
Kreml-Propaganda auf Hochtouren: Lawrow unterstellt Deutschland „Rachegelüste" – Wadephul kontert scharf

Die diplomatischen Beziehungen zwischen Berlin und Moskau erreichen einen neuen Tiefpunkt. In einer bemerkenswerten Eskalation der Rhetorik wirft das russische Außenministerium der Bundesrepublik vor, von „Revanchismus" und dem Wunsch nach Vergeltung für historische Niederlagen getrieben zu sein. Eine Behauptung, die nicht nur historisch absurd ist, sondern auch die wahren Aggressoren in diesem Konflikt verschleiern soll.
Moskaus perfide Geschichtsverdrehung
In einer am Montag veröffentlichten Mitteilung des russischen Außenministeriums heißt es wörtlich, die deutsche Regierung habe „aufgehört, den Fakt zu verstecken, dass sie unserem Land gegenüber von der Besessenheit getrieben wird, Revanche für frühere Niederlagen zu nehmen". Diese Aussage entbehrt jeder Grundlage und offenbart vielmehr die verzweifelte Propagandastrategie des Kremls, der offensichtlich von seinen eigenen Verbrechen in der Ukraine ablenken möchte.
Besonders perfide: Moskau kritisiert, dass 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs erneut deutsche Waffen gegen russisches Gebiet zum Einsatz kämen. Dabei verschweigt der Kreml geflissentlich, dass es Russland war, das einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen seinen Nachbarn begonnen hat. Die Ukraine verteidigt sich lediglich gegen einen brutalen Aggressor – mit Unterstützung der westlichen Demokratien.
Wadephul weist Vorwürfe entschieden zurück
Außenminister Johann Wadephul reagierte prompt und unmissverständlich auf die russischen Anschuldigungen. Bei einem Treffen mit seinem neuseeländischen Amtskollegen Winston Peters bezeichnete der CDU-Politiker die Kreml-Behauptungen als „billigen Ablenkungsversuch Russlands". Deutschland habe „überhaupt keine Probleme damit, die eigene Vergangenheit kritisch zu beleuchten", stellte Wadephul klar.
Diese klare Positionierung ist zu begrüßen. Endlich zeigt die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz, dass sie sich von russischer Propaganda nicht einschüchtern lässt. Die Zeiten der diplomatischen Leisetreterei, wie sie unter der Ampel-Koalition praktiziert wurde, scheinen vorbei zu sein.
Drohungen aus Moskau: Bundeswehr als „legitimes Ziel"
Besonders bedrohlich klingt die Warnung des russischen Außenministeriums bezüglich einer möglichen Stationierung deutscher Soldaten in der Ukraine. Sollte Berlin dies versuchen, würden die Soldaten – wie andere ausländische Truppen auch – als „legitime Ziele" bekämpft werden, so die unverhüllte Drohung aus Moskau. Diese Rhetorik zeigt einmal mehr, wie gefährlich das Putin-Regime für die europäische Sicherheitsordnung geworden ist.
Selenskyj sieht Hoffnung auf Frieden
Trotz der angespannten Lage gibt es auch positive Signale. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj begrüßte eine in den vergangenen Tagen eingetretene „Deeskalation" und zeigte sich vor neuen Friedensgesprächen zuversichtlich. Ein würdiger und dauerhafter Frieden sei realistisch zu erreichen, erklärte er in Kiew. Die nächste Gesprächsrunde zwischen Russland, der Ukraine und den USA soll am Mittwoch und Donnerstag in Abu Dhabi stattfinden.
Selenskyj führte den Rückgang russischer Angriffe auf Energieanlagen auf amerikanischen Druck zurück. „Das zeigt, dass wenn in Amerika die Motivation da ist, die Lage zu ändern, dann kann sich die Lage auch ändern", so der ukrainische Präsident. Eine Aussage, die auch als Seitenhieb auf die bisherige zögerliche Haltung Europas verstanden werden kann.
EU-Außenbeauftragte warnt vor europäischer Armee
Unterdessen hat EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas Forderungen nach dem Aufbau einer gesamteuropäischen Armee scharf zurückgewiesen. Auf einer Sicherheitskonferenz in Norwegen warnte sie, eine zusätzliche europäische Armee neben der NATO würde zu unklaren Befehlsketten führen und sei daher „extrem, extrem gefährlich". Eine vernünftige Position, die zeigt, dass die NATO weiterhin das Rückgrat der europäischen Verteidigung bleiben muss.
Russlands Atomwaffen-Drohungen
Der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedjew, warnte derweil vor schwerwiegenden Folgen eines ersatzlosen Auslaufens des Atom-Abrüstungsvertrags „New Start". Ohne ein Nachfolgeabkommen würden die größten Atommächte erstmals seit den frühen 1970er-Jahren keinerlei Beschränkungen mehr bei strategischen Atomwaffen unterliegen. Der Vertrag, der die Zahl stationierter Atomsprengköpfe auf jeweils 1550 begrenzt, läuft diese Woche aus.
Die Lage bleibt angespannt. Während Russland weiterhin versucht, durch Propaganda und Drohungen die westliche Unterstützung für die Ukraine zu untergraben, zeigt sich: Die freie Welt steht zusammen. Deutschland hat aus seiner Geschichte gelernt – und genau deshalb unterstützt es heute ein Land, das sich gegen einen brutalen Angreifer verteidigt. Das ist kein Revanchismus, sondern gelebte Verantwortung.

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