
Inflation trifft den Osten mit voller Wucht – und die Politik schaut zu
Während Politiker in Berlin über Gendersprache und Klimaneutralität debattieren, kämpfen Millionen Deutsche im Osten des Landes mit einer Realität, die in keinem Koalitionsvertrag angemessen adressiert wird: einer Inflation, die ihnen das Ersparte regelrecht aus den Taschen zieht. Eine aktuelle Auswertung des Ifo-Instituts in Dresden offenbart ein erschreckendes Bild der Ungleichheit – und zwar nicht zwischen Arm und Reich, sondern zwischen Ost und West.
Fast vier Prozentpunkte Unterschied: Brandenburg gegen Hamburg
Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache. Im Zeitraum von 2020 bis 2025 lag die kumulierte Inflation in Deutschland bei 21,8 Prozent. Doch dieser Durchschnittswert verschleiert, was sich hinter den Kulissen abspielt. In Brandenburg fiel der Preisanstieg um satte 1,8 Prozentpunkte höher aus als im Bundesschnitt – macht also rund 23,6 Prozent. Bremen und Sachsen folgen mit jeweils 1,7 Prozentpunkten über dem Durchschnitt, Sachsen-Anhalt liegt 1,6 Punkte darüber.
Am anderen Ende des Spektrums? Hamburg. Die Hansestadt kam mit einer Inflation davon, die 2,1 Prozentpunkte unter dem Bundesschnitt lag. Schleswig-Holstein, Hessen und das Saarland genossen ebenfalls unterdurchschnittliche Preissteigerungen. Zwischen dem Spitzenreiter Brandenburg und dem Schlusslicht Hamburg klafft eine Differenz von fast vier Prozentpunkten. Vier Prozentpunkte – das klingt abstrakt, bedeutet aber für eine Familie mit bescheidenem Einkommen den Unterschied zwischen einem halbwegs komfortablen Leben und dem permanenten Rechnen am Monatsende.
Wohnen als Preistreiber Nummer eins
Der wichtigste Treiber dieser regionalen Unterschiede ist laut der Ifo-Analyse der Bereich Wohnen im weiteren Sinne – also nicht nur die Kaltmiete, sondern auch Wasser, Strom und Brennstoffe. Und genau hier zeigt sich das ganze Versagen einer Energiepolitik, die über Jahre hinweg ideologisch statt pragmatisch betrieben wurde. Die Energiewende, von der Vorgängerregierung mit geradezu missionarischem Eifer vorangetrieben, hat die Strompreise in Deutschland auf ein europäisches Spitzenniveau katapultiert. Wer in einer schlecht gedämmten Altbauwohnung in Cottbus oder Halle sitzt, zahlt die Zeche für politische Experimente, die in Berliner Ministerien am Reißbrett entworfen wurden.
Dass ausgerechnet Berlin als einziges ostdeutsches Bundesland eine unterdurchschnittliche Inflation aufweist – 0,6 Prozentpunkte unter dem Schnitt –, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Die Hauptstadt, in der die politischen Entscheidungen fallen, die den Rest des Ostens belasten, bleibt selbst weitgehend verschont. Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen hingegen verzeichneten überdurchschnittliche Preissteigerungen von 0,8 beziehungsweise 0,6 Prozentpunkten über dem Bundesschnitt.
Die schleichende Enteignung der Mittelschicht
Man muss sich diese Zahl einmal auf der Zunge zergehen lassen: 21,8 Prozent kumulierte Inflation in fünf Jahren. Das bedeutet, dass ein Euro aus dem Jahr 2020 heute nur noch rund 82 Cent wert ist. Für Menschen, die ihr Erspartes auf dem Sparbuch oder dem Girokonto liegen haben – und das betrifft nach wie vor einen Großteil der deutschen Bevölkerung –, ist dies nichts anderes als eine schleichende Enteignung. Und während die Europäische Zentralbank jahrelang die Gelddruckmaschine auf Hochtouren laufen ließ, während die Bundesregierung mit Sondervermögen und Schuldenpaketen um sich warf, als gäbe es kein Morgen, waren es die einfachen Bürger, die den Preis bezahlten.
Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hat ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen für Infrastruktur auf den Weg gebracht. Klingt nach Aufbruch, riecht aber verdächtig nach weiterer Inflation. Denn jeder Euro, der durch Schulden finanziert wird, muss irgendwann durch Steuern und Abgaben zurückgezahlt werden – von genau jenen Bürgern, die bereits jetzt unter der Teuerung ächzen. Merz hatte versprochen, keine neuen Schulden zu machen. Dieses Versprechen hat sich in Luft aufgelöst, schneller als die Kaufkraft des Euro.
Gold als Schutzschild gegen den Kaufkraftverlust
In Zeiten, in denen das Vertrauen in die Stabilität der Währung erodiert, besinnen sich immer mehr Bürger auf das, was seit Jahrtausenden als verlässlicher Wertspeicher gilt: physische Edelmetalle. Gold und Silber kennen keine Inflation im klassischen Sinne – sie bewahren Kaufkraft, während Papiergeld an Wert verliert. Wer vor fünf Jahren in Gold investiert hat, dürfte heute deutlich besser dastehen als jemand, der sein Geld auf dem Tagesgeldkonto geparkt hat. Es wäre an der Zeit, dass mehr Deutsche diese historische Lektion beherzigen und physische Edelmetalle als sinnvolle Ergänzung in ein breit gestreutes Anlageportfolio aufnehmen.
Die regionalen Inflationsunterschiede sind mehr als eine statistische Kuriosität. Sie sind ein Symptom einer Politik, die den ländlichen Raum und den Osten systematisch vernachlässigt hat. Und sie sind eine Mahnung: Wer die Kaufkraft seiner Bürger nicht schützt, verliert am Ende ihr Vertrauen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für Anlageentscheidungen und deren Folgen übernehmen wir keinerlei Haftung.
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