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Trotz und Realitätsverweigerung: Deutschlands hilflose Empörung im Grönland-Konflikt mit Trump

Trotz und Realitätsverweigerung: Deutschlands hilflose Empörung im Grönland-Konflikt mit Trump

Die deutsche Wirtschafts- und Politikelite reagiert auf Donald Trumps Zollmaßnahmen im Grönland-Konflikt mit einer bemerkenswerten Mischung aus Trotz und Realitätsverweigerung. Was sich derzeit zwischen Washington, Brüssel und Berlin abspielt, offenbart einmal mehr die strategische Orientierungslosigkeit Europas – und insbesondere Deutschlands.

Der Auslöser: 13 deutsche Soldaten und ein Handelskrieg

Der Konflikt um Grönlands strategische Zukunft hat sich erwartungsgemäß zugespitzt. Als Reaktion auf die Entsendung eines winzigen europäischen Truppenkontingents auf die dänisch verwaltete Insel griff Washington zu seinem bewährten Druckmittel: Handelszölle. Deutschland, das gerade einmal 13 Soldaten zu dieser fragwürdigen Maßnahme beisteuerte, gehört zu den acht betroffenen Nationen.

Seit dem 1. Februar gelten zusätzliche Zölle von 10 Prozent. Bleibt die Situation unverändert, steigen diese am 1. Juni auf 25 Prozent. Für exportabhängige Volkswirtschaften wie Deutschland könnte dies bis zu 0,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts kosten – ein Schaden, den sich das ohnehin schwächelnde Land kaum leisten kann.

Trumps strategisches Kalkül: Ressourcen und Seewege

Was steckt wirklich hinter Trumps Interesse an Grönland? Die Antwort ist zweigeteilt und durchaus nachvollziehbar: Zum einen verfügt die Insel über reiche Bodenschätze, insbesondere seltene Erden, die für moderne Technologien unverzichtbar sind. Zum anderen geht es um die Kontrolle wichtiger arktischer Schifffahrtsrouten – die Nordostpassage entlang Russlands und die Nordwestpassage entlang Kanadas könnten künftig strategisch entscheidend werden.

Trump hat in den vergangenen Tagen wiederholt betont, dass weder die NATO noch die Europäische Union substanzielle politische Maßnahmen gegen den wachsenden Einfluss Chinas und Russlands in der Region ergriffen hätten. Eine berechtigte Kritik, die man in Brüssel offenbar nicht hören möchte.

Die unbequeme Frage: Warum interessiert sich Europa plötzlich für Grönland?

Eine saubere Lösung wäre zweifellos ein Referendum auf der teilautonomen Insel. Doch statt pragmatische Wege zu suchen, verfällt die deutsche Wirtschaftselite in rhetorische Eskalation.

Deutsche Wirtschaftsverbände: Viel Empörung, wenig Substanz

Die Reaktionen der deutschen Wirtschaftsvertreter sind bezeichnend für die hiesige Mentalität. VDMA-Präsident Bertram Kawlath kritisierte die Zölle als politisch motiviert und nannte die neuen Forderungen absurd. DIW-Präsident Marcel Fratzscher warnte, Deutschland und Europa sollten sich im Handelsstreit mit den USA nicht länger erpressen lassen.

BGA-Präsident Dirk Jandura und VDA-Präsidentin Hildegard Müller bezeichneten die angekündigten Zölle als grotesk. Sie würden eine ohnehin schwer getroffene europäische Industrie enorm belasten. Beide forderten Brüssel auf, entschlossen und strategisch zu handeln.

Besonders bemerkenswert ist Fratzschers Ruf nach engerer Zusammenarbeit mit China – ausgerechnet mit jenem Land, mit dem erst vor wenigen Wochen ein Streit um seltene Erden beinahe eskalierte.

Brüssels Vergeltungsphantasien: 93 Milliarden Euro Drohkulisse

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte Verhandlungen über ein Vergeltungszollpaket an, das US-Unternehmen in Europa mit bis zu 93 Milliarden Euro treffen könnte. Die Zeichen stehen auf Sturm – doch ob die US-Administration davon beeindruckt sein wird, bleibt mehr als fraglich.

Aus europäischer Sicht zeichnen sich zwei Hauptoptionen ab: Erstens könnte das lange diskutierte Modell einer Digitalsteuer für amerikanische Technologiekonzerne endlich umgesetzt werden. Zweitens könnten EU-Gegenzölle als Druckmittel in kommenden Verhandlungen dienen.

Die entscheidende Frage: Wie weit kann die EU dieses Machtspiel treiben?

Brüssel hat in Konflikten wie dem Ukraine-Krieg eine Tendenz gezeigt, an maximalistischen Forderungen festzuhalten und dabei erhebliche Kollateralschäden in Kauf zu nehmen. Dieselbe Dynamik droht nun im Handelsstreit mit den USA: Die europäische Rhetorik ist stark, aber die wirtschaftliche Substanz ist verwundbar.

Die brutale Machtasymmetrie

Ähnlich wie in der Konfrontation mit Russland steht die EU einer sichtbaren Machtasymmetrie gegenüber. Die US-Wirtschaft wuchs im letzten Quartal mit annualisiert 5,5 Prozent, während die Arbeitslosigkeit auf 4,4 Prozent sank. Das Wachstum wird primär von privaten Investitionen und massiven Produktivitätsgewinnen getragen – dem wahren Maßstab nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolgs.

Im Gegensatz dazu bluten die EU und insbesondere Deutschlands industrielle Kernregionen aus. Trotz massiver Kreditaufnahme und umfangreicher staatlicher Konjunkturprogramme bleiben private Investitionen und Produktivitätsgewinne aus. Die verpasste Gelegenheit, den Ukraine-Konflikt mit US-Vermittlung zu lösen, fordert nun ihren Tribut.

Washingtons neue Sicherheitsstrategie: Europa ist kein strategischer Verbündeter mehr

Die im Dezember veröffentlichte neue Sicherheitsstrategie Washingtons macht unmissverständlich klar: Die EU wird nicht mehr als strategischer Verbündeter betrachtet. Stattdessen sind die USA bereit, ihre eigenen Interessen notfalls mit eiserner Hand durchzusetzen.

Es führt kein Weg daran vorbei: Unter der aktuellen Administration ist Realpolitik in die EU-US-Beziehungen zurückgekehrt. Europa muss diese neuen Realitäten erkennen und mit einer realistischen Einschätzung der eigenen Position an sie herangehen.

Die Heuchelei der moralischen Empörung

Das moralische Posieren über die angeblichen "Wild-West-Methoden" der Amerikaner ist scheinheilig. War es nicht die EU-Kommission, die über viele Jahre Handelspartner – zuletzt die Mercosur-Länder – unter ihr klimaprotektionistisches Regime zwang? Ist es nicht mindestens ebenso problematisch, die eigene Bevölkerung in wirtschaftliche Not zu treiben, um klimasozialistische Machtphantasien durchzusetzen und die politische Kontrolle auszuweiten?

Deutschland und Europa täten gut daran, ihre eigenen Schwächen anzuerkennen, statt sich in trotziger Empörung zu ergehen. Denn eines ist sicher: Mit Rhetorik allein lässt sich kein Handelskrieg gewinnen – schon gar nicht gegen eine Wirtschaftsmacht, die derzeit auf allen Zylindern läuft.

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