
Handelskonflikt eskaliert: Trump droht Kanada mit 100-Prozent-Zöllen nach China-Annäherung

Die Spannungen zwischen den USA und Kanada haben einen neuen Höhepunkt erreicht. US-Präsident Donald Trump hat seinem nördlichen Nachbarn mit drastischen Strafzöllen gedroht, nachdem der kanadische Premierminister Mark Carney eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China angekündigt hatte.
Carneys Peking-Besuch löst scharfe Reaktion aus
Der Auslöser für Trumps Drohung war ein Besuch Carneys in der chinesischen Hauptstadt Mitte Januar 2026. Bei diesem Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping verkündete der kanadische Regierungschef eine „neue strategische Partnerschaft" zwischen beiden Ländern. Konkret wurde eine Vereinbarung für ein Abkommen bekannt gegeben, das Handelsbarrieren beseitigen und Zölle zwischen Kanada und China senken soll.
Trump reagierte umgehend und unmissverständlich auf diese Entwicklung. Über seinen Onlinedienst Truth Social erklärte der US-Präsident, Carney irre sich gewaltig, wenn er glaube, Kanada in einen Umschlagplatz für chinesische Güter auf dem Weg in die USA verwandeln zu können.
Drastische Warnung an Ottawa
Die Worte des amerikanischen Präsidenten fielen dabei ungewöhnlich scharf aus. Trump warnte, China werde Kanada „bei lebendigem Leibe auffressen" und das Land „komplett verschlingen". Dabei würden kanadische Unternehmen, der soziale Zusammenhalt und die allgemeine Lebensweise zerstört werden.
„Wenn Kanada einen Deal mit China abschließt, werden sofort Zölle in Höhe von 100 Prozent auf alle kanadischen Güter und Produkte verhängt, die in die USA kommen."
Diese Ankündigung würde für Kanada schwerwiegende wirtschaftliche Konsequenzen haben. Das Land ist vom Handel mit den Vereinigten Staaten in erheblichem Maße abhängig: Mehr als drei Viertel aller kanadischen Exporte gehen in das südliche Nachbarland.
Weitere Konsequenzen bereits gezogen
Trump hat bereits erste Maßnahmen ergriffen und die Einladung Kanadas zu einem geplanten „Friedensrat" zurückgezogen. Dies verdeutlicht, dass die Verstimmung zwischen Washington und Ottawa über rein wirtschaftliche Fragen hinausgeht und auch die politischen Beziehungen belastet.
Die Entwicklung reiht sich in die generelle handelspolitische Linie der Trump-Administration ein, die bereits erhebliche Zollerhöhungen gegen verschiedene Handelspartner durchgesetzt hat. Gegenüber der Europäischen Union gelten derzeit Zölle von 20 Prozent, gegenüber China sogar 34 Prozent. Mexiko und Kanada waren bereits zuvor mit 25-prozentigen Zöllen belegt worden.
Wirtschaftliche Abhängigkeiten im Fokus
Die Situation verdeutlicht die komplexen wirtschaftlichen Verflechtungen auf dem nordamerikanischen Kontinent. Kanada steht vor der Herausforderung, seine Handelsbeziehungen zu diversifizieren, ohne dabei den mit Abstand wichtigsten Absatzmarkt zu gefährden. Die Annäherung an China erscheint aus kanadischer Perspektive als Versuch, die einseitige Abhängigkeit von den USA zu reduzieren.
Wie sich die Situation weiterentwickeln wird, bleibt abzuwarten. Die kommenden Wochen dürften zeigen, ob Carney an seinen China-Plänen festhält oder ob die amerikanischen Drohungen ihre Wirkung entfalten.
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