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09.02.2026
07:10 Uhr

IEA-Chef rechnet mit deutscher Energiepolitik ab: Atomausstieg als „historischer Fehler"

IEA-Chef rechnet mit deutscher Energiepolitik ab: Atomausstieg als „historischer Fehler"

Die internationale Kritik an Deutschlands energiepolitischem Sonderweg wird immer lauter. Nun meldet sich der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, mit einer vernichtenden Bilanz zu Wort. Seine Worte sind unmissverständlich: Der deutsche Atomausstieg sei ein „historischer Fehler" gewesen. Eine Ohrfeige für jene politischen Kräfte, die das Land in diese energiepolitische Sackgasse manövriert haben.

Deutschlands gefährlicher Alleingang gegen den Welttrend

Während Deutschland seine letzten Kernkraftwerke vom Netz nahm und sich damit als einziges großes Industrieland gleichzeitig von Kohle und Atomkraft verabschiedete, dreht sich der globale Trend in die entgegengesetzte Richtung. Birol beschreibt die Situation mit bemerkenswerter Klarheit: „Fast die ganze Welt setzt wieder auf Kernenergie. Das sollte den Deutschen zu denken geben."

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Im Jahr 2025 erreichte die weltweite Stromproduktion aus Kernenergie einen historischen Rekordwert von 2860 Terawattstunden. Parallel dazu entstehen rund um den Globus neue Kernkraftkapazitäten von etwa 70 Gigawatt – der höchste Stand seit drei Jahrzehnten. Und Deutschland? Das Land, das einst technologischer Vorreiter war, steht am Rand und schaut zu.

Hoffnung auf Kurswechsel unter Merz

Immerhin scheint sich in Berlin ein Umdenken anzubahnen. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte den Atomausstieg bereits als „schweren strategischen Fehler" bezeichnet – Worte, die Birol mit Genugtuung aufnahm: „Ich habe mich sehr gefreut, diese Worte vom Kanzler zu hören." Ob den Worten jedoch Taten folgen werden, bleibt abzuwarten. Die neue Große Koalition hat bislang keine konkreten Schritte zur Korrektur dieses energiepolitischen Desasters angekündigt.

„Man drückt auf den Knopf, und der Strom ist da."

Mit diesem provokanten Satz bringt Birol den entscheidenden Vorteil der Kernenergie auf den Punkt: Verfügbarkeit rund um die Uhr, unabhängig von Wind und Wetter. Eine Selbstverständlichkeit, die in Deutschland offenbar in Vergessenheit geraten ist.

Die wahren Kosten des ideologischen Irrwegs

Der IEA-Chef räumt mit dem gängigen Narrativ auf, Kernenergie sei zu teuer. Ja, die Anfangsinvestitionen seien hoch – das gelte jedoch für jedes Land. Die Betriebskosten hingegen blieben niedrig, ebenso die Brennstoffkosten. Das Gesamtkostenniveau liege nicht dramatisch über gasbetriebenen Kraftwerken. Die eigentliche Hürde sei nicht die Technik, sondern der politische Wille.

Birol benennt zwei „historische Fehler" der deutschen Energiepolitik: die übermäßige Abhängigkeit von russischem Gas und den Ausstieg aus der Kernenergie. Beide Entscheidungen hätten die Wettbewerbsfähigkeit des Landes massiv geschwächt. Eine Analyse, die viele konservative Kritiker seit Jahren vorbringen – und die nun von höchster internationaler Stelle bestätigt wird.

Mini-Reaktoren als Chance für den Wiedereinstieg

Einen möglichen Ausweg sieht Birol in kleinen modularen Reaktoren, den sogenannten SMR. Diese Technologie könnte den Markteintritt Anfang der 2030er-Jahre schaffen und verspricht günstigere Baukosten, kürzere Bauzeiten und einfachere Betriebsführung. Italien, das nach zwei Referenden gegen Kernenergie eigentlich als atomfreie Zone galt, plant bereits die Rückkehr über diese Technologie.

Birol rechnet damit, dass die Kosten für SMR bis Mitte der 2030er-Jahre um 25 bis 30 Prozent sinken werden. Allerdings mahnt er zur Vorsicht bei der Wahl der Partner: „Die Entscheidung für einen nuklearen Partner sollte so sorgfältig bedacht werden wie eine Ehe." Eine Warnung, die angesichts der desaströsen Erfahrungen mit der russischen Gasabhängigkeit besonders schwer wiegt.

Energiesouveränität als Frage der nationalen Sicherheit

Der IEA-Chef verknüpft die Energiefrage mit geopolitischen Überlegungen. In einer Welt, die er als „immer gefährlicher" beschreibt, werde Strom zur Souveränitätsfrage. Deutschland stehe vor massiv steigendem Strombedarf – durch Industrie, Elektromobilität und Wärmepumpen. Erneuerbare Energien allein könnten diesen Bedarf nicht decken. Solar sei wichtig, aber begrenzt; Wind stark, aber nicht allein tragfähig.

Als mahnendes Beispiel nennt Birol Japan. Nach der Fukushima-Katastrophe habe sich dort die öffentliche Haltung zur Kernenergie gewandelt – als die Strompreise stiegen. Eine Entwicklung, die auch Deutschland bevorstehen könnte, wenn die Realität die ideologischen Träume einholt.

Birols Kernbotschaft ist simpel und zugleich unbequem für alle, die den deutschen Sonderweg verteidigen: Das Land braucht reichlich verfügbaren Strom für Modernisierung, Wohlstand und Energiesicherheit. Wer das ignoriert, gefährdet den Industriestandort Deutschland. Die Frage ist nur, ob die Politik den Mut aufbringt, die Fehler der Vergangenheit zu korrigieren – oder ob ideologische Scheuklappen weiterhin den Blick auf die Realität verstellen.

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