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Kettner Edelmetalle
24.01.2026
07:43 Uhr

Japans Schuldenkollaps: Das Endspiel der modernen Geldtheorie hat begonnen

Japans Schuldenkollaps: Das Endspiel der modernen Geldtheorie hat begonnen

Was sich derzeit im Land der aufgehenden Sonne abspielt, sollte jeden Anleger in höchste Alarmbereitschaft versetzen. Japan, einst als Wirtschaftswunder gefeiert, mutiert zum erschreckenden Lehrstück dafür, wohin eine jahrzehntelange Politik des billigen Geldes unweigerlich führt. Der explodierende Goldpreis ist dabei kein Zufall – er ist das untrügliche Symptom einer systemischen Vertrauenskrise, die weit über die Grenzen des Inselstaates hinausreicht.

Der Kanarienvogel in der Kohlenmine singt sein letztes Lied

Gold war historisch stets der verlässlichste Indikator für die Erosion des Vertrauens in das Fiat-Geldsystem. Doch seit etwa zwei Jahren scheint die Kontrolle über diesen Frühwarnmechanismus vollständig entglitten zu sein. Zu viele Baustellen sind gleichzeitig aufgebrochen, zu viele systemrelevante Brandherde mussten gelöscht werden. Die BRICS-Staaten – jene Länder, die sich der amerikanischen Hegemonie entgegenstellen – schichten massiv in Edelmetalle um und stoßen im Gegenzug US-Staatsanleihen ab. Ein Transaktionsvolumen, das schlichtweg als unbeherrschbar eingestuft werden muss.

Besonders die Rohstoffmärkte, allen voran das Öl als primär inflationsbestimmender Faktor, verlangten nach dem Corona-Schock höchste Aufmerksamkeit der Zentralbanker. Hätte man sich nicht auf diese Brandherde konzentriert, wäre die aktuelle Entwicklung womöglich schon früher eingetreten.

Japan: Wenn 300 Prozent Verschuldung zur Normalität werden

Die Zahlen sind erschütternd und sollten jeden vernünftigen Menschen in Angst und Schrecken versetzen. Japans Staatsverschuldung übersteigt mittlerweile 300 Prozent des Bruttoinlandsprodukts – eines BIPs wohlgemerkt, das selbst über Jahrzehnte hinweg durch eine ausufernde Staatsquote künstlich aufgebläht wurde. Doch das eigentliche Problem liegt tiefer: Der berüchtigte Yen-Carry-Trade birgt ein massives globales Ansteckungspotential. Man kann Japan schlichtweg nicht isoliert in eine Währungsreform schicken, ohne das gesamte westliche Rentensystem in höchste Gefahr zu bringen.

Die explodierenden Renditen japanischer Staatsanleihen sprechen eine unmissverständliche Sprache. Das erste scheinbar lange Zeit „erfolgreiche" – weil scheinbar ungestrafte – MMT-Experiment befindet sich nun in einer Phase, die man getrost als Endspiel bezeichnen darf. Die Anleihegläubiger, jene mächtigsten Akteure der Finanzmärkte, spielen bei einer weiteren politisch motivierten Verschwendungsrunde im Stile der „Abenomics" offensichtlich nicht mehr mit.

Die Geister der Vergangenheit: Von Liz Truss bis Sanae Takaichi

Die neue japanische Premierministerin Sanae Takaichi scheint denselben fatalen Fehler begehen zu wollen, der bereits Liz Truss in Großbritannien das Amt kostete. Auch sie hatte Pläne geschmiedet, sich nach dem Prinzip Hoffnung auf Gegenfinanzierung durch Wirtschaftswachstum mittels Stimulus-Politik das Wohlwollen der Wähler zu erkaufen. Die Anleihemärkte machten diesem Vorhaben bekanntlich einen brutalen Strich durch die Rechnung.

Warum diesmal alles anders ist

Der entscheidende Unterschied zu früheren Krisen liegt in den seit 2022 komplett veränderten makroökonomischen Rahmenbedingungen. Eine globale, klebrige, ressourceninduzierte Inflation macht eine Rückkehr zur Nullzinspolitik schlichtweg unmöglich, ohne das System unmittelbar der Gefahr einer Hyperinflation auszusetzen. Die Zentralbanken versuchen zwar mit sämtlichen Tricks, die nach historischen Parametern weit überhöhten Inflationsraten zu schönen – doch auch dieses System hat seine Grenzen.

Passend dargestellte Daten mögen zwar die Psychologie beeinflussen, aber sie können die tatsächlichen Mechanismen nicht außer Kraft setzen.

Das Spiel auf Zeit mit der Hoffnung auf abklingenden Schmerz musste erst eindeutig genug durch anhaltende inflationäre Tendenzen konterkariert werden, um den Korrekturmechanismus steigender Renditen in Gang zu setzen. Und genau das geschieht nun.

Wenn Gelddrucken nicht mehr funktioniert

Das landläufig bekannte „Gelddrucken" ist in einem derart fortgeschrittenen Verschuldungskonstrukt wie Japan in seiner Wirksamkeit zunehmend ausgehebelt. Man sieht, was passiert, wenn Quantitative Easing angekündigt oder durchgeführt wird: Das Vertrauen der Anleihegläubiger, ihr Geld bzw. die damit verbundene Kaufkraft jemals wiederzusehen, reduziert sich entgegen den bisherigen Wirkungen solcher Maßnahmen weiter. Die Renditen steigen – und machen die aufgelaufenen und zukünftigen Schulden von Privaten und Staaten zunehmend unfinanzierbar.

Selbst US-Finanzminister Bessent hat zuletzt mit einem Zinserhöhungsaufruf an die Bank of Japan aufhorchen lassen. Bemerkenswert, da die USA als einer der größten Profiteure des Yen-Carry-Trades gelten. Mit billigen geliehenen Yen wurden amerikanische Assets in Billionenhöhe finanziert. Doch selbst der Profiteur scheint das Risiko, dass die Tankstelle explodiert, höher zu gewichten als die Schwierigkeiten einer Rückabwicklung.

Gold als sicherer Hafen in stürmischen Zeiten

Der explosionsartig steigende Goldpreis ist kein Zufall und auch kein vorübergehendes Phänomen. Er zeigt nicht einen realen Wertzuwachs des Edelmetalls, sondern allein den Wertverfall der Währungen, in denen es bewertet wird. Die „Alles-Blase" an den Finanzmärkten ist ein weiteres Indiz für die sich immer weiter beschleunigende Entwertung – die reale Inflation.

Die geopolitischen Eskapaden eines Donald Trump und die damit verbundenen Unstimmigkeiten innerhalb eines ohnehin auf Kante genähten Systems können als Brandbeschleuniger den notwendigen Zündfunken für die Entgleisung bieten. Der Preis des Krisenbarometers Gold dürfte auf weiter erhöhte Niveaus steigen – Niveaus, die auch nach dem Abflauen der Konflikte keine wesentliche Korrektur mehr erfahren werden.

Was bedeutet das für den deutschen Anleger?

In Zeiten, in denen selbst die mächtigsten Zentralbanken der Welt die Kontrolle über ihre Geldpolitik verlieren, gewinnt die Absicherung durch physische Edelmetalle eine völlig neue Bedeutung. Gold und Silber haben über Jahrtausende hinweg ihre Funktion als Wertaufbewahrungsmittel bewiesen – gerade dann, wenn Papiergeld seinen Wert verlor. Eine Beimischung physischer Edelmetalle zu einem breit gestreuten Anlageportfolio erscheint vor diesem Hintergrund nicht nur sinnvoll, sondern geradezu geboten.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.

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