
Mindestlohn-Explosion: Fast fünf Millionen Jobs betroffen – und die nächste Erhöhung steht bereits vor der Tür

Die jüngste Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns auf 13,90 Euro pro Stunde zum Jahresbeginn 2026 hat nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes bis zu 4,8 Millionen Beschäftigungsverhältnisse in Deutschland erfasst. Eine Zahl, die aufhorchen lässt – und die Frage aufwirft, wohin diese Spirale noch führen wird.
Jeder achte Job lag unter der neuen Schwelle
Die Statistiker aus Wiesbaden haben auf Basis der Verdiensterhebung vom April 2025 ermittelt, dass knapp zwölf Prozent aller Beschäftigungsverhältnisse rechnerisch unterhalb des neuen Mindestlohns lagen. Das bedeutet im Klartext: Jedes achte Arbeitsverhältnis in diesem Land musste angepasst werden. Die geschätzte Steigerung der Verdienstsumme für die betroffenen Beschäftigten beläuft sich auf bis zu sechs Prozent – das entspricht rund 275 Millionen Euro.
Dabei handelt es sich wohlgemerkt um Obergrenzen. Die Statistiker weisen ausdrücklich darauf hin, dass Lohnsteigerungen nach April 2025 nicht berücksichtigt wurden und die tatsächlichen Zahlen daher niedriger liegen dürften. Eine erste Schätzung auf Basis der Daten von April 2024 hatte noch 6,6 Millionen betroffene Jobs prognostiziert – ein deutlicher Rückgang, der sich durch zwischenzeitliche Lohnerhöhungen erklären lässt.
Frauen und bestimmte Branchen besonders betroffen
Die Auswirkungen der Mindestlohnerhöhung verteilen sich keineswegs gleichmäßig über alle Bevölkerungsgruppen und Wirtschaftszweige. Frauen profitieren überdurchschnittlich häufig von der Anhebung, da sie öfter in gering bezahlten Positionen arbeiten. Bei rund 14 Prozent der von Frauen ausgeübten Jobs erhöhte sich der Stundenverdienst, während es bei Männern lediglich elf Prozent waren.
Besonders drastisch fallen die Zahlen in einzelnen Branchen aus. Das Gastgewerbe führt die Liste mit erschreckenden 47 Prozent betroffener Arbeitsplätze an. Fast die Hälfte aller Jobs in Hotels und Restaurants lag also unter dem neuen Mindestlohn. Die Land- und Forstwirtschaft folgt mit 37 Prozent, der Bereich Kunst, Unterhaltung und Erholung mit 33 Prozent. Am anderen Ende der Skala steht die öffentliche Verwaltung mit gerade einmal einem Prozent – wenig überraschend, möchte man hinzufügen.
Ost-West-Gefälle bleibt bestehen
Auch regional zeigen sich deutliche Unterschiede, die das nach wie vor bestehende wirtschaftliche Gefälle zwischen Ost und West widerspiegeln. In Ostdeutschland lag der Anteil der betroffenen Beschäftigungsverhältnisse mit rund 14 Prozent höher als in Westdeutschland mit etwa zwölf Prozent. Sachsen weist mit knapp 15 Prozent den höchsten Anteil auf, während Bayern mit zehn Prozent am wenigsten betroffen war.
Die nächste Erhöhung kommt bestimmt
Doch damit nicht genug: Zum 1. Januar 2027 soll der Mindestlohn erneut steigen – auf dann 14,60 Euro pro Stunde. Nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes werden von dieser Erhöhung maximal sieben Millionen Jobs betroffen sein, was rund 18 Prozent aller Beschäftigungsverhältnisse entspricht. Die zusätzliche Steigerung der Verdienstsumme wird auf etwa vier Prozent oder rund 315 Millionen Euro geschätzt.
Was auf den ersten Blick wie eine soziale Wohltat erscheint, birgt erhebliche Risiken für die ohnehin angeschlagene deutsche Wirtschaft. Steigende Lohnkosten belasten insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen, die das Rückgrat unserer Volkswirtschaft bilden. In Zeiten, in denen Deutschland bereits mit Inflation, Energiekosten und internationaler Wettbewerbsfähigkeit kämpft, könnte diese Politik des ständigen Nachlegens fatale Folgen haben. Die Frage, ob am Ende mehr Arbeitsplätze geschaffen oder vernichtet werden, bleibt dabei unbeantwortet.
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