
Machtdemonstration an der Öl-Lebensader: Iran provoziert mit Militärübung in der Straße von Hormus
Während die Welt gebannt auf die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten blickt, setzt Teheran ein unmissverständliches Zeichen: Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) haben am Montag ein groß angelegtes Marinemanöver in der strategisch bedeutsamsten Wasserstraße der Welt begonnen – der Straße von Hormus. Durch diesen Nadelöhr fließt rund ein Fünftel des weltweiten Öltransports. Der Name der Übung klingt wie eine kaum verhüllte Drohung: „Smart Control of Hormuz Strait".
Timing als politische Waffe
Dass die Revolutionsgarden ausgerechnet jetzt ihre Kampfbereitschaft demonstrieren, ist alles andere als Zufall. Die Übung findet unter der direkten Aufsicht des IRGC-Oberkommandierenden Generalmajor Mohammad Pakpour statt und soll laut iranischen Staatsmedien eine „schnelle, entschlossene und umfassende Antwort auf maritime Sicherheitsbedrohungen" erproben. Man muss kein Geopolitik-Experte sein, um zu verstehen, an wen diese Botschaft adressiert ist.
Denn erst Ende vergangener Woche hatte Präsident Trump die Entsendung eines zweiten Flugzeugträgers in den Nahen Osten angekündigt – und dabei erneut betont, dass eine militärische Option gegen den Iran weiterhin auf dem Tisch liege. Die Spirale der Eskalation dreht sich also munter weiter, und die Energiemärkte beobachten das Geschehen mit wachsender Nervosität.
Verhandlungen im Schatten der Kanonenboote
Besonders brisant: Für Dienstag ist in Genf eine neue Runde indirekter Atomverhandlungen zwischen Washington und Teheran angesetzt, bei denen Oman als Vermittler fungiert. Diese Gespräche waren nach den israelischen Angriffen auf iranische Atomanlagen im Juni 2025 zusammengebrochen – ein zwölftägiger Konflikt, an dem sich auch die USA mit Schlägen gegen drei iranische Nukleareinrichtungen beteiligt hatten. Dass man nun gleichzeitig verhandelt und Kriegsschiffe in Stellung bringt, offenbart die ganze Absurdität dieser Diplomatie mit der Pistole am Kopf.
Das US-Zentralkommando CENTCOM hatte bereits vor zwei Wochen, als die ersten iranischen Manöver begannen, eine unmissverständliche Warnung ausgesprochen. Man werde weder Überflüge amerikanischer Kriegsschiffe noch Hochgeschwindigkeitsanfahrten auf Kollisionskurs oder das Richten von Waffen auf US-Streitkräfte tolerieren. Gleichzeitig erkenne man Irans Recht an, „professionell in internationalen Gewässern und im internationalen Luftraum zu operieren". Eine diplomatische Formulierung, die kaum über die Schärfe der eigentlichen Botschaft hinwegtäuschen kann.
Ein Konflikt mit unkalkulierbaren Folgen
Was Washington bei all seinen Drohgebärden offenbar unterschätzt – oder bewusst ignoriert –, ist die Dimension eines möglichen militärischen Konflikts mit dem Iran. Dies wäre keine chirurgische Operation wie etwa in Venezuela, sondern ein Unterfangen von enormer Komplexität mit dem Potenzial für massive Rückschläge. Eine Blockade oder auch nur eine Teilsperrung der Straße von Hormus würde die globalen Ölpreise in schwindelerregende Höhen katapultieren und die ohnehin fragile Weltwirtschaft in eine schwere Krise stürzen.
Für Europa und insbesondere für Deutschland, das unter der neuen Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD ohnehin mit steigenden Energiekosten und einer hartnäckigen Inflation zu kämpfen hat, wäre ein solches Szenario verheerend. Das von Bundeskanzler Merz aufgelegte 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen belastet die Staatsfinanzen bereits jetzt erheblich – ein Ölpreisschock käme da zur denkbar ungünstigsten Zeit.
Edelmetalle als Krisenschutz gefragt wie nie
In Zeiten derart geopolitischer Unsicherheit zeigt sich einmal mehr, warum physische Edelmetalle wie Gold und Silber als Vermögenssicherung unverzichtbar sind. Jede Eskalation im Nahen Osten treibt traditionell die Nachfrage nach sicheren Häfen – und Gold hat sich über Jahrtausende als der ultimative Krisenschutz bewährt. Wer angesichts der aktuellen Weltlage noch immer ausschließlich auf Papierwerte setzt, spielt ein gefährliches Spiel mit seinem Vermögen.
Die Straße von Hormus bleibt das, was sie seit Jahrzehnten ist: ein geopolitisches Pulverfass, an dem sich die Schicksale ganzer Volkswirtschaften entscheiden. Ob die Vernunft am Ende siegt oder die Eskalationslogik, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Die Geschichte lehrt uns allerdings, dass Säbelrasseln selten gut endet.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden.
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