
Tragödie von Crans-Montana: Feuerwehrchef schildert apokalyptische Szenen der Silvesternacht

Die Schweiz steht noch immer unter Schock. 40 junge Menschen verloren ihr Leben, als in der Silvesternacht ein verheerendes Feuer die Bar Constellation im noblen Skiort Crans-Montana in ein Inferno verwandelte. Nun bricht der Einsatzleiter der Rettungskräfte sein Schweigen – und seine Worte lassen das Ausmaß dieser Katastrophe erst richtig begreifen.
„Das ist Krieg" – Ein Feuerwehrmann am Rande des Zusammenbruchs
David Vocat, Kommandant der freiwilligen Feuerwehr, hatte sich auf einen ruhigen Silvesterabend eingestellt. „Endlich mal ein schöner Silvesterabend", dachte er noch kurz vor dem Unglück. Dann, um exakt 1:31 Uhr, ging der Notruf ein. Was er und seine 15 Männer bei ihrer Ankunft vorfanden, beschreibt er als apokalyptisch.
„Es war ein furchtbarer Anblick. Als ich diese schreienden Menschen sah, junge Leute, verbrannte Menschen, das war sehr erschütternd. Und ich dachte mir: ‚Das ist Krieg'."
Besonders eine Szene verfolgt den erfahrenen Einsatzleiter bis heute. Er nahm ein junges Mädchen in seine Arme, versuchte sie zu reanimieren – vergeblich. Ein Sanitäter musste ihn schließlich daran erinnern, dass andere noch zu retten seien. „Dass man jemanden zurücklassen muss, ist so schwer, so etwas sollte man nicht erleben müssen", sagt Vocat sichtlich gebrochen.
Die Würde einer trauernden Mutter
Was den Feuerwehrmann jedoch am meisten erschütterte, war die Begegnung mit einer Mutter, die ihren Sohn verloren hatte. Vocat rechnete mit Vorwürfen, mit Ablehnung. Stattdessen sagte sie: „Danke für all die Menschen, die Sie gerettet haben." Diese Worte, ausgesprochen von einer Frau, deren Kind tot ist, treffen ins Mark.
Die psychische Belastung fordert ihren Tribut. „Ich mache diesen Job aus Leidenschaft, aber ich weiß nicht, ob ich weitermachen kann", gesteht Vocat ein. Seine Berufung, der er Jahre seines Lebens gewidmet hat, steht auf dem Spiel. Ein Kollege brachte es auf den Punkt: „Dafür habe ich mich nicht gemeldet."
Solidarität inmitten des Chaos
Trotz aller Schrecken gab es auch Lichtblicke. Die Jugendlichen vor Ort packten tatkräftig mit an, trugen Verletzte, schleppten Ausrüstung herbei. „Es war wirklich ein fantastischer Zusammenhalt", erinnert sich Vocat. In Momenten größter Not zeigt sich eben oft das Beste im Menschen.
Ermittlungen gegen Barbetreiber laufen
Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen die französischen Betreiber der Bar eingeleitet. Der Verdacht: fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung und fahrlässige Brandstiftung. Nach ersten Erkenntnissen sollen Feuerwerksfontänen, die an Sektflaschen befestigt waren, den Brand im Keller ausgelöst haben. Die Pyrotechnik wurde offenbar zu nahe an die Decke gehalten.
Ein besonderes Augenmerk der Ermittler liegt auf der Schaumstoffdämmung an der Kellerdecke. Entsprach sie den Brandschutzvorschriften? Wurden notwendige Kontrollen versäumt? Fragen, die für die Hinterbliebenen von existenzieller Bedeutung sind.
Die erschütternde Bilanz
Die Hälfte der 40 Todesopfer war minderjährig. Das jüngste Opfer hatte gerade einmal 14 Jahre gelebt, das älteste 39. Noch immer kämpfen 83 Verletzte in Krankenhäusern quer durch Europa um ihr Leben, viele von ihnen mit schwersten Verbrennungen. Der 9. Januar wurde zum nationalen Trauertag erklärt – ein schwacher Trost für Familien, deren Welt in jener Silvesternacht für immer zerbrach.
David Vocats Worte hallen nach: „Das Leben wird nie wieder so sein wie vorher." Für ihn nicht, für seine Männer nicht – und schon gar nicht für die Angehörigen der Opfer.
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