden verschlingen

Die Studie identifiziert drei zentrale Herausforderungen, die wie ein Dreiklang des Versagens klingen: Geschwindigkeit, Kosten und Relevanz. Weit über die Hälfte aller großen Verteidigungsprogramme in Europa überschreiten ihre Zeitpläne um 20 bis 50 Prozent. Allein bis zum Vertragsabschluss vergehen zwei bis vier Jahre. Bei über der Hälfte der Beschaffungsvorhaben liegen die tatsächlichen Kosten um 20 bis 40 Prozent über dem ursprünglichen Plan. Und selbst wenn ein Programm termingerecht und im Budget geliefert werde, könne es bei seiner Ankunft bereits veraltet sein.

Wer sich an das jahrelange Beschaffungschaos der Bundeswehr erinnert – an nicht flugfähige Hubschrauber, an Gewehre, die bei Hitze nicht mehr geradeaus schießen, an Fregatten mit Schlagseite – der ahnt, wohin diese Reise führen könnte. Die McKinsey-Berater kritisieren denn auch die sogenannten „Goldrandlösungen", also maßgeschneiderte, hochkomplexe Einzelplattformen, die zwar technisch beeindruckend, aber weder bezahlbar noch in ausreichender Stückzahl verfügbar seien.

Aktionäre jubeln – Bürger zahlen

Während die Herausforderungen gigantisch sind, gibt es zumindest eine Gruppe, die sich die Hände reibt: die Aktionäre der Rüstungskonzerne. Der Branchenindex europäischer Verteidigungsunternehmen ist seit 2022 um sagenhafte 401 Prozent gestiegen und hat damit alle anderen Branchenindizes weit hinter sich gelassen. Die Börse feiert, was der Steuerzahler finanziert.

Man muss die Notwendigkeit einer starken Verteidigung nicht in Frage stellen, um die berechtigte Frage aufzuwerfen: Ist Europa überhaupt in der Lage, diese gewaltigen Summen effizient einzusetzen? Die bisherige Bilanz spricht eine ernüchternde Sprache. Über eine Billion Euro sollen bis 2030 für die Beschaffung von Verteidigungsgütern mobilisiert werden – und das in einem System, das nach Einschätzung der McKinsey-Experten selbst „nicht mehr effektiv" sei. Es bedürfe „grundlegender Reformen", um schnelle Entscheidungen und nachhaltige Skalierbarkeit zu ermöglichen.

Deutschland im strategischen Blindflug?

Besonders brisant ist der Vorwurf, Deutschland verstehe die „strategische Denke des Kremls" nicht ausreichend. In einem simulierten NATO-Krisenfall an der litauischen Grenze habe Deutschland „große Schwierigkeiten gehabt, zu sehen, wo Russland hin wollte". Ein vernichtendes Urteil für ein Land, das sich als Führungsmacht in Europa versteht – oder zumindest verstehen möchte.

Die Wahrheit ist unbequem: Jahrzehntelang hat Deutschland seine Bundeswehr kaputtgespart, hat Verteidigungspolitik als lästiges Anhängsel behandelt und sich lieber auf die vermeintlich ewige Friedensdividende verlassen. Nun soll in wenigen Jahren nachgeholt werden, was über Dekaden versäumt wurde. Ob das gelingen kann, darf bezweifelt werden – zumal die politische Klasse in Berlin nach wie vor mehr mit Gender-Sternchen und Klimaneutralitätszielen beschäftigt scheint als mit der nüchternen Frage, wie man eine funktionsfähige Armee aufbaut.

In Zeiten solch massiver fiskalischer Unsicherheit und einer Politik, die den Bürgern immer tiefere Griffe in die Tasche zumutet, erscheint es umso wichtiger, das eigene Vermögen klug abzusichern. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt – gerade in Phasen steigender Staatsverschuldung und inflationärer Tendenzen. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wertvollen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.

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