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Kettner Edelmetalle
10.02.2026
10:36 Uhr

Tether hortet Gold wie ein Staat: Krypto-Gigant wird zum Schwergewicht im Edelmetallmarkt

Es ist eine jener Entwicklungen, die man vor zehn Jahren noch ins Reich der Fantasie verbannt hätte: Ein Unternehmen aus der Kryptowelt – ausgerechnet – avanciert zu einem der größten privaten Goldbesitzer des Planeten. Tether, bekannt als Emittent des weltweit meistgenutzten Stablecoins, soll mittlerweile zwischen 125 und 150 Tonnen physisches Gold in seinen Tresoren lagern. Damit spielt das Unternehmen in einer Liga, die selbst manchen Nationalstaat vor Neid erblassen lässt.

Vom digitalen Zahlungsmittel zum Gold-Giganten

Die Investmentbank Jefferies hat die Dimensionen kürzlich eingeordnet – und die Zahlen sind beeindruckend. Tether sei demnach der größte nicht-souveräne Käufer von physischem Gold und rangiere inzwischen unter den 30 größten Goldhaltern weltweit. Wohlgemerkt: vor mehreren Staaten. Was zunächst wie eine Kuriosität klingt, offenbart bei näherer Betrachtung einen tiefgreifenden Wandel in der Architektur der globalen Goldnachfrage.

Denn Tethers Goldengagement beschränkt sich keineswegs auf den hauseigenen goldgedeckten Token XAU₮. Das Unternehmen nutzt das Edelmetall auch als Reservebestandteil zur Absicherung seines an den US-Dollar gekoppelten Stablecoins USDT. Rund sieben Prozent der gesamten Reserven sollen in Gold gehalten werden – ein Anteil, der nach den Plänen von CEO Paolo Ardoino perspektivisch auf zehn bis fünfzehn Prozent steigen soll. Man muss kein Mathematiker sein, um zu erkennen: Sollte Tether diese Zielmarke tatsächlich ansteuern, würde die strukturelle Nachfrage nach physischem Gold einen weiteren, nicht unerheblichen Schub erfahren.

Wenn ein Token den größten Gold-ETFs Konkurrenz macht

Besonders aufhorchen lässt ein Vergleich, den Analysten der Société Générale angestellt haben. Demnach entsprächen die XAU₮-Bestände – gemessen an der gehaltenen Goldmenge – einem der größten Gold-ETFs der Welt. Und es kommt noch bemerkenswerter: Im Dezember seien die Nettozuflüsse in den digitalen Goldtoken die zweithöchsten unter allen globalen Gold-ETFs gewesen, übertroffen nur vom legendären SPDR Gold Shares (GLD), dem unangefochtenen Platzhirsch unter den goldgedeckten Fonds.

Dass ein digitaler Token, der formal gar kein ETF ist, in dieser Kategorie mitmischt, markiert eine tektonische Verschiebung. Ein Teil der Investmentnachfrage findet offenbar längst außerhalb der klassischen Finanzinfrastruktur statt – in einer Parallelwelt aus Blockchain-Protokollen und tokenisierten Vermögenswerten.

Antizyklisch kaufen: Tether greift bei Preisrückgängen zu

Ein Detail aus der Analyse der Société Générale verdient besondere Beachtung. Nach dem deutlichen Goldpreisrückgang am 30. Januar 2026 habe Tether weitere elf Tonnen Gold hinzugefügt – ein klassisches „Kaufen in die Schwäche hinein", wie es erfahrene Investoren seit Jahrhunderten praktizieren. Diese Zukäufe übertrafen laut der französischen Großbank sogar die ETF-Zuflüsse des gleichen Zeitraums, wenngleich Hedgefonds mit ihren Positionierungen weiterhin den stärksten Einfluss auf die kurzfristige Preisbildung ausübten.

Was bedeutet das für den Goldmarkt – und für den klugen Anleger?

Die Entwicklung ist aus mehreren Gründen bemerkenswert. Erstens zeigt sie, dass physisches Gold als Stabilitätsanker nicht nur in Zentralbankbilanzen und ETF-Tresoren gefragt ist, sondern zunehmend auch von Akteuren der digitalen Wirtschaft als unverzichtbarer Reservebaustein erkannt wird. Zweitens wird deutlich, dass sich Kapitalströme in Phasen erhöhter Unsicherheit schneller verlagern können als je zuvor – insbesondere wenn digitale Produkte neuen Investorengruppen einen unkomplizierten Zugang zum Goldmarkt bieten.

Und drittens – dies sei mit einem Augenzwinkern angemerkt – bestätigt der Vorgang eine uralte Weisheit: Wenn selbst die Avantgarde der Kryptowelt ihre Reserven mit dem ältesten Wertaufbewahrungsmittel der Menschheit absichert, dann sagt das mehr über die zeitlose Qualität von Gold als tausend Analystenberichte.

In einer Welt, in der Fiat-Währungen durch expansive Geldpolitik und schuldenfinanzierte Sondervermögen systematisch entwertet werden – man denke nur an das jüngste 500-Milliarden-Euro-Paket der Bundesregierung –, erscheint die Flucht in physisches Gold rationaler denn je. Tether hat das offensichtlich verstanden. Die Frage ist, ob der deutsche Sparer ebenso weitsichtig handelt oder weiterhin darauf vertraut, dass Politiker, die Schulden als „Sondervermögen" umetikettieren, sein Erspartes schützen werden.

Physische Edelmetalle wie Gold und Silber bleiben in diesem Umfeld eine der wenigen Anlageklassen, die keinem Gegenparteirisiko unterliegen und seit Jahrtausenden ihren Wert bewahren. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wertvollen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten – gerade in Zeiten, in denen die Stabilität des Finanzsystems alles andere als selbstverständlich ist.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für Verluste, die aus Anlageentscheidungen auf Grundlage dieses Artikels entstehen, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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