
Geopolitisches Pulverfass: DAX zittert vor Trumps Iran-Entscheidung

Die Nervosität an den Finanzmärkten ist mit Händen zu greifen. Während die Welt gebannt auf eine mögliche militärische Eskalation im Nahen Osten blickt, kämpft der deutsche Leitindex DAX um die psychologisch bedeutsame Marke von 25.000 Punkten. Am Donnerstag schloss das Börsenbarometer mit einem Minus von 0,9 Prozent bei 25.043 Zählern – ein deutliches Signal dafür, dass die geopolitischen Risiken längst nicht eingepreist sind.
Trumps Zehn-Tage-Ultimatum versetzt Märkte in Alarmbereitschaft
Es war eine Ankündigung, die wie ein Donnerschlag durch die Handelsräume hallte: US-Präsident Donald Trump erklärte, er werde innerhalb der kommenden zehn Tage über einen möglichen Militärschlag gegen den Iran entscheiden. Gleichzeitig verstärken die Vereinigten Staaten ihre Militärpräsenz in der Region – ein Schritt, der kaum als diplomatische Geste zu deuten sein dürfte. Der Leiter der UN-Atomaufsichtsbehörde schätzt die Chancen auf eine friedliche Einigung über das iranische Atomprogramm mittlerweile als schwindend ein.
Man muss kein Geostratege sein, um zu erkennen, was hier auf dem Spiel steht. Ein bewaffneter Konflikt mit dem Iran würde nicht nur die ohnehin fragile Stabilität des Nahen Ostens vollends zertrümmern, sondern auch die globalen Energiemärkte in Aufruhr versetzen. Die Ölpreise ziehen bereits spürbar an – ein Vorbote dessen, was deutschen Verbrauchern und der heimischen Industrie noch bevorstehen könnte.
Schaukelbörse ohne Kompass
Für Anleger gleicht die aktuelle Marktphase einem Ritt auf der Rasierklinge. Noch am Vortag hatte der DAX die Marke von 25.300 Punkten überschritten und kurzzeitig Hoffnungen auf einen nachhaltigen Ausbruch in Richtung des Rekordhochs bei 25.507 Punkten geweckt. Doch was folgte, war das altbekannte Muster dieser zermürbenden Seitwärtsbewegung: Ein kurzes Strohfeuer, gefolgt von einem prompten Rückfall. Jeder vermeintliche Befreiungsschlag entpuppt sich als Fata Morgana.
Technisch betrachtet bleibt der Bereich um 25.100 Punkte ein entscheidender Widerstand. Sollte der Index diesen überwinden, wären Kursziele bei 25.170, 25.265 und schließlich 25.315 Punkten denkbar. Scheitert er jedoch erneut, droht ein Abrutschen unter die 25.000er-Marke mit weiteren Unterstützungen bei 24.925 und 24.800 Punkten.
Deutsche Wirtschaft zwischen allen Stühlen
Was in dieser Gemengelage besonders bitter aufstößt: Die deutsche Wirtschaft befindet sich ohnehin in einer prekären Lage. Die Metallindustrie verzeichnet einen regelrechten Job-Kahlschlag, für 2026 drohen weitere 150.000 Arbeitsplatzverluste. Industriepräsident Peter Leibinger attestiert der Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz lediglich Absichtserklärungen statt konkreter Taten. Die Luftverkehrssteuer, die Stromsteuer, die Körperschaftssteuer – alles müsste runter, doch geschehen ist bislang erschreckend wenig.
Statt die heimische Wirtschaft mit entschlossenen Reformen zu stärken, hat die Große Koalition ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen auf den Weg gebracht, das kommende Generationen mit Zinszahlungen belasten wird. Wo bleibt die versprochene Haushaltsdisziplin? Wo bleiben die Steuersenkungen, die den Standort Deutschland wieder wettbewerbsfähig machen würden? Die Antwort kennt der geneigte Beobachter: Sie versinken im Berliner Bürokratiesumpf.
Gold als sicherer Hafen in stürmischen Zeiten
Während Aktienanleger nervös auf ihre Bildschirme starren, erweist sich einmal mehr das Edelmetall Gold als verlässlicher Anker in geopolitisch unsicheren Zeiten. Die Kombination aus drohender militärischer Eskalation, steigenden Ölpreisen und einer schwächelnden deutschen Wirtschaft spricht eine deutliche Sprache: Wer sein Vermögen langfristig schützen möchte, kommt an physischen Edelmetallen als Beimischung in einem breit diversifizierten Portfolio kaum vorbei. Gold und Silber haben über Jahrhunderte bewiesen, dass sie in Krisenzeiten ihren Wert bewahren – eine Eigenschaft, die man von Aktienindizes in geopolitischen Pulverfässern nicht unbedingt behaupten kann.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar und enthält keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen für Wertpapiere oder sonstige Finanzinstrumente. Die dargestellten Informationen dienen ausschließlich der Information und spiegeln die Meinung unserer Redaktion wider. Jeder Anleger ist selbst dafür verantwortlich, eigene Recherchen durchzuführen und gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen, bevor er Anlageentscheidungen trifft. Eine Haftung für etwaige Verluste wird ausdrücklich ausgeschlossen.
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