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Nahost-Pulverfass: Israel und Golfstaaten bremsen Trump bei Iran-Offensive

Nahost-Pulverfass: Israel und Golfstaaten bremsen Trump bei Iran-Offensive

Die geopolitische Lage im Nahen Osten spitzt sich dramatisch zu. Während US-Präsident Donald Trump mit militärischen Optionen gegen den Iran jongliert, formiert sich eine ungewöhnliche Allianz aus israelischen und arabischen Stimmen, die den amerikanischen Präsidenten zur Zurückhaltung mahnen. Ein bemerkenswerter Schulterschluss, der die Brisanz der Situation unterstreicht.

Netanjahu bittet um Aufschub – ein überraschender Kurswechsel

Ausgerechnet Israels Premierminister Benjamin Netanjahu, der in der Vergangenheit stets eine harte Linie gegen Teheran verfolgte, hat Trump gebeten, einen möglichen Militärschlag vorerst nicht durchzuführen. Diese Information bestätigte ein hochrangiger US-Beamter gegenüber der New York Times. Das Telefonat zwischen den beiden Staatschefs fand am Mittwoch statt – just an jenem Tag, an dem Trump verkündete, aus "sehr wichtigen Quellen auf der anderen Seite" erfahren zu haben, dass der Iran aufgehört habe, Demonstranten zu töten.

Man muss sich diese Konstellation auf der Zunge zergehen lassen: Der israelische Regierungschef, dessen Land im vergangenen Juni einen zwölftägigen Krieg mit dem Iran führte, bei dem iranische ballistische Raketen die israelische Luftabwehr durchdrangen und Zivilisten töteten, mahnt nun zur Besonnenheit. Was steckt dahinter?

Golfstaaten fürchten regionalen Flächenbrand

Parallel zu Netanjahus Intervention haben sich Katar, Saudi-Arabien, Oman und Ägypten in den vergangenen zwei Tagen eindringlich an die Trump-Regierung gewandt. Hochrangige Beamte dieser Länder warnten ihre amerikanischen Gesprächspartner telefonisch vor den Konsequenzen eines US-Angriffs, der einen größeren regionalen Konflikt auslösen könnte.

"Wir glauben an Dialog und daran, Meinungsverschiedenheiten am Verhandlungstisch zu lösen."

Mit diesen Worten positionierte sich der saudische Außenminister Adel al-Jubeir bei einem Rohstoffforum in Riad. Die vier arabischen Staaten koordinieren ihre Botschaften sowohl an Washington als auch an Teheran. Gleichzeitig hätten sie iranische Offizielle aufgefordert, im Falle eines US-Angriffs keine Länder in der Region anzugreifen.

Die Erinnerung an den Juni-Krieg sitzt tief

Die Sorgen der Golfstaaten sind keineswegs unbegründet. Während des zwölftägigen Krieges zwischen Israel und dem Iran im vergangenen Juni beschoss Teheran als Vergeltung für US-Angriffe auf iranische Atomanlagen die Al-Udeid-Luftwaffenbasis in Katar, auf der etwa 10.000 US-Soldaten stationiert sind. Zwar verursachte die iranische Salve damals keine Toten oder Verletzten, doch das Risiko einer Eskalation bleibt allgegenwärtig.

Pentagon zwischen Vorbereitung und Entspannung

Die amerikanischen Streitkräfte bereiten sich derweil auf mögliche iranische Vergeltungsschläge vor. Im Fokus stehen dabei die Al-Udeid-Basis sowie Truppen im Irak und in Syrien. In den vergangenen Tagen hatte das Pentagon begonnen, einige Truppen von der katarischen Basis abzuziehen, während Trump seine Optionen abwog.

Doch nun scheint sich die Lage zumindest vorübergehend zu entspannen: Ein Pentagon-Beamter erklärte am Donnerstag, das Verteidigungsministerium habe die Alarmstufe an der Luftwaffenbasis gesenkt und Truppen kehrten zurück. Das Weiße Haus lehnte eine Stellungnahme ab, ebenso wie das Büro des israelischen Premierministers.

Brutale Unterdrückung der Proteste im Iran

Der Hintergrund dieser diplomatischen Aktivitäten ist die blutige Niederschlagung landesweiter Anti-Regierungsproteste im Iran, die seit Ende Dezember andauern. Die iranische Regierung hat den Internetzugang landesweit gekappt, was die Informationslage erheblich erschwert. Nach Angaben iranischer Beamter und Menschenrechtsorganisationen haben Sicherheitskräfte Hunderte oder Tausende Demonstranten getötet.

Zwei iranische Beamte bezifferten die Zahl der Toten gegenüber der New York Times auf mindestens 3.000 Menschen. Eine erschreckende Bilanz, die das wahre Gesicht des Mullah-Regimes offenbart.

Kleine Hoffnungsschimmer – doch Trump hält alle Optionen offen

Am Donnerstag erklärte Irans Justiz, sie habe kein Todesurteil gegen Erfan Soltani verhängt – einen Demonstranten, dessen bevorstehende Hinrichtung international für Aufsehen gesorgt hatte. Trump reagierte prompt in den sozialen Medien: "Das sind gute Nachrichten. Hoffentlich geht das so weiter!"

Doch die Entspannung könnte trügerisch sein. Ein hochrangiger US-Beamter betonte am späten Mittwoch, Trump habe die militärischen Optionen, die ihm seine Kommandeure präsentiert hätten, keineswegs beiseitegelegt. Ob er einen Angriff anordne, hänge davon ab, wie sich die iranischen Sicherheitsbehörden gegenüber den Massenprotesten verhielten.

Ein Pulverfass mit ungewissem Ausgang

Die Situation bleibt hochexplosiv. Trumps Unberechenbarkeit, die bereits in seiner ersten Amtszeit für Nervosität sorgte, macht jede Prognose unmöglich. Dass sich nun ausgerechnet Israel und die arabischen Golfstaaten – traditionell keine natürlichen Verbündeten – gemeinsam gegen einen amerikanischen Militärschlag aussprechen, zeigt, wie groß die Angst vor einer unkontrollierbaren Eskalation ist.

Die kommenden Tage und Wochen werden zeigen, ob die diplomatischen Bemühungen Früchte tragen oder ob der Nahe Osten erneut in einen verheerenden Konflikt stürzt. Eines steht fest: Die Welt hält den Atem an.

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