
Nobel-Stiftung erteilt Trump klare Absage: Friedenspreis ist nicht übertragbar

Was für ein diplomatisches Spektakel sich da im Weißen Haus abspielte! Die venezolanische Oppositionsführerin Maria Corina Machado überreichte Präsident Donald Trump vergangene Woche ihren Friedensnobelpreis – ein Geschenk, das nun für erhebliche Verstimmung bei der ehrwürdigen Nobel-Stiftung sorgt. Die schwedische Institution sah sich am Sonntag gezwungen, unmissverständlich klarzustellen: Der prestigeträchtigste Friedenspreis der Welt lässt sich nicht einfach weiterverschenken wie eine Krawatte zu Weihnachten.
Die Nobel-Stiftung pocht auf das Testament ihres Gründers
In einer bemerkenswert deutlichen Stellungnahme berief sich die Stiftung auf das Testament Alfred Nobels, des schwedischen Chemikers und Dynamit-Erfinders, der die Auszeichnung Ende des 19. Jahrhunderts ins Leben rief. Die Preise sollten ausschließlich jenen Personen verliehen werden, die "der Menschheit den größten Nutzen gebracht haben", so die Stiftung. Wer das Recht habe, die jeweiligen Preise zu vergeben, sei ebenfalls klar geregelt.
"Ein Preis kann daher nicht, auch nicht symbolisch, weitergegeben oder weiter verteilt werden."
Eine Ohrfeige für die gut gemeinte Geste? Oder schlicht die Wahrung jahrhundertealter Traditionen? Die Stiftung betonte jedenfalls, dass eine ihrer Kernaufgaben darin bestehe, die Würde der Nobelpreise und deren Verwaltung zu schützen.
Machados symbolische Geste und Trumps Reaktion
Bei dem Treffen im Oval Office am 15. Januar überreichte Machado dem amerikanischen Präsidenten die goldene Medaille, eingerahmt in einem großen, goldfarbenen Rahmen. Trump nahm das Geschenk sichtlich erfreut entgegen und schrieb anschließend in den sozialen Medien: "Maria hat mir ihren Friedensnobelpreis für die Arbeit überreicht, die ich geleistet habe. Eine so wunderbare Geste gegenseitigen Respekts."
Die beigefügte Widmung Machados sprach von "außergewöhnlicher Führungsstärke bei der Förderung des Friedens durch Stärke" – eine Formulierung, die Trumps außenpolitische Doktrin treffend zusammenfasst. Sie bezeichnete die Geste als "persönliches Symbol der Dankbarkeit im Namen des venezolanischen Volkes".
Der Hintergrund: Maduros Sturz und Trumps Rolle
Die Übergabe erfolgte vor dem Hintergrund dramatischer Entwicklungen in Venezuela. Die Trump-Administration hatte eine Militäroperation unterstützt, die zur Festnahme des sozialistischen Machthabers Nicolás Maduro führte. Dieser erschien mittlerweile zusammen mit seiner Frau vor einem Bundesgericht in New York und plädierte auf nicht schuldig – die Anklage umfasst unter anderem Drogenhandel und die Beteiligung am Schmuggel von Kokain aus dem benachbarten Kolumbien.
Interessanterweise hat Trump klargestellt, dass er Machado nicht als neue Führerin Venezuelas installieren wolle. Stattdessen schlug er vor, Maduros Vizepräsidentin Delcy Rodriguez solle die Regierungsgeschäfte übernehmen – eine pragmatische Entscheidung, die zeigt, dass der amerikanische Präsident trotz aller Symbolik die Realitäten der Machtpolitik nicht aus den Augen verliert.
Trumps langjähriger Wunsch nach dem Nobelpreis
Es ist kein Geheimnis, dass Trump seit Jahren offen für den Friedensnobelpreis geworben hat. Er beklagte wiederholt, übergangen worden zu sein, obwohl er nach eigener Darstellung Kriege auf der ganzen Welt beendet habe. Bereits im Oktober 2025 berichtete er, Machado habe ihn angerufen und gesagt, sie nehme den Preis "zu Ihren Ehren an, weil Sie ihn wirklich verdient haben".
Auf die Frage, ob er Machado gebeten habe, ihm den Preis zu schenken, antwortete Trump der Nachrichtenagentur Reuters ausweichend: "Nein, das habe ich nicht gesagt. Sie hat den Friedensnobelpreis gewonnen."
Die Episode wirft ein bezeichnendes Licht auf die Diskrepanz zwischen symbolischer Politik und institutionellen Realitäten. Während Trump die Medaille physisch in Händen halten mag, bleibt Machado in den Augen der Nobel-Stiftung die einzige rechtmäßige Preisträgerin. Ein Stück Metall lässt sich eben leichter weitergeben als die damit verbundene Ehre.
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