
Königshaus im Sturzflug: Prinz Andrew verhaftet – Charles lässt seinen Bruder fallen
Was sich seit Jahren wie ein schwelender Brand durch die britische Monarchie fraß, ist nun in lodernden Flammen aufgegangen. Andrew Mountbatten-Windsor, einst als Prinz Andrew bekannt und mittlerweile seiner royalen Titel entkleidet, wurde am frühen Donnerstagmorgen in seinem Domizil auf dem Sandringham-Anwesen von König Charles verhaftet. Der Vorwurf: Amtsmissbrauch – konkret soll er vertrauliche Regierungsdokumente aus seiner Zeit als britischer Handelsgesandter an den berüchtigten Jeffrey Epstein weitergegeben haben.
Sechs Zivilfahrzeuge und keine Sonderbehandlung
Die Szenen, die sich gegen acht Uhr morgens Ortszeit auf der Wood Farm in Norfolk abspielten, hätten einem Kriminalfilm entstammen können. Sechs nicht gekennzeichnete Polizeifahrzeuge fuhren vor dem Anwesen vor. Die Thames Valley Police bestätigte in einer knappen Erklärung, man habe „einen Mann in seinen Sechzigern aus Norfolk wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch verhaftet" und führe Durchsuchungen an Adressen in Berkshire und Norfolk durch. Wie es das britische Recht vorschreibt, wurde der Name des Verdächtigen nicht offiziell genannt – doch die Details ließen keinen Zweifel daran, um wen es sich handelte.
Besonders bemerkenswert: Danny Shaw von BBC Radio 5 Live stellte unmissverständlich klar, dass Andrew in einer gewöhnlichen Zelle mit nichts als einem Bett und einer Toilette untergebracht werde. „Es wird keine Sonderbehandlung für ihn geben", so Shaw. Die maximale Haftdauer betrage 96 Stunden, wobei die meisten Verdächtigen zwischen 12 und 24 Stunden festgehalten würden.
König Charles: „Das Gesetz muss seinen Lauf nehmen"
Die Reaktion aus dem Buckingham-Palast ließ nicht lange auf sich warten – und sie war eiskalt. König Charles veröffentlichte eine Erklärung, die an diplomatischer Distanziertheit kaum zu überbieten war. Er habe „mit tiefster Besorgnis" von den Vorwürfen gegen Andrew erfahren. Was nun folge, sei „der vollständige, faire und ordnungsgemäße Prozess", durch den die Angelegenheit untersucht werde. Und dann der entscheidende Satz: „Das Gesetz muss seinen Lauf nehmen."
„Lassen Sie mich klar sagen: Das Gesetz muss seinen Lauf nehmen. Während dieser Prozess andauert, wäre es nicht richtig, mich weiter zu dieser Angelegenheit zu äußern." – König Charles III.
Man muss kein Experte für royale Kommunikation sein, um zwischen den Zeilen zu lesen: Charles hat seinen Bruder fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel. Auch der Prinz und die Prinzessin von Wales – William und Catherine – schlossen sich der Erklärung des Königs an. Die Wagenburg der Windsors schließt sich, aber Andrew steht diesmal draußen.
Epstein-Akten: Die Büchse der Pandora ist geöffnet
Die Verhaftung steht im direkten Zusammenhang mit der massiven Freigabe von Epstein-Dokumenten durch das US-Justizministerium. Millionen von Akten wurden in den vergangenen Wochen veröffentlicht, und die Schockwellen durchziehen nicht nur Regierungen, sondern auch die Unternehmenswelt. Dal Babu, ehemaliger Superintendent der Metropolitan Police, erklärte gegenüber der BBC, die Bedenken bezüglich Andrew seien in den vergangenen Wochen „immer weiter gewachsen". Die Verhaftung ermögliche es der Polizei nun, auf Computerausrüstung, Dateien, Fotografien und weitere Beweismittel zuzugreifen.
Pikant ist dabei ein Detail, das die BBC-Reporterin Lucy Manning enthüllte: Die Ermittlungen drehen sich nicht nur um den mutmaßlichen Amtsmissbrauch durch die Weitergabe von Handelsdokumenten. Es gebe auch Vorwürfe, wonach eine zweite Frau von Epstein nach Großbritannien geschickt worden sei, um ein sexuelles Treffen mit Andrew zu arrangieren. Die aktuelle Verhaftung beziehe sich jedoch ausschließlich auf den Amtsmissbrauch.
Trump warnte bereits 2015
In den sozialen Medien kursiert seit der Verhaftung ein Video aus dem Jahr 2015, in dem der heutige US-Präsident Donald Trump mit bemerkenswerter Offenheit über Epsteins Insel sprach und diese als „Kloake" bezeichnete. Sein damaliger Rat: „Fragen Sie einfach Prinz Andrew. Er wird Ihnen davon erzählen." Was damals als provokante Bemerkung abgetan wurde, erscheint heute in einem völlig anderen Licht. Trump, der seit Januar 2025 seine zweite Amtszeit als Präsident der Vereinigten Staaten antrat, hatte die Freigabe der Epstein-Akten maßgeblich vorangetrieben.
Die Optik für das britische Königshaus könnte kaum verheerender sein. Eine Institution, die sich seit Jahrhunderten als moralischer Kompass der Nation inszeniert, sieht sich mit dem Vorwurf konfrontiert, dass eines ihrer prominentesten Mitglieder nicht nur in die Machenschaften eines verurteilten Sexualstraftäters verstrickt gewesen sein könnte, sondern möglicherweise auch Staatsgeheimnisse verraten hat.
Ein Lehrstück über Macht und Verantwortung
Andrew selbst hat bislang jegliches Fehlverhalten im Zusammenhang mit Epstein stets vehement bestritten. Doch die Zeiten, in denen royale Privilegien als Schutzschild gegen strafrechtliche Konsequenzen dienten, scheinen endgültig vorbei zu sein. Dass ein ehemaliges Mitglied der königlichen Familie in einer gewöhnlichen Polizeizelle sitzt – ohne Sonderbehandlung, ohne royalen Glanz –, sendet ein Signal, das weit über die britischen Inseln hinausreicht.
Die Epstein-Affäre ist längst mehr als ein Skandal um einen einzelnen Sexualstraftäter. Sie ist ein Spiegel der Verkommenheit einer globalen Elite, die sich jahrzehntelang über Gesetze und Moral hinwegsetzte. Dass nun endlich Konsequenzen gezogen werden – und zwar unabhängig von Rang und Namen –, ist ein überfälliger Schritt. Die Frage bleibt jedoch: Wie viele weitere Namen werden aus den Millionen freigegebener Akten noch auftauchen? Und werden die Verantwortlichen tatsächlich zur Rechenschaft gezogen, oder wird auch dieser Skandal irgendwann im Sumpf politischer Rücksichtnahmen versickern?
Die kommenden 96 Stunden dürften nicht nur für Andrew Mountbatten-Windsor die längsten seines Lebens werden. Auch für das Haus Windsor steht nichts weniger als seine Glaubwürdigkeit auf dem Spiel.
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