
Software-Aktien im freien Fall: KI-Revolution erschüttert die Tech-Branche
Ein regelrechtes Beben erschüttert derzeit die Börsen: US-amerikanische Software-Aktien erleben einen dramatischen Absturz, der selbst hartgesottene Anleger ins Schwitzen bringt. Die Angst vor der disruptiven Kraft künstlicher Intelligenz hat die Märkte fest im Griff – und die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache.
SAP und ServiceNow: Zwei Schwergewichte straucheln
Der deutsche Software-Riese SAP musste einen Kurssturz von mehr als 16 Prozent verkraften. Analysten zeigten sich enttäuscht von den Cloud-Prognosen des Unternehmens – sowohl der Cloud-Auftragsbestand als auch die Umsatzprognose für 2026 blieben hinter den Erwartungen zurück. Nicht besser erging es dem US-Konkurrenten ServiceNow, dessen Aktie trotz einer Prognose für Abonnement-Einnahmen oberhalb der Wall-Street-Schätzungen um satte 11 Prozent einbrach.
Was auf den ersten Blick paradox erscheint, offenbart bei genauerer Betrachtung ein tiefgreifendes strukturelles Problem: Die traditionellen Software-Anbieter geraten zunehmend unter Druck, weil künstliche Intelligenz in der Lage ist, Computercodes und Anwendungen schneller und günstiger zu produzieren als je zuvor.
Ein Dominoeffekt erfasst die gesamte Branche
Die Schockwellen breiteten sich rasant aus. Salesforce verlor 7,1 Prozent, der Photoshop-Hersteller Adobe büßte 3,9 Prozent ein, und die Cloud-Sicherheitsfirma Datadog stürzte um 8,3 Prozent ab. Selbst der Tech-Gigant Microsoft, der im vergangenen Quartal Rekordsummen in KI investiert hatte, musste einen Rückgang von 12,1 Prozent hinnehmen – das langsamere Wachstum im Cloud-Computing-Geschäft sorgte für Ernüchterung.
„All diese Software-Namen performen furchtbar, weil der Markt unserer Ansicht nach ein Worst-Case-Szenario einpreist – dass Software tot ist, weil KI den Sektor disruptiert."
Mit diesen drastischen Worten beschrieb Adam Turnquist, Chef-Stratege bei LPL Financial, die aktuelle Stimmungslage. Der S&P 500 Software and Services Index fiel um 8,7 Prozent auf ein Neun-Monats-Tief.
Gewinner und Verlierer der KI-Revolution
Während die Software-Branche leidet, profitieren andere Sektoren massiv von der KI-Euphorie. Chip-Hersteller und Speicherunternehmen gehören zu den großen Gewinnern. Der Philadelphia SE Semiconductor Index sowie Speicherfirmen wie SanDisk und Western Digital verzeichneten im Januar deutliche Kursgewinne. Der S&P 500 Software-Sektor hingegen hat im gleichen Zeitraum mehr als 13 Prozent verloren.
Die betroffenen Unternehmen versuchen verzweifelt, durch Übernahmen ihre KI-Kompetenzen zu stärken. ServiceNow kaufte das Cybersicherheits-Startup Armis für 7,75 Milliarden Dollar, Salesforce übernahm die Datenmanagement-Plattform Informatica für 8 Milliarden Dollar. Ob diese Strategie aufgeht, bleibt abzuwarten.
Ein Weckruf für Anleger
Die aktuellen Entwicklungen sollten jedem Investor zu denken geben. Die technologische Disruption durch künstliche Intelligenz verändert die Spielregeln in atemberaubendem Tempo. Was gestern noch als sichere Anlage galt, kann morgen bereits zum Auslaufmodell werden. In solch turbulenten Zeiten erweist sich einmal mehr die Weisheit einer breiten Diversifikation – und die zeitlose Stabilität physischer Edelmetalle als Vermögenssicherung.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor jeder Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.

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