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Kettner Edelmetalle
28.01.2026
09:31 Uhr

Tödliche Schüsse und verdrehte Fakten: Wie Trumps Einwanderungsbehörden die Wahrheit verbiegen

Was geschieht, wenn staatliche Behörden ihre eigene Version der Realität erschaffen? In den Vereinigten Staaten zeichnet sich ein beunruhigendes Muster ab, das selbst hartgesottene Beobachter aufhorchen lässt. Die Einwanderungsbehörden unter Präsident Donald Trump haben in mindestens sechs gewaltsamen Vorfällen – darunter zwei tödliche Schüsse auf amerikanische Staatsbürger in Minneapolis – Darstellungen geliefert, die durch Videoaufnahmen und andere Beweise später widerlegt wurden.

Wenn Handys zu Waffen werden

Der Fall des 37-jährigen Alex Pretti ist besonders erschütternd. Nach seinem Tod durch Schüsse von Grenzschutzbeamten am vergangenen Samstag in Minneapolis verbreitete das Heimatschutzministerium (DHS) eine Version der Ereignisse, die den Mann als gefährlichen Angreifer darstellte. Er habe sich den Beamten mit einer halbautomatischen Pistole genähert, hieß es. Stephen Miller, einer der einflussreichsten Berater im Weißen Haus und Architekt von Trumps Einwanderungspolitik, bezeichnete Pretti gar als "Inlandsterroristen" und "Möchtegern-Attentäter".

Doch dann tauchten Videoaufnahmen auf. Was zeigten sie? Pretti hielt ein Mobiltelefon in der Hand – keine Waffe. Die Aufnahmen dokumentieren zudem, wie ein Beamter die Pistole erst kurz vor den tödlichen Schüssen von Prettis Körper entfernte. Die Waffe war legal registriert und befand sich die ganze Zeit im Holster. Von einem "Massaker an Strafverfolgungsbeamten", wie das DHS zunächst suggerierte, kann keine Rede sein.

Das Fahrzeug als angebliche Mordwaffe

Ähnlich fragwürdig erscheint der Fall von Renee Good, ebenfalls 37 Jahre alt, die am 7. Januar von einem ICE-Beamten erschossen wurde. Das Heimatschutzministerium sprach von einer "gewalttätigen Randaliererin", die ihr Fahrzeug als Waffe eingesetzt habe, um Beamte zu überfahren – ein "Akt des Inlandsterrorismus". Präsident Trump selbst behauptete, Good sei über einen ICE-Beamten gefahren.

Die Videoaufnahmen erzählen eine andere Geschichte. Sie zeigen, wie Beamte auf Goods Fahrzeug zustürmten, während dieses teilweise die Straße blockierte. Der Beamte Jonathan Ross positionierte sich vor dem Wagen, dessen Räder von ihm weggedreht waren. Als das Fahrzeug sich in Bewegung setzte, feuerte Ross drei Schüsse auf Good ab. Die Frage, ob Ross das Fahrzeug berührte oder ob es ihn streifte, bleibt ungeklärt – doch von einem gezielten Mordversuch kann nach den vorliegenden Beweisen kaum gesprochen werden.

Verwechslung mit fatalen Folgen

Besonders pikant ist ein Vorfall vom 15. Januar, bei dem das DHS behauptete, Beamte hätten eine "gezielte Verkehrskontrolle" gegen den venezolanischen Einwanderer Julio Sosa-Celis durchgeführt. Gerichtsdokumente enthüllten jedoch, dass die ICE-Beamten schlicht das falsche Kennzeichen gescannt hatten. Sie verfolgten den falschen Mann. Der tatsächliche Fahrer – ein anderer venezolanischer Einwanderer – war allein im Fahrzeug. Sosa-Celis befand sich lediglich zufällig in dem Gebäude, in das der Fahrer nach einem Unfall flüchtete.

"Sie versuchen von Anfang an, eine Erzählung zu kontrollieren, und es scheint ihnen egal zu sein, wenn sie widerlegt werden."

Diese Einschätzung stammt von David Lapan, der 2017 während Trumps erster Amtszeit als Pressesprecher des DHS diente. Ein Mann also, der das System von innen kennt.

Selbstmord oder Mord? Die Wahrheit aus dem Gefängnis

Der Tod des kubanischen Einwanderers Geraldo Lunas Campos in einem texanischen Abschiebegefängnis am 3. Januar wirft weitere Fragen auf. Zunächst sprach ICE von "medizinischer Notlage". Nach Medienberichten über Zeugenaussagen, wonach Wärter den Mann gewürgt hätten, änderte das DHS seine Darstellung: Nun hieß es, Lunas habe einen Selbstmordversuch unternommen und sich dann gegen Sicherheitsbeamte gewehrt.

Der Befund des Gerichtsmediziners spricht eine deutliche Sprache: Tötungsdelikt durch Erstickung infolge von Kompression von Hals und Brustkorb. Sechs Todesfälle in ICE-Gewahrsam allein im Januar – eine ungewöhnlich hohe Zahl, die Fragen aufwirft.

Richterliche Ohrfeige für die Behörden

Eine Bundesrichterin in Chicago fand in einem Urteil vom November deutliche Worte. Die "weitverbreiteten Falschdarstellungen" der Regierung stellten alles in Frage, was die Behörden über ihre Vorgehensweise behaupteten, schrieb Richterin Sara Ellis. In einem Fall hatte der Grenzschutzkommandant Gregory Bovino behauptet, ein Stein habe ihn am Kopf getroffen, bevor er Tränengas einsetzte. Vor Gericht räumte er ein, der Stein habe ihn verfehlt.

"Jede kleine Unstimmigkeit summiert sich, und irgendwann wird es schwierig, wenn nicht unmöglich, fast irgendetwas zu glauben", was die Regierung sage, urteilte Ellis.

Anklage fallen gelassen – Beweise zu erdrückend

Besonders aufschlussreich ist der Fall der US-Bürgerin Marimar Martinez, die am 4. Oktober von einem Grenzschutzbeamten fünfmal angeschossen wurde. Das DHS behauptete, sie habe mit einer halbautomatischen Waffe Beamte bedroht. Der Beamte prahlte später in Textnachrichten mit seiner Treffsicherheit.

Die Realität? Martinez' Waffe lag in ihrer Handtasche auf dem Beifahrersitz. Sie hatte sie nie in der Hand. Mehr noch: Nicht sie rammte einen Beamten, sondern ein Beamter rammte ihr Fahrzeug. Am 20. November ließ die Staatsanwaltschaft die Anklage gegen Martinez fallen – man "überprüfe neue Fakten und Informationen".

Ein Muster der Desinformation

Was sich hier abzeichnet, ist kein Einzelfall, sondern ein systematisches Vorgehen. Ehemalige Beamte sprechen von einem klaren Bruch mit der bisherigen Praxis, bei der Behörden nach gewaltsamen Vorfällen zunächst die Ermittlungsergebnisse abwarteten, bevor sie öffentliche Stellungnahmen abgaben. Stattdessen werden nun Narrative geschaffen, die die Handlungen der Beamten von vornherein rechtfertigen sollen – ungeachtet der tatsächlichen Beweislage.

Das DHS verteidigt sich mit dem Hinweis auf eine "hochkoordinierte Gewaltkampagne gegen unsere Strafverfolgungsbehörden" und betont die Notwendigkeit, "schnelle, akkurate Informationen" zu liefern. Doch wenn diese Informationen regelmäßig durch Videobeweise widerlegt werden, stellt sich die Frage: Wem dienen diese Darstellungen wirklich?

Die Vorfälle werfen ein Schlaglicht auf die Gefahren, die entstehen, wenn staatliche Gewalt ohne angemessene Kontrolle und Transparenz ausgeübt wird. In einer Zeit, in der auch in Deutschland die Kriminalität zunimmt und die Debatte über Sicherheit und Einwanderung an Schärfe gewinnt, sollten diese amerikanischen Erfahrungen als Mahnung dienen: Rechtsstaatlichkeit und Wahrheit dürfen niemals politischen Narrativen geopfert werden – weder in den USA noch anderswo.

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