Kostenlose Beratung
+49 7930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Keine
Meldepflicht
Kettner Edelmetalle
Menü
05.08.2025
19:29 Uhr

NSU-Terroristin auf dem Weg in die Freiheit? Deutschland diskutiert über fragwürdige Resozialisierung

Die verurteilte Rechtsterroristin Beate Zschäpe, einst das weibliche Gesicht des mörderischen NSU-Trios, ist nun Teil eines Aussteigerprogramms für Neonazis. Diese Nachricht wirft einmal mehr ein grelles Licht auf die deutsche Justizpraxis und deren Umgang mit schwersten Verbrechen. Während die Angehörigen der zehn NSU-Mordopfer noch immer mit ihrem Schmerz leben müssen, bereitet sich das System offenbar darauf vor, einer der Hauptverantwortlichen den Weg zurück in die Gesellschaft zu ebnen.

Ein Programm mit vielen Fragezeichen

Die Details des Aussteigerprogramms bleiben bewusst im Dunkeln. Zschäpes Anwalt Mathias Grasel hüllt sich in Schweigen, wenn es um konkrete Informationen geht. Man habe dies so vereinbart, heißt es lapidar. Diese Geheimniskrämerei wirft berechtigte Fragen auf: Warum diese Intransparenz bei einem Fall von solch öffentlichem Interesse? Welche Institutionen sind involviert? Und vor allem: Mit welchen Steuergeldern wird hier die Resozialisierung einer Terroristin finanziert?

Besonders pikant erscheint die Tatsache, dass Zschäpe bereits 2023 einen Anlauf für ein sächsisches Aussteigerprogramm unternahm – damals noch erfolglos. Die Ablehnung erfolgte mit der Begründung, das Ende ihrer Haft sei "nicht absehbar". Nur zwei Jahre später sieht die Lage offenbar anders aus. Hat sich die Schwere ihrer Taten in dieser kurzen Zeit relativiert?

Die Opfer bleiben tot, die Täter streben in die Freiheit

Der NSU ermordete zwischen 2000 und 2007 systematisch neun Menschen mit Migrationshintergrund sowie eine deutsche Polizistin. Die Terrorzelle verübte Bombenanschläge mit Dutzenden Verletzten. Jahrelang konnten Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt unerkannt morden, während die Behörden im Umfeld der Opfer ermittelten und damit deren Familien zusätzlich demütigten. Erst 2011 flog das Trio auf, als sich Mundlos und Böhnhardt selbst töteten.

Zschäpe wurde 2018 zu lebenslanger Haft verurteilt, das Gericht stellte die besondere Schwere der Schuld fest. Eigentlich bedeutet dies, dass eine vorzeitige Entlassung nach 15 Jahren nahezu ausgeschlossen ist. Doch nun, sieben Jahre nach dem Urteil, mehren sich die Zeichen, dass genau darauf hingearbeitet wird. Im November 2026 soll über die Mindestverbüßungsdauer entschieden werden – die Teilnahme am Aussteigerprogramm könnte dabei positiv zu Buche schlagen.

Ein fatales Signal in Zeiten steigender Extremismus-Gefahr

Die Aufnahme Zschäpes in ein Aussteigerprogramm sendet in der aktuellen gesellschaftlichen Lage ein verheerendes Signal aus. Während rechtsextreme Netzwerke wieder erstarken und die Sicherheitsbehörden vor neuen Terrorzellen warnen, signalisiert der Staat: Selbst für die schlimmsten Verbrechen gibt es einen Weg zurück. Man fragt sich unwillkürlich, ob die gleiche Milde auch bei islamistischen Terroristen walten würde.

Die deutsche Justiz scheint einmal mehr zu beweisen, dass sie bei der Ahndung schwerster Verbrechen zu nachsichtig agiert. Während normale Bürger für Bagatelldelikte drakonische Strafen fürchten müssen, arbeitet das System daran, einer Terroristin den Weg in die Freiheit zu ebnen. Diese Diskrepanz verstärkt das ohnehin schwindende Vertrauen in den Rechtsstaat.

Was bedeutet "Ausstieg" bei lebenslanger Haft?

Die Frage drängt sich auf: Was genau soll ein Aussteigerprogramm bei jemandem bewirken, der zu lebenslanger Haft verurteilt wurde? Geht es tatsächlich um ideologische Läuterung oder vielmehr um die Vorbereitung einer möglichen Haftentlassung? Die Intransparenz des Verfahrens nährt den Verdacht, dass hier bereits die Weichen für eine vorzeitige Freilassung gestellt werden.

Die Opferfamilien müssen diese Entwicklung als weiteren Schlag ins Gesicht empfinden. Während sie lebenslang mit dem Verlust ihrer Angehörigen leben müssen, könnte eine der Hauptverantwortlichen möglicherweise in absehbarer Zeit wieder ein normales Leben führen. Diese Aussicht wirft grundsätzliche Fragen nach Gerechtigkeit und angemessener Bestrafung auf.

Deutschland täte gut daran, sich an den Grundsatz zu erinnern, dass manche Verbrechen so schwerwiegend sind, dass sie keine zweite Chance verdienen. Die zehn Mordopfer des NSU haben diese auch nicht bekommen.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen