
Rente mit 70: Regierungskommission plant den nächsten Griff in die Lebenszeit der Bürger

Während Millionen Deutsche bereits heute unter der Last eines maroden Rentensystems ächzen, setzt die Bundesregierung zum nächsten Schlag an. Eine eigens einberufene Expertenkommission aus 13 handverlesenen Fachleuten soll nun prüfen, ob das Renteneintrittsalter auf 70 Jahre angehoben werden könnte. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Wer sein Leben lang geschuftet, Steuern gezahlt und dieses Land am Laufen gehalten hat, soll künftig noch drei Jahre länger im Hamsterrad strampeln – sofern er es gesundheitlich überhaupt schafft.
Ein System am Abgrund
Die Fakten sind ernüchternd. Das deutsche Rentensystem, einst Stolz der sozialen Marktwirtschaft, gleicht mittlerweile einem Patienten auf der Intensivstation. Jahrzehnte verfehlter Familienpolitik, eine demographische Schieflage ohnegleichen und die Belastung durch immer neue Sozialausgaben haben das Umlageverfahren an seine Grenzen gebracht. Statt die Ursachen zu bekämpfen – etwa durch eine echte Förderung von Familien mit Kindern, die als künftige Beitragszahler das System tragen könnten –, dreht man lieber an der Stellschraube des Renteneintrittsalters. Bequemer geht es kaum.
Aktuell liegt das reguläre Renteneintrittsalter für die Jahrgänge ab 1964 bei 67 Jahren. Für ältere Geburtsjahrgänge bis 1957 gilt noch die Grenze von 65 Jahren. Dass nun ernsthaft über eine Anhebung auf 70 diskutiert wird, offenbart das ganze Ausmaß der Misere.
Zuckerbrot und Peitsche
Die Kommission, die von Sozialministerin Bärbel Bas (SPD) eingesetzt wurde, plant offenbar ein klassisches Spiel aus Anreizen und Abschreckung. Wer vor dem 70. Lebensjahr in Rente gehen möchte, müsste demnach mit empfindlichen Abschlägen rechnen. Gleichzeitig sollen jene, die tatsächlich bis 70 oder darüber hinaus arbeiten, mit „sehr großzügigen" Belohnungen gelockt werden. Man fragt sich unwillkürlich: Wie großzügig kann ein Staat sein, der bereits jetzt jeden fünften Euro seines Haushalts in die Rentenversicherung pumpt?
Besonders pikant ist ein weiterer Diskussionspunkt der Kommission: die Frage, ob Beamte und Politiker künftig ebenfalls in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen sollen. Ein Vorschlag, der seit Jahrzehnten durch die politische Landschaft geistert und regelmäßig im Sande verläuft. Denn welcher Abgeordnete sägt schon freiwillig an dem Ast seiner üppigen Pensionsansprüche, auf dem er so komfortabel sitzt?
Skandinavien als Vorbild – aber nur zur Hälfte
Die Experten blicken angeblich nach Schweden, Norwegen und in die Niederlande, um sich dort Inspiration für eine Reform zu holen. Insbesondere die stärkere Einbindung des Aktienmarktes in die private und betriebliche Altersvorsorge steht im Raum – allerdings, so heißt es beschwichtigend, „ohne Zockerrisiko zum Rentenbeginn". Was auf dem Papier vernünftig klingt, wirft in der Praxis erhebliche Fragen auf. Denn wer garantiert den Bürgern, dass ihre Altersvorsorge nicht in der nächsten Börsenkrise pulverisiert wird? Die Finanzkrise von 2008 hat eindrücklich gezeigt, wie schnell vermeintlich sichere Aktienportfolios an Wert verlieren können.
Was bei der Betrachtung skandinavischer Modelle gerne verschwiegen wird: Diese Länder verfügen über deutlich kleinere Bevölkerungen, homogenere Gesellschaften und – im Fall Norwegens – über einen gigantischen Staatsfonds, der aus Öleinnahmen gespeist wird. Deutschland hat weder das eine noch das andere.
Die eigentlichen Ursachen werden ignoriert
Das Grundproblem des deutschen Rentensystems ist kein Geheimnis. Es fehlen schlicht die Beitragszahler. Eine Geburtenrate, die seit Jahrzehnten unter dem Bestandserhaltungsniveau liegt, kombiniert mit einer alternden Gesellschaft, macht das Umlageverfahren zu einem mathematischen Albtraum. Statt jedoch konsequent auf eine Stärkung der Familie zu setzen – auf steuerliche Entlastungen für Eltern, auf bessere Rahmenbedingungen für Kinder, auf eine gesellschaftliche Aufwertung der Mutterrolle –, verliert sich die Politik in ideologischen Grabenkämpfen um Gendersprache und Identitätspolitik.
Die Kommission wird von der Rechtswissenschaftlerin Constanze Janda, Rektorin der Universität Speyer, sowie dem früheren Chef des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, Frank-Jürgen Weise, geleitet. Unter den 13 Mitgliedern befinden sich acht Wissenschaftler und drei Bundestagsabgeordnete. Ob dieses Gremium den Mut aufbringt, die unbequemen Wahrheiten auszusprechen, oder ob am Ende wieder nur kosmetische Korrekturen herauskommen, bleibt abzuwarten.
Was bleibt dem Bürger?
Eines wird bei all diesen Debatten immer deutlicher: Wer sich im Alter allein auf den Staat verlässt, könnte böse erwachen. Die Zeiten, in denen die gesetzliche Rente ein sorgenfreies Leben im Ruhestand garantierte, sind unwiederbringlich vorbei. Umso wichtiger wird es für jeden Einzelnen, eigenverantwortlich vorzusorgen. In Zeiten, in denen Papiergeldwährungen durch Inflation und Schuldenorgien systematisch entwertet werden, bieten physische Edelmetalle wie Gold und Silber eine bewährte Möglichkeit, Vermögen über Generationen hinweg zu sichern. Als krisenfeste Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wertvollen Beitrag zur Absicherung des Lebensabends leisten – unabhängig davon, ob die Politik das Renteneintrittsalter auf 70, 75 oder gar 80 Jahre schraubt.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für Anlageentscheidungen und deren Folgen übernehmen wir keinerlei Haftung.
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